Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Unlauterer Wettbewerb

Rechtsprechung, Gesetzgebung und Praxis zum unlauteren Wettbewerb: Wettbewerbsverstöße, irreführende Werbung, Abmahnungen und Unterlassungsansprüche – aktuell und eingeordnet.

"Likör ohne Ei" darf Namen behalten
Gelb, cremig, vegan

"Likör ohne Ei" darf Namen behalten

Ein veganer, gelblich-cremiger Soja-Likör darf weiter "Likör ohne Ei" heißen und mit einem bunten Hahn werben. Die Bezeichnung "Eierlikör" darf der Hersteller aber nicht zur Vermarktung einsetzen.

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig
Fitnessstudio unterliegt

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig

Wer durchs Drehkreuz geht, zahlt künftig mehr? Ein Fitnessstudio wollte die Zustimmung zur Preiserhöhung auf diese Weise einholen. Das OLG München machte dem nun einen Strich durch die Rechnung.

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben
Klage in den USA

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben

Amazon verdient Milliarden mit Werbung. Doch laut US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehreren Bundesstaaten geht es dabei nicht immer mit rechten Dingen zu. Sie verklagen den Internet-Riesen wegen des Vorwurfs künstlich verteuerter Werbeplätze.

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain
OLG Köln sieht unlauteren Wettbewerb

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain

Eine Fehde zwischen Anwälten gipfelte darin, dass eine Kanzlei die deutsche Variante* der Kanzleidomain der anderen Seite aufkaufte und darüber auf die eigene Kanzlei-Webseite weiterleiten ließ. Damit ging der Spaß aber zu weit, meint nun auch das OLG Köln.

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig
"Freie Fahrt für Bonner Pendler"

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig

Gratis über den Rhein statt im Stau stehen: Wegen der Sperrung der Bonner Nordbrücke bot eine Reederei einen kostenlosen Schiffs-Shuttle für Pendler an. Ein Konkurrent sah darin eine Irreführung und ging vor Gericht. Warum die Richter nicht mitzogen.

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein
Werbung für Tierarzneimittel

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein

Wer ein Tierarzneimittel mit Zitaten zufriedener Praxen bewirbt, muss laut OLG Hamburg damit rechnen, dass diese Aussagen verallgemeinert werden. Das sei dann irreführend, wenn es an wissenschaftlichen Belegen fehle.

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln
Focus-Testsiegel "TOP-Mediziner"

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln

Fach-Rankings sind seit jeher umstritten. Was, wenn man für die Werbung zahlen muss? Der BGH stellt nun strenge Anforderungen an die Focus-"Top-Mediziner"-Siegel. Die seien gesundheitsbezogen und eine geschäftliche Handlung. Was heißt das für "Top-Anwälte"?

Pariser Gericht verurteilt Totalenergies wegen Greenwashing
„Das unsichtbare Recht“

Pariser Gericht verurteilt Totalenergies wegen Greenwashing

Ein Gericht verurteilt den Energieriesen Totalenergies wegen irreführender Angaben zur Klimastrategie. Greenpeace spricht von einem "Wendepunkt" – doch die Strafe dürfte dem Konzern kaum wehtun.

Produktwerbung mit Umweltaussagen wird strenger geregelt
Parken in Pink

Produktwerbung mit Umweltaussagen wird strenger geregelt

Wer sein Produkt als "nachhaltig" bewirbt, kann damit sicherlich manche Verbraucher beeindrucken. Aber was ist an solchen Aussagen dran? Das werden Firmen künftig nachweisen müssen.

Adidas durfte nicht pauschal mit Slogan "klimaneutral bis 2050" werben
Und ewig grüßt das Schlüsseltier

Adidas durfte nicht pauschal mit Slogan "klimaneutral bis 2050" werben

Die pauschale Werbung mit Klimaneutralität ist irreführend, hat das LG Nürnberg-Fürth entschieden. Der Sportartikelhersteller Adidas habe auf seiner Website nicht ausreichend kenntlich gemacht, dass er das Ziel auch mittels CO2-Kompensation erreichen will. Solche Werbung muss er künftig unterlassen.

Tchibo verliert gegen Aldi Süd
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
Streit um Kaffeepreise

Tchibo verliert gegen Aldi Süd

Der Kaffeekonzern Tchibo findet, dass die Kaffeepreise bei Aldi Süd zu günstig sind – und klagte auf Unterlassung. Das LG Düsseldorf jedoch hält das Vorgehen des Discounters für kaufmännisch vertretbar.

Weitere Niederlage für Meta
Codiertes Recht
Dokumentenstreit mit EU-Kommission

Weitere Niederlage für Meta

Facebook-Betreiberin Meta muss damit rechnen, der EU-Kommission bestimmte interne Dokumente vorlegen zu müssen, die den Missbrauch einer beherrschenden Stellung belegen sollen. EuGH-Generalanwalt Rantos hat sich jetzt auf die Seite der Kommission gestellt.

Immobilienscout24 muss irreführende Werbung für Schufa-Bonitätscheck unterlassen
Klageindustrie

Immobilienscout24 muss irreführende Werbung für Schufa-Bonitätscheck unterlassen

Das LG Berlin II hat Werbeangaben des Portals Immolienscout24 für einen kostenpflichtigen "SCHUFA-BonitätsCheck" als irreführend untersagt. Außerdem hat es die Datenverarbeitung im Rahmen einer Selbstauskunft beanstandet. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Verbraucherschützer dürfen gegen Datenschutz-Verstöße klagen
Verbraucherschützer dürfen gegen Datenschutz-Verstöße klagen

Verbraucherschützer dürfen gegen Datenschutz-Verstöße klagen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband durfte die Facebook-Mutter Meta wettbewerbsrechtlich auf Unterlassung von Datenschutzverstößen verklagen. Das entschied der BGH und betonte, dass die Verbraucherschützer dafür keinen konkreten Verstoß oder Auftrag einer bestimmten Person brauchen.

Apotheken müssen Einwilligung in Datenverarbeitung einholen
Berufe mit Haltung
Medikamente bei Amazon

Apotheken müssen Einwilligung in Datenverarbeitung einholen

In der Apotheke läuft der Arzneimittelkauf vertraulich ab. Doch wer etwa über Amazon bestellt, gibt viele Informationen preis. Der BGH hat entschieden, dass selbst bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten schon die Abfrage von Name und Lieferadresse ohne Einwilligung gegen die DS-GVO verstößt.

Google soll Chrome-Browser verkaufen
Revitalisierte VwGO
US-Regierung

Google soll Chrome-Browser verkaufen

Die US-Regierung will vor Gericht durchsetzen, dass Google sich vom weltweit meistbenutzten Web-Browser Chrome trennt. Das Justizministerium schlug die Maßnahme in einem Wettbewerbsprozess gegen Google vor. Wie es weitergeht, ist allerdings offen.

Weiteres passendes Rechtsgebiet

Markenrecht

"Super-Bowl" ist ein Sportereignis, keine Süßware
Drei Männer sitzen mit Fanbekleidung im Wohnzimmer vor dem Fernseher und schauen den Super Bowl
Kein Markenschutz

"Super-Bowl" ist ein Sportereignis, keine Süßware

"Super Bowl" als Wortmarke für Schokolade, Kekse und Bonbons? Das BPatG winkt ab. Selbst die zweite Lesart als trendiges Bowl-Gericht rettet die Anmeldung nicht. Warum Mehrdeutigkeit im Markenrecht auch nach hinten losgehen kann.

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
dm-logo an einer Gebäudewand mit blauem Himmel und Wolken im Hintergrund
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig
Von hinten abgebildete Person betritt Fitnessstudio an einem Drehkreuz
Fitnessstudio unterliegt

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig

Wer durchs Drehkreuz geht, zahlt künftig mehr? Ein Fitnessstudio wollte die Zustimmung zur Preiserhöhung auf diese Weise einholen. Das OLG München machte dem nun einen Strich durch die Rechnung.

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein
Handgepäck im Flugzeug
Handgepäckregeln im Billigtarif

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein

Eine Airline darf Passagiere im Billigtarif nicht grundsätzlich auf ein einziges kleines Handgepäckstück beschränken. Das OLG Hamm sieht darin eine unangemessene Benachteiligung und untersagt die Praxis.

Es geht auch ohne Preisangabe
Eine Hand hält ein Mobiltelefon, auf dem die Rewe-App geöffnet ist.
Treuebonus in der Supermarkt-App

Es geht auch ohne Preisangabe

Rewe-Kunden können sich in der App des Unternehmens Bonus-Coupons sichern, wenn sie bestimmte Produkte kaufen. Verbraucherschützer hielten die Praxis für irreführend. Zwei Gerichte kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen.

Alle Artikel aus dem Rechtsgebiet Unlauterer Wettbewerb

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

"Likör ohne Ei" darf Namen behalten
Gelb, cremig, vegan

"Likör ohne Ei" darf Namen behalten

Ein veganer, gelblich-cremiger Soja-Likör darf weiter "Likör ohne Ei" heißen und mit einem bunten Hahn werben. Die Bezeichnung "Eierlikör" darf der Hersteller aber nicht zur Vermarktung einsetzen.

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig
Fitnessstudio unterliegt

Preiserhöhung per Drehkreuz unzulässig

Wer durchs Drehkreuz geht, zahlt künftig mehr? Ein Fitnessstudio wollte die Zustimmung zur Preiserhöhung auf diese Weise einholen. Das OLG München machte dem nun einen Strich durch die Rechnung.

Wish.com haftet für Fake-Produkte
Mehr als nur Vermittler

Wish.com haftet für Fake-Produkte

Laut OLG Hamburg haftet Wish.com umfassend für gefälschte Markenprodukte. Dass die Plattform nur als Vermittler für die eigentlichen chinesischen Händler auftritt, half ihr nicht. Dafür seien diese zu anonym und der Geschäftsauftritt zu einheitlich.

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben
Klage in den USA

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben

Amazon verdient Milliarden mit Werbung. Doch laut US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehreren Bundesstaaten geht es dabei nicht immer mit rechten Dingen zu. Sie verklagen den Internet-Riesen wegen des Vorwurfs künstlich verteuerter Werbeplätze.

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain
OLG Köln sieht unlauteren Wettbewerb

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain

Eine Fehde zwischen Anwälten gipfelte darin, dass eine Kanzlei die deutsche Variante* der Kanzleidomain der anderen Seite aufkaufte und darüber auf die eigene Kanzlei-Webseite weiterleiten ließ. Damit ging der Spaß aber zu weit, meint nun auch das OLG Köln.

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig
"Freie Fahrt für Bonner Pendler"

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig

Gratis über den Rhein statt im Stau stehen: Wegen der Sperrung der Bonner Nordbrücke bot eine Reederei einen kostenlosen Schiffs-Shuttle für Pendler an. Ein Konkurrent sah darin eine Irreführung und ging vor Gericht. Warum die Richter nicht mitzogen.

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein
Werbung für Tierarzneimittel

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein

Wer ein Tierarzneimittel mit Zitaten zufriedener Praxen bewirbt, muss laut OLG Hamburg damit rechnen, dass diese Aussagen verallgemeinert werden. Das sei dann irreführend, wenn es an wissenschaftlichen Belegen fehle.

Influencerin muss 36.000 Euro zahlen
Werbung unzureichend gekennzeichnet

Influencerin muss 36.000 Euro zahlen

Hanabi Diab erstellt für Instagram Videos über Mode, Lifestyle und Beauty. Dass zwischen Tipps auch bezahlte Werbebotschaften warten, ist branchenüblich. Nicht aber der Betrag, den Diab zahlen muss, weil sie Werbung nicht ausreichend gekennzeichnet hat.

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln
Focus-Testsiegel "TOP-Mediziner"

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln

Fach-Rankings sind seit jeher umstritten. Was, wenn man für die Werbung zahlen muss? Der BGH stellt nun strenge Anforderungen an die Focus-"Top-Mediziner"-Siegel. Die seien gesundheitsbezogen und eine geschäftliche Handlung. Was heißt das für "Top-Anwälte"?

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein
Handgepäckregeln im Billigtarif

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein

Eine Airline darf Passagiere im Billigtarif nicht grundsätzlich auf ein einziges kleines Handgepäckstück beschränken. Das OLG Hamm sieht darin eine unangemessene Benachteiligung und untersagt die Praxis.

OLG Köln billigt Kollegenschelte unter Anwälten
"Fragwürdige Streitwertmaximierung"

OLG Köln billigt Kollegenschelte unter Anwälten

Ein Rechtsanwalt warf einem Kollegen online vor, bei einer Abmahnung überhöhte Streitwerte anzusetzen. Die Beurteilung als "fragwürdig" – auch unter Nennung des Klarnamens – geht laut dem OLG Köln in Ordnung.

Lufthansa darf Aussage zu nachhaltigem Treibstoff nicht wiederholen
Werbung mit Umwelt-Versprechen

Lufthansa darf Aussage zu nachhaltigem Treibstoff nicht wiederholen

Das OLG Köln hat Lufthansa untersagt, bestimmte Umwelt-Versprechen in der Werbung zu machen. Hintergrund ist der Umgang mit nachhaltigem Flugkraftstoff.

Google muss 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen
Browser voreingestellt

Google muss 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen

Wer ein Android Handy hatte, surfte lange meist mit dem Chrome-Browser. Dafür sorgte Googles Mutterkonzern Alphabet. Die EU- Kommission sah in der Voreinstellung eine wettbewerbswidrige Praktik und verhängte eine Monsterstrafe, die der EuGH nun weitgehend bestätigte.

Einmal OLG, BGH, EuGH und wieder zurück
Urheberrecht für USM-Designmöbel

Einmal OLG, BGH, EuGH und wieder zurück

Das Möbelsystem "USM Haller" gilt als Designklassiker. Ob es auch urheberrechtlich geschützt ist, muss das OLG Düsseldorf nun erneut prüfen.

Trittbrettfahren oder zulässige Werbung?
"Ambush Marketing" bei der WM

Trittbrettfahren oder zulässige Werbung?

Jeder kennt das Check24-Trikot zur WM und auch andere Unternehmen nutzen das Sportereignis, um für sich zu werben. Doch dürfen sie das eigentlich, ohne der FIFA dafür Lizenzgebühren zu zahlen? Thomas Fröhlich und Lukas Burgdorff erklären, was erlaubt ist.

Es geht auch ohne Preisangabe
Treuebonus in der Supermarkt-App

Es geht auch ohne Preisangabe

Rewe-Kunden können sich in der App des Unternehmens Bonus-Coupons sichern, wenn sie bestimmte Produkte kaufen. Verbraucherschützer hielten die Praxis für irreführend. Zwei Gerichte kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen.

Unlimitiert zubuchbar ist nicht das gleiche wie "unlimited"
Unlautere Werbung für Mobilfunktarif

Unlimitiert zubuchbar ist nicht das gleiche wie "unlimited"

"Unlimited on Demand" nannte sich ein Mobilfunktarif in der Werbung, der tatsächlich nur ein begrenztes Datenvolumen enthielt. Das konnte zwar unbegrenzt erweitert werden, trotzdem hielt das OLG Düsseldorf das für irreführend.

Werbung muss schon im Thumbnail erkennbar sein
Social Media

Werbung muss schon im Thumbnail erkennbar sein

Wer in den sozialen Medien werbliche Beiträge veröffentlicht, muss diese bereits im Vorschaubild des Beitrags im sog. Grid als Werbung kennzeichnen. Die bloße Kennzeichnung in der Caption genügt dem LG Köln nicht.

Kein Gin ohne Promille
Alkoholfreie Spirituosenalternativen

Kein Gin ohne Promille

Alkoholfreie Spirituosen boomen, rechtlich bleibt die Branche aber auf dünnem Eis. Das LG Potsdam untersagte einem Händler die Vermarktung eines "Virgin Gin" und rügte fehlende Pflichtangaben. Bei der Pfandpflicht machte es dagegen eine Ausnahme.

Neues Verfahren um Mogelvorwurf
Verbraucherzentrale gegen Milka

Neues Verfahren um Mogelvorwurf

Weniger Schokolade, fast gleiche Verpackung: Warum der Streit um die Milka-Tafel in die nächste Runde geht.

Montage erfordert Eintragung in die Handwerksrolle
Photovoltaikanlagen

Montage erfordert Eintragung in die Handwerksrolle

Wer Solaranlagen plant, installiert und wartet, braucht einen Eintrag in der Handwerksrolle. Das hat das OLG Koblenz in einer offenbar ersten obergerichtlichen Entscheidung klargestellt.

Auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch kommt es an
Materialangaben auf Adventskalender mit Erotik-Artikeln

Auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch kommt es an

Ein Adventskalender mit Erotik-Artikeln, doch ohne Angabe des Materials, das sich im Kern der "Spielzeuge" unter der Silikonschicht verbirgt: Das LG Flensburg hält das für unproblematisch.

Lidl verliert vor Gericht
Irreführende Joghurt-Werbung

Lidl verliert vor Gericht

Fetter Rabatt auf einen Sahnejoghurt: Damit warb Lidl in einem Prospekt. Doch das LG Heilbronn sieht darin eine Täuschung. Um welchen Kniff ging es?

Was drin ist, muss auch draufstehen
AI-Washing und Transparenzpflichten

Was drin ist, muss auch draufstehen

Manche werben mit KI, obwohl das nicht stimmt. Andere wollen es umgekehrt geheim halten, wenn KI im Spiel ist. Wo "AI-Washing" zum Problem wird und welche Transparenzpflichten gelten, erklären Greta Bockholdt und Nico Kuhlmann.

Warum bald fast alles zum Deep-Fake werden kann
KI-Inhalte kennzeichnen

Warum bald fast alles zum Deep-Fake werden kann

Die EU-Kommission hat einen Entwurf zur Kennzeichnung von KI-Einsatz vorgelegt. Für alle, die KI beruflich nutzen, ist das der erste konkrete Anhaltspunkt, was die Kommission verlangt. Und vor allem: von wem sie es verlangt, zeigt Tobias Voßberg.

Sammelklage gegen Amazon droht zu scheitern
Werbespots im Pay-TV

Sammelklage gegen Amazon droht zu scheitern

Zuschauer zahlen für Pay-TV, um sich Reklame zu ersparen. Amazon jedoch schickt Prime-Video-Kunden trotzdem Werbespots auf die Bildschirme. Eine Sammelklage droht zunächst einmal zu scheitern.

Erfolg für Penny im Rabatt-Streit
Keine unzulässige Werbung mit UVP

Erfolg für Penny im Rabatt-Streit

Im Rechtsstreit um einen Werbeprospekt kassierte der Discounter Penny zunächst eine Niederlage. In zweiter Instanz kommen die Richterinnen und Richter des OLG Köln jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend
Weniger Inhalt, gleiches Aussehen

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend

Neue Milka‑Schokoladentafeln wiegen weniger, sehen aber fast aus wie früher – ist das fair? Verbraucherschützer klagen, das Gericht gibt ihnen nun Recht. Konkret ändern wird sich zunächst aber wenig.

"Dr. Rick" und "Dr. Nick" haften für ihren Chatbot
Falsche Facharzttitel

"Dr. Rick" und "Dr. Nick" haften für ihren Chatbot

Ein KI-Chatbot versprach auf der Website der Schönheitsklinik Aesthetify nichtexistierende Facharzttitel. Das OLG Hamm hat nun entschieden, dass das Unternehmen dafür haftet – selbst wenn es den Bot mit korrekten Daten gefüttert haben sollte.

Interessenverband scheitert an neuem Gesetz gegen Abmahnmissbrauch
Verbandsklagebefugnis verloren

Interessenverband scheitert an neuem Gesetz gegen Abmahnmissbrauch

Eine Gesetzesänderung zur Eindämmung des Abmahnmissbrauchs wurde einem Interessenverband deutscher Online-Unternehmen zum Verhängnis: Er ist nicht mehr verbandsklagebefugt – zumindest laut OVG Münster.

Das Ende der "Top-Anwälte"?
Streit um Focus-Ärztesiegel

Das Ende der "Top-Anwälte"?

Der BGH verhandelt am Donnerstag über eine Klage der Wettbewerbszentrale gegen die bekannten Focus-Ärzte-Siegel. Es geht um Objektivität, redaktionelle Unabhängigkeit und auch um Geld. Warum die Entscheidung aus Karlsruhe auch für Deutschlands Anwälte bedeutsam werden könnte, erklärt Martin W. Huff.

Ergonomie-Gütesiegel verspricht nicht mehr, als es hält
Streit um Kopfkissen

Ergonomie-Gütesiegel verspricht nicht mehr, als es hält

Ein Ergonomie-Gütesiegel ist kein Wettbewerbsverstoß, solange das Prüfverfahren transparent ist. Das OLG Köln stellt klar: Ergonomie verspreche eine gewisse Optimierung des Produkts, aber noch keine orthopädischen Wunder.

Designklassiker USM-Haller hofft auf den BGH
Urheberschutz für Büromöbel

Designklassiker USM-Haller hofft auf den BGH

Vor Gericht kämpft USM um Urheberschutz für sein bekanntes Möbelsystem. Nach einem Schlenker über den EuGH liegt das Verfahren wieder in Karlsruhe. Dort wird es wohl noch nicht enden.

Matratzenverkäufer haftet für falsche Streichpreise
Irreführender Rabatt

Matratzenverkäufer haftet für falsche Streichpreise

Werbung mit falschen Streichpreisen ist ein Wettbewerbsverstoß, auch wenn der wahre frühere Preis im Kaufprozess noch klargestellt wird. Nach einer Anzeige durch einen Konkurrenten haftet ein Online-Matratzenhändler deshalb auf Unterlassung und Ersatz der Abmahnkosten.

Alkoholfreier Rum darf nicht mit "This is not Rum" werben
Korrekt, aber nicht legal

Alkoholfreier Rum darf nicht mit "This is not Rum" werben

Wenn dem Rum der Alkohol fehlt, ist es kein Rum mehr. Dem würden wohl kaum jemand widersprechen. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Hersteller solch ein Getränk mit "This is not Rum" bewerben dürfte. Für das OLG Hamburg ist das eine unzulässige Anspielung auf geschützte Spirituosen.

Saft hat dennoch keine "Immunkraft"
Reich an Vitamin C

Saft hat dennoch keine "Immunkraft"

Ein Saft darf nicht mit der Bezeichnung Immunkraft beworben werden. Laut OLG Celle handelt es sich um eine unzulässige gesundheitsbezogene Angabe. Wie viel Vitamin C das Getränk enthält, bleibt dabei völlig irrelevant.

Unzulässige Heilmittelwerbung
Behandlungen mit Cannabis vermittelt

Unzulässige Heilmittelwerbung

Kann der Betreiber einer Internetseite, die ärztliche Behandlungen vermittelt, gegen das Heilmittelwerberecht verstoßen? Ja, sagt der BGH, wenn es um Behandlungen geht, die sich auf ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel wie medizinisches Cannabis beschränken. 

Dual Use für E-Zigaretten? Liquid kann Beipackzettel erfordern

Dual Use für E-Zigaretten? Liquid kann Beipackzettel erfordern

Ein Versandhandel bezeichnete eine verkaufte Flüssigkeit als Lebensmittel, das allerdings auch als Liquid zur Befüllung von E-Zigaretten genutzt werden kann. Dadurch sparte er sich die Kennzeichnung als Tabakerzeugnis. Der BGH meldete Zweifel an.

Wer die Werbung schaltet, ist verantwortlich
Google Ads auf Kleinanzeigen

Wer die Werbung schaltet, ist verantwortlich

Von den fehlerhaften Energieeffizienzangaben seiner beworbenen Großgeräte wollte ein Online-Versandhändler nichts wissen – aus seiner Sicht hatte er die Details den Experten bei Google Ads überlassen. So einfach kann er die Verantwortung aber nicht abgeben, meint der BGH.