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Fall abgeschlossen, Ausgang offen
Ein Mann bestellt ein Mietauto auf seinem Handy
BGH zur Rückkehrpflicht für Uber-Wagen

Fall abgeschlossen, Ausgang offen

Der BGH hat keine hinreichenden verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Rückkehrpflicht für Uber-Fahrzeuge. Warum eine über 30 Jahre alte BVerfG-Entscheidung damit maßgeblich bleibt, Uber und seine Partnerunternehmen aber trotzdem weiter hoffen dürfen, erklärt Philip Weyand.

Pensionierte Studienrätin muss 18 Euro Fahrtkosten selbst tragen
Unter einem Formblatt "Reisekostenabrechnung" liegen mehrere Geldscheine, darauf ein Kuli.
Gesundheitsprüfung beim Amtsarzt

Pensionierte Studienrätin muss 18 Euro Fahrtkosten selbst tragen

18 Euro für die Fahrt zum Amtsarzt – darüber stritt eine vorzeitig pensionierte Lehrerin bis vor das BVerwG. Auch die Fürsorgepflicht half ihr nicht weiter: Einmalig knapp 20 Euro sind noch keine unzumutbare Belastung.

Zehn Unterschriften und kein Wahlaufruf
Im Vordergrund steht eine blaue Wahlurne. In einen Schlitz auf der Oberseite wirft eine Frau in einem Blazer, von der nur der Bereich von Bauch bis Schulter zu sehen ist, einen weißen Umschlag ein.
Wahl zum RAK-Vorstand wird fortgesetzt

Zehn Unterschriften und kein Wahlaufruf

Ein Rechtsanwalt wollte sich in den Vorstand einer lokalen Rechtsanwaltskammer wählen lassen. Er monierte, dass es ein Unterschriftenquorum gab und sein Vorstellungstext gekürzt wurde. Der Bayerische Anwaltsgerichtshof hatte mit beidem kein Problem.

Hessische AfD darf als Verdachtsfall eingestuft werden
Das Logo der AfD auf einer Broschüre.
Verfassungsschutzbericht

Hessische AfD darf als Verdachtsfall eingestuft werden

Die Einstufung der hessischen AfD als rechtsextremer Verdachtsfall ist laut einer Entscheidung des VG Wiesbaden rechtens. Der Verfassungsschutz darf die Partei beobachten, die gegen die Einsteifung aus 2022 klagte.

Bundesbeauftragte für Datenschutz fordert Transparenzgesetz
In vier zimmerhohen Schränken hängen Hängeregister mit roten Akten.
20 Jahre IFG

Bundesbeauftragte für Datenschutz fordert Transparenzgesetz

Die Bundesbeauftragte für Datenschutz findet: Die Anforderungen an transparentes staatliches Handeln wachsen. Sie fordert: die Verankerung der Informationsfreiheit im GG, die Einführung proaktiver Transparenzpflichten sowie eine Aufsicht "mit Zähnen".

BVerfG-Vize Kaufhold sieht Meinungsaustausch in Gefahr
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
Gesellschaft

BVerfG-Vize Kaufhold sieht Meinungsaustausch in Gefahr

Die neue Vizepräsidentin des BVerfG Ann-Katrin Kaufhold warnt: Der Austausch von Meinungen gerät ins Stocken. Welche Gründe sie sieht und welche Rolle der Schutz von Minderheiten für sie spielt.

Forscherin darf Mondstaub nicht behalten
Nahaufnahme des Mondes, obere Halbklugel
Rückgabe angeordnet

Forscherin darf Mondstaub nicht behalten

Drei Jahrzehnte bewahrte eine Forscherin Mondstaub zuhause auf, der eigentlich einer staatlichen Forschungseinrichtung zustand. Nun sollte das kostbare Gut wohl verhökert werden - und der Fall flog auf.

Nicht jedes Verwenden ist ein Verbreiten
Ein iPhone, über dessen Bildschirm der Schriftzug "WhatsApp" und das Logo der Firma prangt.
Verfassungsfeindliche Kennzeichen

Nicht jedes Verwenden ist ein Verbreiten

Ein Hitler-Video im WhatsApp-Status kann straflos bleiben. Entscheidend ist, wie groß der Empfängerkreis ist – und ob der Inhalt überhaupt "verbreitet" wird, sagt das OLG Zweibrücken.

"Ausländer raus" reicht nicht
Zwei Männer in Blaumännern stehen in einer Werkstatt und streiten.
Keine fristlose Kündigung

"Ausländer raus" reicht nicht

Weil er während einer Nachtschicht die Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gerufen hat, kündigte ein Kfz-Werk einem angestellten Mechaniker. Ohne eine vorherige Abmahnung gehe das jedoch nicht, so das LAG Bremen.

Facebook-Marketplace ist doch kein Torwächter
Hand hält Handy mit Meta-Logo auf dem Display, im Hintergrund ist verschwommen der Facebook-Schriftzug zu sehen.
DMA-Einstufung von Meta-Diensten

Facebook-Marketplace ist doch kein Torwächter

Nachdem die EU-Kommission mehrere Dienste des Internetriesen Meta als Torwächter im Sinne des Gesetzes über digitale Märkte eingestuft hatte, kassiert das EuG die Entscheidung nun teilweise: Beim Facebook-Marketplace sei die Begründung zu dünn gewesen.

24 Examensklausuren in der Post verloren
JPA Hessen

24 Examensklausuren in der Post verloren

In Hessen sind 24 Zivilrechtsklausuren aus der Februarkampagne des ersten Staatsexamens verlorengegangen. Der Grund: Das JPA Hessen versendete die Klausuren an einen Korrektor, der zwischenzeitlich umgezogen war.

Französisch, Spanisch, Türkisch – oder lieber Japanisch?
Fremdsprachenerwerb im Jurastudium

Französisch, Spanisch, Türkisch – oder lieber Japanisch?

"Die Gerichtssprache ist Deutsch" und reicht deswegen im Berufsalltag aus? Eher nicht, schreibt Sabine Meuter. Wer international denken, Mandanten weltweit beraten und Karrierechancen nutzen will, braucht mehr. Warum sich zusätzliche Sprachen lohnen – und wie du sie clever ins Studium integrierst.

Diplomjuristin nicht für Masterstudiengang zuzulassen
"Ausreichend" nicht ausreichend

Diplomjuristin nicht für Masterstudiengang zuzulassen

Mit 5,28 Punkten im Ersten Staatsexamen wurde eine Bewerberin nicht für den MPA-Studiengang der HS Bund zugelassen. Zu Recht, wie das VG Köln nun entschied: Die vorgesehene Mindestnote "befriedigend" gelte für alle – auch für Diplomjuristinnen und -juristen.

zwei Schweine
Fall der Woche Öffentliches Recht

Veröffentlichung eines behördlichen Warentests zu Ebersperma verletzt Berufsfreiheit

Die amtliche Information der Öffentlichkeit in Form eines Warentests hat eine mittelbar-faktische Wirkung, die einem Eingriff in die Berufsfreiheit entspricht.

Zuschauerin musste Davidstern ablegen
Davidstern-Kette auf blauem Hintergrund
Bei Prozess über Hausverbot für Juden

Zuschauerin musste Davidstern ablegen

Vor Beginn einer Strafverhandlung über einen antisemitischen Vorfall wird eine Zuschauerin, die einen Davidstern trägt, aufgefordert, ihre Kette abzulegen. Zwei Tage später räumen das OLG Schleswig-Holstein und das LG Flensburg eine interne Kommunikationspanne ein.

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt
Ein Mann im Talar und einem roten Gesetzbuch unterält sich mit einer Frau.
Versorgungsausgleich

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt

Wer im Versorgungsausgleichsverfahren erforderliche Unterlagen nicht beibringt, riskiert ein Zwangsgeld. Ob gegen einen solchen Beschluss auch ohne Anwalt vorgegangen werden kann, ist umstritten. Das OLG Nürnberg hat nun Stellung bezogen.

Diese Woche wichtig

"Das ziehen wir jetzt durch" geht nicht
Zwei Personen an einem Tisch beim Studieren von Dokumenten
BGH zur Anwaltshaftung

"Das ziehen wir jetzt durch" geht nicht

Wenn sich im Laufe eines Verfahrens die Aussichten des Mandanten verschlechtern, muss der Anwalt ihn hierüber aufklären – auch dann, wenn die Rechtsschutzversicherung zahlt, so der BGH. Martin W. Huff hat die Details über die Haftungsfalle.

Examens-Traumata bremsen die KI-Reform!
Mehrere Menschen warten, auf Stühlen sitzend, in einer Reihe.
Der Anekdoten-Reflex

Examens-Traumata bremsen die KI-Reform!

Dass die Juristenausbildung reformbedürftig ist, ist beschlossene Sache. Doch in der Diskussion taucht trotzdem immer wieder ein Muster auf, das den Wandel ausbremst: Statt über zukünftige Kompetenzen wird über das eigene Examen gesprochen. Wieso das misslich ist, zeigt Marc Ohrendorf.

(Kein) vol­ler Ein­satz auf der Rich­ter­bank
In einem Gerichtssaal mit Holzfußboden und Wandvertäfelung hinter der Richterbank sind vor der Richterbank links und rechts Tische für die Parteien und in der Mitte einer für einen Zeugen zu sehen. Die rechts Wand ist weiß getüncht und hat drei große Fenster.
Frühverrentung zulässig

(Kein) vol­ler Ein­satz auf der Rich­ter­bank

Ob es nun Wahnvorstellungen oder orthopädische Probleme waren, konnte offen bleiben. Weigert sich ein über Jahre immer wieder sehr lang dienstunfähiger Richter, sich amtsärztlich untersuchen zu lassen, muss er mit Konsequenzen rechnen.

Als "höhere Tochter" langweilte sie sich nur
Erste promovierte Juristin Deutschlands

Als "höhere Tochter" langweilte sie sich nur

Anita Augspurg hat Emanzipationsgeschichte geschrieben. Zum Verfassungstag am 23. Mai wird nun die Berliner Kluckstraße nach ihr benannt. Sebastian Felz erinnert an die erste deutsche Doktorin der Rechtswissenschaften und ihr bemerkenswertes Leben.

#97: Kinofilm "Nürnberg" - NS-Verbrechen und die Gegenwart
Gerechtigkeit und Loseblatt

#97: Kinofilm "Nürnberg" - NS-Verbrechen und die Gegenwart

Ein neuer Hollywood‑Film greift mit Star‑Besetzung die Nürnberger Prozesse auf – und stößt eine alte Debatte an: Wie geht die Justiz mit Menschlichkeitsverbrechen um? Diese und mehr Fragen haben wir Christoph Safferling in einer Sonderfolge gestellt.

NJW
NJW

Neues aus der NJW

„Reden ist Gold“
Zwei Personen, die sich unterhalten.
Interview

„Reden ist Gold“

Thomas Hauburger ist Oberstaatsanwalt in Gießen und leitet dort die Abteilung für Kapital­delikte und allgemeine Strafsachen. Die tagtägliche Konfrontation mit schwersten Gewaltverbrechen kann auch für den erfahrensten Ermittler zu einer psychischen Belastung werden, berichtet er uns.

Die Jura-Termine der 24. Kalenderwoche
Techniker installiert Satellitenantenne auf Hausdach
Agenda

Die Jura-Termine der 24. Kalenderwoche

Vermieter dürfen Kosten für Fernseh-Verteilernetze kaum noch auf Mieter abwälzen – ein Fall fürs BVerG. Um Klimageräte in Eigentumswohnungen und Schufa-Gebühren geht es vorm BGH, am BVerwG ums Zeugnisverweigerungsrecht des Bundespräsidenten.

Angriff auf den heiligen Gral?
Schatzsuche bei den Banken: Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld
Strafbefreiende Selbstanzeige

Angriff auf den heiligen Gral?

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die strafbefreiende Selbstanzeige gemäß § 371 AO einschränken. Oberhalb bestimmter Schwellenwerte soll sie nur noch strafmildernd statt strafbefreiend wirken. Doch eine weitere Gerechtigkeitslücke bleibt bestehen.

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