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Block-Prozess ohne Zuschauer

Brief-Übergabe sorgt für Aufregung

Vier Menschen gehen durch einen Gang mit weiß getünchten Wänden. Drei Männer tragen Anzüge, die zweite Person von links ist eine Frau in einem quergestreiften Oberteil.
Anwalt Ingo Bott, Christina Block, Anwalt David Rieks und Gerhard Delling (v.l.n.r.) am 28. Juli im Gericht. © dpa | Marcus Brandt

Seit einem Jahr wird der Block-Prozess unter großem öffentlichem Interesse geführt. Nun müssen die Zuschauer mehrere Verhandlungstage vor der Tür bleiben. Zuvor sorgt ein Brief für Aufregung im Saal.

 Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das LG Hamburg die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Grund seien die schutzbedürftigen Interessen der Kinder und Nebenkläger, erklärte die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. Diese könnten durch Bekanntwerden von Informationen aus einem Gutachten einer jugendpsychiatrischen Sachverständigen verletzt werden.

Für Aufregung im Saal sorgte die Reaktion des Gerichts auf einen Brief, den Christina Block nach Angaben Hildebrandts an die Sachverständige Mareike Schüler-Springorum übergab. Dies sei außerhalb der Hauptverhandlung erfolgt. "Das ist der Versuch einer Verdunklungshandlung", sagte Hildebrandt. Die Strafkammer werde den Vorgang prüfen. Blocks Verteidiger Ingo Bott sprach von einem bedauerlichen Versehen seiner Mandantin.

Staatsanwalt Marvin Steinberg sagte, es gehe um eine "Versuchshandlung", seine Behörde werde aber nicht so weit gehen, einen Haftbefehl zu beantragen. Nach Angaben von Nebenklägervertreter Philip von der Meden geht es in dem auf Rumänisch verfassten Brief um die Sexualsphäre seines Mandanten, Stephan Hensel. Warum der Brief auf Rumänisch ist, war unklar. Hensel ist der Ex-Mann von Christina Block und Vater der Kinder.