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Kompass Karriere #8

Woran erkenne ich, ob Jura das Richtige ist oder ich wechseln sollte?

Kompass Karriere mit Prof. Dr. Susanne Hähnchen

Diese Woche in der Ratgeberkolumne für (angehende) Juristinnen und Juristen: "Woran erkenne ich rechtzeitig, ob ich das Jurastudium fortsetzen oder einen Studiengangwechsel in Betracht ziehen sollte, Frau Prof. Hähnchen?"

Prof. Susanne Hähnchen: Jedes Studium muss – bei aller Arbeit – auch Spaß machen und darf nicht nur eine Quälerei von Prüfung zu Prüfung sein.

Der Begriff Studium kommt vom lateinischen studere. Das bedeutet: mit Interesse etwas betreiben, sich darum bemühen. Wenn also echtes Interesse und Spaß nicht aufkommen wollen, dann ist das schon einmal ein negatives Indiz.

Natürlich liegen einem nicht alle Themen gleichermaßen. Und es braucht Geduld, bevor die Zusammenhänge sichtbar werden. Leider wird das im Jurastudium in den Grundkursen nicht immer gefördert, weil sie nur Ausschnitte eines Rechtsgebiets zeigen und es um viele Details geht. Es ist daher anfangs schwierig, den Wald vor lauter Bäumen und Ästen zu sehen.

Aber nach vier bis fünf Semestern sollte man sich entscheiden, unabhängig davon, ob man die Zwischenprüfung bestanden hat. Es ist keine Schande, sich etwas anderes zu suchen. Menschen sind unterschiedlich und was der einen liegt, kann für den anderen unpassend sein. Entscheidend ist das eigene Glück.

 

Kompass Karriere ist die wöchentliche Ratgeberkolumne von beck-aktuell. HEUTE IM RECHT für (angehende) Juristinnen und Juristen. Expertinnen und Experten beantworten Fragen zu Jurastudium, Referendariat, Berufseinstieg und Karriere im Recht, geben Orientierung im Paragrafendschungel und klare Tipps für kluge Entscheidungen auf dem Weg in den und im Beruf. Wenn auch Sie eine Frage zu einem dieser Themen haben, schicken Sie uns diese - gern auch anonym - an redaktion@beck-aktuell.de.

 

Die vorherige Kolumne finden Sie hier: Kompass Karriere #7: Mit wel­chem Ein­stiegs­ge­halt kann ich als Ju­rist heu­te rech­nen? (David Schwab)

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