Ex-Manager scheitern mit Millionenklage gegen VW

Zitiervorschlag
Ex-Manager scheitern mit Millionenklage gegen VW. beck-aktuell, 29.05.2026 (abgerufen am: 29.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/198941)
Zwei Ex-Manager forderten 7,5 Millionen Euro von VW - sie fühlen sich nach internen Hinweisen auf Missstände kaltgestellt. Vor Gericht haben sie aber keinen Erfolg.
VW muss zwei Mitarbeitern, die sich nach Hinweisen auf Missstände benachteiligt fühlten, keinen Schadenersatz zahlen. Die Klagen der beiden wurden vom LAG Niedersachsen auch in zweiter Instanz zurückgewiesen (Urteile vom 29. Mai 2026, Az. 17 SLa 618/25 und 17 SLa 619/25). Laut Gericht verlangen die beiden zusammen 7,5 Millionen Euro von ihrem Arbeitgeber. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision zum BAG wurde zugelassen.
Die beiden hätten nicht hinreichend darlegen können, dass ihnen tatsächlich eine Beförderung zugestanden hätte und zu Unrecht verwehrt worden sei, sagte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsverkündung. Außerdem unterfielen die internen Mitteilungen der Kläger bereits nicht dem Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG), da sie vor dessen Inkrafttreten erfolgt seien. Schließlich fehle es auch an einem kausalen Schaden der beiden Arbeitgeber.
Hinweise auf vermeintliche Missstände
Die beiden Mitglieder des oberen Managementkreises von VW fühlten sich unter Druck gesetzt und benachteiligt, nachdem sie erst intern und später auch extern über vermeintliche Regelverstöße berichtet hatten. Laut Gericht ging es dabei um möglicherweise gesundheitsgefährdende Schadstoffe in Hochdächern zweier Modelle von VW Nutzfahrzeugen. Die VW-Manager berufen sich auf § 37 Abs. 1 HinSchG und forderten von VW Schadenersatz und Schmerzensgeld.
VW begrüßte das Urteil. Das Unternehmen fühle sich in seiner Ansicht bestätigt. Das Vorgehen der Kläger sei "im Hinblick auf das Hinweisgeberschutzgesetz zumindest zweifelhaft, wenn nicht gar rechtsmissbräuchlich", sagte ein Vertreter der VW-Rechtsabteilung direkt nach der Urteilsverkündung im Gesichtssaal. "Insofern begrüßen wir die Entscheidung."
Volkswagen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Es habe zu keinem Zeitpunkt Repressalien gegeben, hieß es. Und es habe auch keine Gesundheitsgefahr durch Ausdünstungen aus den monierten Bauteilen gegeben. VW hat den beiden Managern inzwischen gekündigt. Auch dagegen wehren sich die beiden vor Gericht.
- Redaktion beck-aktuell, sst
- mit Material der dpa
- LAG Niedersachsen
- Urteil vom 29.05.2026
- 17 SLa 618/25, 17 SLa 619/25
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Ex-Manager scheitern mit Millionenklage gegen VW. beck-aktuell, 29.05.2026 (abgerufen am: 29.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/198941)



