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Alle Schlagzeilen

Mediziner muss nach Plagiats-Verschwörung 210.000 Euro zahlen
Racheakt an Münchner Rechtsmediziner

Mediziner muss nach Plagiats-Verschwörung 210.000 Euro zahlen

Ein Mediziner investiert Tausende Euro in Ghostwriter, um einen Plagiatsvorwurf gegen einen Rechtsmediziner zu inszenieren - und muss jetzt viel Geld an sein Opfer zahlen, dafür aber nicht ins Gefängnis. Was steckt hinter dem verkorksten Racheplan?

Abhör-Vorwurf wird nicht weiter untersucht
Tesla gegen Betriebsrat

Abhör-Vorwurf wird nicht weiter untersucht

Der Autobauer wirft einem Vertreter der IG Metall vor, er habe eine Betriebsratssitzung heimlich mitgeschnitten. Die Prüfung des Laptops ergibt keinen Beleg. Tesla will weitere Ermittlungen – und scheitert.

Urheberstreit bleibt beim Amtsgericht
Zuständigkeitsreform

Urheberstreit bleibt beim Amtsgericht

Ein Amtsgericht las eine reformierte Zuständigkeitsnorm wörtlich – und verwies einen Urheberrechtsstreit ans Landgericht. Das OLG Frankfurt a. M. hält dagegen: Ein neuer Gesetzeswortlaut ersetze keine saubere Gesetzesauslegung.

Brief-Übergabe sorgt für Aufregung
Block-Prozess ohne Zuschauer

Brief-Übergabe sorgt für Aufregung

Seit einem Jahr wird der Block-Prozess unter großem öffentlichem Interesse geführt. Nun müssen die Zuschauer mehrere Verhandlungstage vor der Tür bleiben. Zuvor sorgt ein Brief für Aufregung im Saal.

Er wollte nur erschrecken, nicht töten
Drahtfalle gegen Mountainbiker

Er wollte nur erschrecken, nicht töten

Ein Jäger ärgerte sich über die illegale Mountainbike-Fahrten durch ein Schutzgebiet. Er spannte Drähte über die Strecke und stand deswegen wochenlang vor Gericht. Nun gibt es eine Entscheidung des LG Heilbronn.

BVerfG stärkt Arztvorbehalt bei Eigenbluttherapien
Heilpraktikerin unterliegt

BVerfG stärkt Arztvorbehalt bei Eigenbluttherapien

Eine Heilpraktikerin wollte nichthomöopathische Eigenblutbehandlungen anbieten, das wurde ihr als Nicht-Ärztin untersagt. Das BVerfG hält den Arztvorbehalt für diese Art von Behandlungen für verfassungsgemäß und mit der Berufsfreiheit vereinbar.

Trump ruft Supreme Court an
Streit um Wählerüberprüfungen

Trump ruft Supreme Court an

In weniger als 100 Tagen wird in den USA ein neues Parlament gewählt. Für Trump ist es höchste Zeit, die gewünschten verschärften Wahlregeln durchzusetzen – dafür zieht er nun vor den Obersten Gerichtshof der USA.

Mit dem Hammer des Strafrechts
Kolumne

Mit dem Hammer des Strafrechts

Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel. Dieses als Maslows Hammer bekannte psychologische Phänomen erfasst auch die Gesetzgebung.

USA sollen polnischen Ex-Justizminister ausliefern
Wegen Korruptionsverdachts

USA sollen polnischen Ex-Justizminister ausliefern

Polen bittet die USA um die Auslieferung des früheren Justizministers Zbigniew Ziobro. Ihm werden 26 Straftaten vorgeworfen, darunter Veruntreuung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Bestenauslese
Glosse

Bestenauslese

Das ist doch mal eine gute Nachricht vom VGH Mannheim (Beschl. v. 27.4.​2026 – 4 S 328/26): Nur weil das Examensergebnis und das der Promotion so so la la waren, heißt das nicht automatisch, dass man eine wissenschaftliche Karriere getrost abschenken kann.

"Ein Gebot emotionaler Neutralität gibt es nicht“
Professionelle Distanz in der Anwaltschaft

"Ein Gebot emotionaler Neutralität gibt es nicht“

Tötungsdelikte, sexueller Missbrauch, schwerste Kränkungen: Anwältinnen und Anwälte sind in ihrem Arbeitsalltag mit viel Unheil konfrontiert – eine enorme Herausforderung. Wie Junganwältinnen und -anwälte professionelle Distanz wahren, verrät Yasmine-Lee Schwingenheuer im Interview.

Ex-BVerfG-Präsident Papier will mehr Parteien im Bundestag sehen
Absenkung der 5%-Hürde

Ex-BVerfG-Präsident Papier will mehr Parteien im Bundestag sehen

Der frühere Präsident des BVerfG Hans-Jürgen Papier fordert, die Sperrklausel bei Bundestagswahlen von 5 auf 3% abzusenken. Seine Begründung: Mehr Parteien im Parlament würden die Demokratie stärken.

"Man kann nicht allen Gefährdern eine Fußfessel anlegen"
Sicherheitsrechtler zum CSD-Anschlag

"Man kann nicht allen Gefährdern eine Fußfessel anlegen"

Nach dem Anschlag auf den CSD stellt sich erneut die Frage: Hätte man das verhindern können? Der Sicherheitsrechtler Markus Thiel spricht im Interview über den Umgang mit Gefährdern, Lücken im System und warum es keine absolute Sicherheit geben kann.

Gehalt der Ehefrau hat keinen Einfluss auf Freibetrag
Unterhaltspfändung

Gehalt der Ehefrau hat keinen Einfluss auf Freibetrag

Anders als im Sozialrecht müssen Ehegatten im Zwangsvollstreckungsrecht nicht finanziell füreinander einstehen. Das entschied der BGH für Unterhaltspfändungen. Die Pfändungsfreigrenze eines Mannes bleibe vom Gehalt seiner neuen Ehefrau unberührt.

Der erste Urlaubstag war "entwertet"
Flugänderung zu Urlaubsbeginn

Der erste Urlaubstag war "entwertet"

Ärgerlich: Der für den Morgen geplante Hinflug einer Pauschalurlauberin wurde auf den späten Nachmittag verlegt, sodass sie am Anreisetag quasi nichts mehr am Urlaubsort unternehmen konnte. Kleines Trostpflaster: Es gibt Geld zurück.

710.000 Euro waren weder Wucher noch sittenwidrig
Kauf eines Dressurpferds

710.000 Euro waren weder Wucher noch sittenwidrig

Die Inhaberin einer Reitanlage meint, einem Händler viel zu viel für ein Dressurpferd bezahlt zu haben, und stützt sich auf Wucher sowie Sittenwidrigkeit. Das Problem: Ihr Vortrag gibt für beides nichts her.

Connections zur salafistischen Szene sind Grund genug
Elektronische Fußfessel

Connections zur salafistischen Szene sind Grund genug

Ein ausreisepflichtiger Afghane sollte wegen Terrorismusverdachts eine elektronische Fußfessel tragen, doch das OLG Frankfurt stellte sich quer. Nun erklärte der BGH, dass die Schwelle für eine "erhebliche Gefahr" niedriger ist als gedacht.

Vereidigung im September wäre rechtlich unsauber
Neue Bundesminister

Vereidigung im September wäre rechtlich unsauber

Was bedeutet es, wenn Minister ihr Amt antreten, bevor sie vereidigt sind? Der Verfassungsrechtler Stefan Ulrich Pieper äußert Bedenken zur geplanten Verschiebung der Vereidigung auf den Herbst.

Warum war der Tatverdächtige auf freiem Fuß?
Anschlag auf Berliner CSD

Warum war der Tatverdächtige auf freiem Fuß?

Der nach dem CSD-Anschlag bei einem Polizeieinsatz getötete Tatverdächtige war den Behörden bekannt – und verurteilt. Weshalb war er trotzdem frei? Innenminister Dobrindt verspricht eine Prüfung.

Venezuela tritt aus IStGH aus
"Geografische Voreingenommenheit"

Venezuela tritt aus IStGH aus

"Benachteiligung des Globalen Südens" lautet der Vorwurf, mit dem Venezuela seinen Austritt aus dem Weltstrafgericht begründet. Dieses hatte gegen die Regierung in Caracas ermittelt.

IStGH-Chefankläger Khan entlassen
Affäre um Missbrauchsvorwürfe

IStGH-Chefankläger Khan entlassen

Seit zwei Jahren belastet die Affäre das Gericht mit Sitz in Den Haag schwer. Nun muss Chefankläger Khan seinen Posten räumen. Der Druck auf die Institution dürfte dennoch nicht geringer werden.

Endgültig durchgefallen – trotzdem an anderer Uni weiterstudieren?
Prüfungsrecht

Endgültig durchgefallen – trotzdem an anderer Uni weiterstudieren?

Wer an einer Hochschule endgültig durchfällt, hält das Studium meist für beendet. Tatsächlich verweigern Hochschulen häufig auch die Einschreibung an einer anderen Uni. Das OVG Bautzen setzt dieser Praxis jetzt enge Grenzen, schreibt Christian Reckling.

Wiesengrundstück dient Renaturierung statt Kohleabbau
Enteignung für Tagebau Hambach

Wiesengrundstück dient Renaturierung statt Kohleabbau

Ein Grundstück des BUND wurde 2018 enteignet, um die "Führung des Tagebaubetriebs" Hambach zu ermöglichen. Das OVG Münster hat nun entschieden, dass der Verband sein Grundstück nicht wiederbekommt, obwohl dort nun doch keine Kohle gefördert wird.

Beschäftigtenbegriff auf Expansionskurs
BSG zur Scheinselbstständigkeit

Beschäftigtenbegriff auf Expansionskurs

Selbstständig oder nicht? Die Rechtsprechung zum Beschäftigtenbegriff hat in den vergangenen Jahren erhebliche Unruhen ausgelöst. Nun legt das BSG nach, trägt aber nicht zur dringend benötigten Klarheit bei, meinen Gregor Thüsing und Simon Mantsch.

Weiter ohne Mindestpreis durch Köln
Keine Restriktionen für Uber & Co.

Weiter ohne Mindestpreis durch Köln

Mietwagenfahrten mit Fahrer können in Köln vorerst weiterhin günstig angeboten werden, ohne dass die Anbieter oder Vermittler einen Mindestpreis berücksichtigen müssten. Das hat das VG Köln in einem Eilverfahren entschieden.

Woran erkenne ich, ob Jura das Richtige ist oder ich wechseln sollte?
Kompass Karriere #8

Woran erkenne ich, ob Jura das Richtige ist oder ich wechseln sollte?

Diese Woche in der Ratgeberkolumne für (angehende) Juristinnen und Juristen: "Woran erkenne ich rechtzeitig, ob ich das Jurastudium fortsetzen oder einen Studiengangwechsel in Betracht ziehen sollte, Frau Prof. Hähnchen?"

EM-Stadionkletterer zahlt nach Mediation 7.000 Euro
Kosten für Polizeieinsatz

EM-Stadionkletterer zahlt nach Mediation 7.000 Euro

Nach seiner Klettertour beim EM-Spiel in Dortmund zahlt ein junger Mann nun 7.000 Euro an die Polizei – und verspricht, in Nordrhein-Westfalen auf kein Gebäude mehr zu steigen.

Weitere zwei Wochen auf Eis gelegt
Warner-Übernahme durch Paramount

Weitere zwei Wochen auf Eis gelegt

Die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount ist ein Mega-Deal, der nicht nur Hollywood umkrempeln könnte. Nun müssen die Unternehmen bis mindestens Mitte August eine Pause bei der Fusion einlegen.

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden
BVerfG kippt Aufnahmestopp für Afghanen

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden

Die Bundesregierung durfte gemachte Aufnahmezusagen für afghanische Flüchtlinge nicht pauschal aufheben, sagt das BVerfG. Die Betroffenen hätten Anspruch auf eine individuelle Entscheidung. Viel Hoffnungen sollten sie sich aber wohl nicht machen.

Kein Geld für Helene Fischer
Nach Fotos von Stadtbummel mit Baby

Kein Geld für Helene Fischer

Die "bewegende" Beobachtung einer bunten Zeitschrift, dass Helene Fischer nach der Geburt ihres Kindes mit diesem die Innenstadt besuche, verletzte die Sängerin in ihrem Persönlichkeitsrecht. Für eine Geldentschädigung reichte das dem BGH aber nicht.