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Anwaltschaft

Wissenswertes für Anwältinnen und Anwälte in Kanzleien und Unternehmen

Referendare können viel, signieren aber nicht
Wiedereinsetzung

Referendare können viel, signieren aber nicht

Für eine Wiedereinsetzung trug ein Rechtsanwalt vor, dass sein stets zuverlässiger Rechtsreferendar erstmalig eine Berufungsbegründung nicht versandt hatte. Doch dem OLG München kam es darauf nicht an – es wollte wissen, ob der Schriftsatz elektronisch signiert war.

Wie das Gefühl über Vergleiche entscheidet
Von Recht und Gerechtigkeit

Wie das Gefühl über Vergleiche entscheidet

Wenn die Gegenseite plötzlich Maximalforderungen aufstellt und die Vergleichsverhandlungen zu scheitern drohen, hilft Verstehen oft mehr als Konfrontation, schreibt Anika Uhlemann: Was treibt die andere Seite wirklich an?

BRAK stellt Aktenviewer bereit
Elektronische Gerichtsakten

BRAK stellt Aktenviewer bereit

Elektronische Gerichts- und Behördenakten sind für Anwältinnen und Anwälte oft schwierig zu nutzen. Das soll sich mit "Akte kompakt", einem von der BRAK im beA-Portal bereitgestellten Werkzeug, nun ändern.

Gericht kann Hinweispflicht auf falsche Klageeinreichung treffen
EGVP statt beA

Gericht kann Hinweispflicht auf falsche Klageeinreichung treffen

Eine Klage erreicht das FG auf einem unzulässigen Übermittlungsweg. Ein Richter bestätigt den Eingang und fordert zur Klagebegründung auf, hält es aber nicht für nötig, den Anwalt auf die fehlerhafte Übermittlung hinzuweisen. Der BFH gewährt Wiedereinsetzung.

Neue Gefahr für anwaltliche Sammelanderkonten
EU-Geldwäschepaket

Neue Gefahr für anwaltliche Sammelanderkonten

Neue Vorgaben der europäischen Anti-Geldwäschebehörde AMLA könnten einen mühsam ausgehandelten Kompromiss zum Erhalt anwaltlicher Sammelanderkonten zunichtemachen. Die BRAK bat zwei Ministerien, sich im Interesse der Anwaltschaft einzuschalten.

Selbsternannter Menschenrechtsverteidiger hat keine Vertretungsbefugnis
Prozess vor dem Sozialgericht

Selbsternannter Menschenrechtsverteidiger hat keine Vertretungsbefugnis

Dem Ingenieur ist zwar redensartlich nichts zu schwör, aber wer andere vor deutschen Sozialgerichten vertreten darf, ist ihm Gesetz genau festgehalten. Und Ingenieure sind nun mal nicht genannt, auch wenn sie sich selber als Menschenrechtsverteidiger bezeichnen.

Anwälte liefern Autokraten ihr Handwerkszeug
Rechtsstaat weltweit in Gefahr

Anwälte liefern Autokraten ihr Handwerkszeug

Rechtsstaat, Anwaltschaft und Demokratie geraten weltweit unter Druck – das ist das ernüchternde Fazit der jüngsten Tagung der International Association of Legal Ethics. Doch Juristen machten sich mitunter auch zu Gehilfen des Unrechts.

Noch mehr aus der Anwaltschaft

DAV ehrt Petra Heinicke und Philip Worthington
Ehrenzeichen der Anwaltschaft

DAV ehrt Petra Heinicke und Philip Worthington

Mit dem Ehrenzeichen der Anwaltschaft würdigt der DAV herausragende anwaltliche Leistungen. 2026 erhalten die Auszeichnung Petra Heinicke und Philip Worthington – Heinicke für ihr jahrzehntelanges Engagement im DAV und Worthington für seinen Einsatz an Europas Außengrenzen.

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt
Versorgungsausgleich

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt

Wer im Versorgungsausgleichsverfahren erforderliche Unterlagen nicht beibringt, riskiert ein Zwangsgeld. Ob gegen einen solchen Beschluss auch ohne Anwalt vorgegangen werden kann, ist umstritten. Das OLG Nürnberg hat nun Stellung bezogen.

"Das ziehen wir jetzt durch" geht nicht
BGH zur Anwaltshaftung

"Das ziehen wir jetzt durch" geht nicht

Wenn sich im Laufe eines Verfahrens die Aussichten des Mandanten verschlechtern, muss der Anwalt ihn hierüber aufklären – auch dann, wenn die Rechtsschutzversicherung zahlt, so der BGH. Martin W. Huff hat die Details über die Haftungsfalle.

Wer seine Adresse nicht aktualisiert, kriegt keine Post
Anwalt gegen Versorgungswerk

Wer seine Adresse nicht aktualisiert, kriegt keine Post

Wer seine Adresse nicht aktualisiert, kann sich später nicht auf fehlende Post berufen. Das hat der VGH Mannheim einem Rechtsanwalt ins Stammbuch geschrieben, der vom Versorgungswerk mehrere tausend Euro zurückhaben wollte – und dabei über seine eigene Postorganisation stolperte.

Anwältin muss ihre geistige Gesundheit prüfen lassen
BGH zu verhaltensauffälliger Advokatin

Anwältin muss ihre geistige Gesundheit prüfen lassen

Sie ignorierte rechtskräftige Urteile, legte Rechtsmittel gegen den Willen von Mandanten ein, verfasste Schriftsätze, die für Gerichte nicht mehr nachvollziehbar waren: genug Anhaltspunkte, damit die Anwaltskammer ein Gutachten anfordern durfte, entschied der BGH.

Gericht verhandelt trotz AU einer Anwältin
Verlegungsantrag abgelehnt

Gericht verhandelt trotz AU einer Anwältin

Legt eine Anwältin rechtzeitig eine Krankmeldung vor, darf ein Gericht nicht einfach darüber hinweggehen. Wegen der Verletzung rechtlichen Gehörs gab das OVG Greifswald einem Asylbewerber eine neue Chance.

Continental fordert 130 Millionen Euro von Noerr
Vom eigenen Mandanten verklagt

Continental fordert 130 Millionen Euro von Noerr

Die stattliche Summe, die der Autozulieferer Continental von seiner früheren Kanzlei verlangt, soll der Schaden sein, den die Kanzlei dem Unternehmen zugefügt habe. Der Vorwurf: mehrfache Falschberatung in der Diesel-Affäre.

Gericht rügt Anwältin für "fantasierte" Fundstelle
KI-Rüffel vom KG

Gericht rügt Anwältin für "fantasierte" Fundstelle

Eine Anwältin musste sich in einem Familienrechtsstreit einen Rüffel vom Gericht gefallen lassen, weil sie offenbar einen KI-generierten Schriftsatz mit falschen Zitaten eingereicht hatte. Ihr Rechtsmittel hatte somit auch keinen Erfolg.

Das Gericht ist nicht zur Anwaltssuche da
Beiordnung eines Notanwalts

Das Gericht ist nicht zur Anwaltssuche da

Wer partout keinen Anwalt findet, bekommt einen gestellt – eigentlich. Doch was, wenn die RVG-Gebühren das Hindernis sind – und die Suche halbherzig blieb? Der VGH München winkte ab.

Alkoholisierter britischer Anwalt muss Strafe zahlen
Zusammenbruch vor Gericht

Alkoholisierter britischer Anwalt muss Strafe zahlen

In England erscheint ein Rechtsanwalt betrunken vor Gericht – und bricht dort zusammen. Jetzt ist er zu einer Geldstrafe von 1.000 britischen Pfund verurteilt worden.