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Rechtsprechung

Täglich aktuelle Urteile von A wie Arbeitsrecht über S wie Strafrecht bis Z wie Zivilprozessrecht

Vergewaltigungen nach Narkose waren "frauenverachtend und monströs"
8 Jahre Haft für Studenten

Vergewaltigungen nach Narkose waren "frauenverachtend und monströs"

Ein Mann, der seine Freundin mit Narkosemitteln betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt hat, muss dafür elf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das LG München I verurteilte den 28 Jahre alten Studenten aus China unter anderem wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung.

Zementhersteller Lafarge muss Millionensumme zahlen
Terror in Syrien finanziert

Zementhersteller Lafarge muss Millionensumme zahlen

Der französische Zementhersteller Lafarge ist wegen seiner Syrien-Geschäfte nach Beginn des dortigen Bürgerkriegs der Terrorfinanzierung schuldig gesprochen worden. Der Konzern müsse eine Geldstrafe in Höhe von gut einer Million Euro zahlen, urteilte ein Pariser Gericht.

Trump scheitert mit Klage gegen "Wall Street Journal"
Glückwunschschreiben an Epstein

Trump scheitert mit Klage gegen "Wall Street Journal"

Das Wall Street Journal berichtet über ein angebliches Glückwunschschreiben von Donald Trump an Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der US-Präsident ist nicht erfreut und klagt – bislang erfolglos.

Russlands früherer Vizeverteidigungsminister verurteilt
19 Jahre Haft für Pawel Popow

Russlands früherer Vizeverteidigungsminister verurteilt

Ein russisches Gericht verurteilt den früheren Vizeverteidigungsminister Pawel Popow wegen Korruptionsvorwürfen. Er galt als Vertrauter von Ex-Verteidigungsministers Schoigu, der ungeschoren bleibt.

Ohne Erlaubnis nach dem RDG angreifbar
Google-Bewertungsdienste

Ohne Erlaubnis nach dem RDG angreifbar

Ein Unternehmen bietet an, gegen missliebige Google-Bewertungen vorzugehen. Es verfügt über keine Erlaubnis nach dem RDG. Eine Kanzlei kritisiert das Angebot auf ihrer Homepage als unausführbar. Das darf sie, sagt das OLG Frankfurt a.M.

Kein Antisemitismus, aber die Freiheitsstrafe ohne Bewährung bleibt
Angriff auf Lahav Shapira

Kein Antisemitismus, aber die Freiheitsstrafe ohne Bewährung bleibt

Ein jüdischer Student wird in Berlin brutal zusammengeschlagen. Der Täter bestreitet ein antisemitisches Motiv. Das Berufungsgericht LG Berlin entschied in dem Punkt anders als die Vorinstanz.

"Nakba75" wäre zu gefährlich gewesen
Versammlungsverbot in Berlin

"Nakba75" wäre zu gefährlich gewesen

Zum 75. Jahrestag der sogenannten Nakba untersagte die Berliner Polizei den Umzug einer pro-palästinensischen Demonstration. Das VG Berlin bestätigte das Verbot nun auch im Hauptverfahren: Grund seien vor allem gewaltsame Ausschreitungen in den Vorjahren.

Noch mehr Rechtsprechung

Hast du das eigenständig erarbeitet?
KI in der Uni-Prüfung

Hast du das eigenständig erarbeitet?

Wann und wie dürfen Studentinnen und Studenten in der Prüfung KI einsetzen? Die Frage beschäftigt immer öfter auch die Justiz, jüngst das VG Kassel in zwei Urteilen. Sibylle Schwarz erklärt, wo das Gericht die Grenze zieht.

Mr. Cum-Ex muss in Haft bleiben
Hanno Berger

Mr. Cum-Ex muss in Haft bleiben

Er galt als "Mister Cum-Ex" und verdiente mit den illegalen Steuerdeals Millionen. Seit vier Jahren sitzt Hanno Berger hinter Gittern - dort wird er nach einem Kölner Gerichtsbeschluss auch bleiben.

Behörde als Gegner? Trotzdem ab zum Zivilgericht
Klage auf DS-GVO-Schadensersatz

Behörde als Gegner? Trotzdem ab zum Zivilgericht

Wer wegen Datenschutzverstößen Geld will, muss vor die Zivilgerichte – auch wenn die Gegenseite eine Behörde ist. Das VG Düsseldorf schiebt dem Weg über die Verwaltungsgerichte einen Riegel vor.

VerfGH Österreich kippt Regelung: Wenn, dann für alle
Beschlagnahme von Raserfahrzeugen

VerfGH Österreich kippt Regelung: Wenn, dann für alle

Die Beschlagnahme von Raserfahrzeugen ist in Österreich zwar grundsätzlich verfassungsgemäß, aber sie muss für alle Fahrzeuge gelten. Das Österreichische Verfassungsgericht hat die bisherige Regelung gekippt, weil sie Ausnahmen etwa für Leasingfahrzeuge vorsieht.

Auch Musik-Aggregator muss zahlen
Künstlersozialabgabe

Auch Musik-Aggregator muss zahlen

Ein Unternehmen vermittelt zwischengeschaltet künstlerische Werke an Streaming-Portale und will dafür keine Künstlersozialabgaben zahlen. Das LSG Berlin-Brandenburg findet: Auch Aggregatoren sind Teil der künstlerischen Verwertungskette – und damit abgabepflichtig im Sinne des KSVG.

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden
Versicherung für Akku-Brand

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden

Wer mit einem E-Bike einen leichten Sturz hinlegt, muss nicht damit rechnen, dass dadurch der Akku so beschädigt wurde, dass er in Flammen aufgehen könnte. Das OLG Oldenburg hielt einen Brand, der auf einen Carport übergriff, nicht für vorhersehbar.

Versicherter Erdrutsch muss sichtbar sein
Risse reichen nicht

Versicherter Erdrutsch muss sichtbar sein

Wer sein Wohngebäude gegen einen "Erdrutsch" versichert, muss gerade das Verrutschen der Erde mit eigenen Augen sehen können. Risse am Gebäude, die auf ein langsames Abgleiten der Erde hindeuten, reichen dem OLG Hamm noch nicht.

Unfallversicherung zahlt nicht, auch ohne Wettkampf
Trainingsfahrten bei den Track Days

Unfallversicherung zahlt nicht, auch ohne Wettkampf

Bei sogenannten "Trainings- und Übungsfahrten" eines Motorsport-Events kam es zu einem Unfall, den eine Versicherung nicht decken wollte. Das OLG Hamm hatte zu entscheiden: Brauchte es hier ein Rennen im klassischen Sinne? Oder reicht es, dass die Teilnehmer ihre "Limits" austesten wollten?

Drogenlieferantin muss nach Matthew Perrys Tod ins Gefängnis
15 Jahre Haft für "Ketamin-Königin"

Drogenlieferantin muss nach Matthew Perrys Tod ins Gefängnis

2023 wurde "Friends"-Star Matthew Perry mit einem Narkosemittel in seinem Blut tot aufgefunden. Eine Drogenlieferantin hatte ihn mit Ketamin versorgt. Jetzt muss sie dafür lange ins Gefängnis.

Kein Hebel für mehr Kinderschutz
Abgelehnte familiengerichtliche Maßnahmen

Kein Hebel für mehr Kinderschutz

Ein Vater sah sein Kind gefährdet – und wollte den Staat zum Eingreifen zwingen. Doch die Gerichte sahen keine Kindeswohlgefährdung. Durfte er das angreifen? Der BGH zog eine klare Grenze.