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Verbraucherzentrale gegen Milka

Neues Verfahren um Mogelvorwurf

verschiedene Milkaschokolade-Tafeln auf einem Haufen
© Mickis Fotowelt / Adobe Stock

Weniger Schokolade, fast gleiche Verpackung: Warum der Streit um die Milka-Tafel in die nächste Runde geht.

Das Verfahren um die Milka-Schokoladentafel wird neu verhandelt. Der Hersteller Mondelez legte Berufung gegen ein Urteil des LG Bremen ein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zuerst hatte die Lebensmittelzeitung berichtet. Nun wird sich das Hanseatische OLG in Bremen mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei der Tafel um eine Mogelpackung handelte oder nicht.

Viele Milka-Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hat sich jedoch kaum was geändert. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte, dass Kundinnen und Kunden in die Irre geführt würden und klagte wegen unlauteren Wettbewerbs. Der Hersteller Mondelez mit Sitz in Bremen wehrte sich: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel.

Das LG gab der Verbraucherzentrale Recht: Der Kunde könne im Laden kaum einen Unterschied erkennen, argumentierte der Richter. Die neue Tafel mit weniger Inhalt verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Direkte Konsequenzen hat das Urteil nicht, könnte sich aber auf künftige Fälle auswirken.

Mondelez geht trotzdem gegen die Entscheidung vor. Wann das neue Verfahren vor dem OLG beginnt, ist noch unklar.