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Privates Baurecht, Vergaberecht

Baurecht und Vergaberecht aktuell: Urteile zu Bauverträgen, VOB/B und öffentlichen Ausschreibungen – Rechtsprechung und Gesetzgebung im Überblick.

Ak­tu­el­les aus dem Privaten Baurecht, Vergaberecht

Samsung gewinnt Streit um iPads für Schulen
Stadt muss Vergabeverfahren wiederholen

Samsung gewinnt Streit um iPads für Schulen

Viele Kommunen setzen bei der Digitalisierung ihrer Schulen auf Tablets von Apple. Vor Gericht bringt Konkurrent Samsung nun eine Ausschreibung in Datteln in NRW zu Fall – mit weitreichenden Folgen.

Überprüfung durch BNetzA vermutlich erst ab 2028 wieder möglich
Brieflaufzeiten bei der Post

Überprüfung durch BNetzA vermutlich erst ab 2028 wieder möglich

Bei der Beförderung von Briefen hat die Post Zeitdruck: Sie muss staatliche Vorgaben bei der Zustellung einhalten, sonst drohen im schlimmsten Fall Bußgelder. Theoretisch. Denn die Wirklichkeit sieht nach einem Urteil des OLG Düsseldorf bis auf weiteres anders aus.

Oktoberfest-Zelte dürfen wie geplant aufgebaut werden
Streit um Wiesn-Zeltvergabe

Oktoberfest-Zelte dürfen wie geplant aufgebaut werden

Ein Münchner Wirt kämpft dafür, dass die begehrten Plätze auf dem Oktoberfest europaweit ausgeschrieben werden müssen. Jetzt gibt es dazu eine Entscheidung.

Wie BGH-Richter den Gesetzgeber kritisieren
"Eigenwillige" Gebäudetyp-E-Pläne

Wie BGH-Richter den Gesetzgeber kritisieren

Amtierende Bundesrichter kritisierten Reformpläne der Regierung. Die tat einen BGH-Senat als "andere Ansicht" ab. Nun melden sich zwei Senatsvorsitzende zu Wort. Statt Popcorn nimmt Michael Selk lieber Neues zur Vermutungswirkung von DIN-Normen mit.

OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig
Bundeswehrbeschaffung

OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig

Eine Regelung im neuen Gesetz für schnellere Bundeswehrbeschaffungen könnte nach Auffassung des OLG Düsseldorf gegen das Grundgesetz verstoßen. Jetzt soll Karlsruhe entscheiden.

OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig
Bundeswehr soll Extremisten künftig schneller entlassen können
Bundeswehrbeschaffung

OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig

Eine Regelung im neuen Gesetz für schnellere Bundeswehrbeschaffungen könnte nach Auffassung des OLG Düsseldorf gegen das Grundgesetz verstoßen. Jetzt soll Karlsruhe entscheiden.

Bundesrat stimmt Reform des Vergaberechts zu
„Das unsichtbare Recht“
Öffentliche Auftragsvergabe

Bundesrat stimmt Reform des Vergaberechts zu

Die finanziellen Mittel für den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur stehen schon bereit. Nun wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit das Geld schneller fließen kann. Es geht um Milliarden.

Ausschreibung kann gegen RDG verstoßen
Rauten-Muster angelehnt an das Logo von beck-aktuell in Unternehmensfarben
Öffentlicher Auftraggeber

Ausschreibung kann gegen RDG verstoßen

Eine Ausschreibung der Autobahn GmbH des Bundes für externe Dienstleister, die auch vergaberechtliche Prüfungen enthielt, rief eine Kanzlei auf den Plan. Sie hielt das Leistungsprofil für unerlaubte Rechtsberatung durch Nichtanwälte – und bekam vor dem LG Halle Recht.

"Einen Tod muss der öffentliche Auftraggeber sterben"
Abriss der Carolabrücke: "Einen Tod muss der öffentliche Auftraggeber sterben"
Abriss der Carolabrücke

"Einen Tod muss der öffentliche Auftraggeber sterben"

Der Abriss der Dresdener Carolabrücke geschah im Eiltempo. Aber müsste die öffentliche Hand die Aufträge hierfür nicht eigentlich ausschreiben? Oliver Weihrauch erklärt, wie das Vergaberecht auf Notsituationen vorbereitet ist - und was sich ändert, wenn sie selbst verschuldet sind.

Vertragsstrafenklauseln müssen 5%-Grenze einhalten
Orte des Rechts
Bauverträge mit Einheitspreisen

Vertragsstrafenklauseln müssen 5%-Grenze einhalten

In Bauverträgen ist eine Klausel über eine Vertragsstrafe in Höhe von 5% der Auftragssumme zulässig. Bei einem üblichen Einheitspreisvertrag darf laut BGH aber nicht an die zu Beginn vereinbarte Auftragssumme angeknüpft werden, da der Auftragnehmer dann übermäßig an Vergütung einbüßen könnte.

Samsung gewinnt Streit um iPads für Schulen
Stadt muss Vergabeverfahren wiederholen

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Oktoberfest-Zelte dürfen wie geplant aufgebaut werden
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OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig
Bundeswehrbeschaffung

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Bundesrat stimmt Reform des Vergaberechts zu
Öffentliche Auftragsvergabe

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WEG muss auch Innenwände und Heizung errichten
Steckengebliebener Bau

WEG muss auch Innenwände und Heizung errichten

Wenn ein Bauträger insolvent wird, kann die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer unverhofft selbst zum Bauherren werden. Streit darüber, was jeder selbst zu bezahlen hat und was gemeinsam zu schultern ist, ist dann oft nicht mehr fern. Der BGH hilft mit "baupraktischen Gründen" weiter.

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen
Energetische Sanierung

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen

Ein Architekt, der bei energetischen Gebäudesanierungen seine Kunden nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch zum Erhalt von Fördermitteln berät, muss für Schäden einstehen, wenn er die Fördervoraussetzungen fehlerhaft einschätzt. Das hat jetzt das LG Frankenthal entschieden.

Anspruch auf Bauträgervergütung verjährt nach 10 Jahren

Anspruch auf Bauträgervergütung verjährt nach 10 Jahren

Der einheitliche Anspruch des Bauträgers auf Vergütung gegen den Erwerber verjährt gemäß § 196 BGB nach zehn Jahren. Die dreijährige Regelverjährungsfrist nach § 195 BGB gilt für den Vergütungsanspruch nicht. Das hat der BGH entschieden.

BGH bestätigt 30-jähriges Wiederkaufsrecht einer Gemeinde bei Bauland

BGH bestätigt 30-jähriges Wiederkaufsrecht einer Gemeinde bei Bauland

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Gemeinde nicht das Gebot angemessener Vertragsgestaltung verletzt, wenn sie sich beim Baulandverkauf ein Wiederkaufsrecht für den Fall vorbehält, dass der Käufer nicht innerhalb von acht Jahren ein Haus baut. Dies gelte selbst dann, wenn eine Ausübungsfrist für das Wiederkaufsrecht nicht vereinbart ist und dieses somit innerhalb der gesetzlichen Frist von 30 Jahren ausgeübt werden kann.

Nicht immer uneingeschränkte Zufahrt zu Hinterliegergrundstück

Nicht immer uneingeschränkte Zufahrt zu Hinterliegergrundstück

Der Umfang eines Geh- und Fahrtrechts muss sich immer am Einzelfall orientieren und besteht unter Umständen nicht uneingeschränkt. Bei der Zufahrt zu einem Hinterliegergrundstück sind gewisse Beeinträchtigungen der Zufahrtsbreite hinzunehmen. Hierauf weist das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken hin. Hierzu seien zum Beispiel die Gegebenheiten vor Ort und der Sinn und Zweck des Fahrtrechts zu berücksichtigen.

Bundesregierung beschließt Gesetz zu "Gebäudetyp E"
Einfacher bauen

Bundesregierung beschließt Gesetz zu "Gebäudetyp E"

Die Bundesregierung hat am Mittwoch einem BMJ-Entwurf zugestimmt, der den Wohnungsbau erleichtern und Kosten senken soll. Danach sollen Bauherren freiwillig auf Komfortstandards verzichten und von anerkannten Bautechniken abweichen dürfen.

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen
Energetische Sanierung

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen

Ein Architekt, der bei energetischen Gebäudesanierungen seine Kunden nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch zum Erhalt von Fördermitteln berät, muss für Schäden einstehen, wenn er die Fördervoraussetzungen fehlerhaft einschätzt. Das hat jetzt das LG Frankenthal entschieden.

Architekt darf keine selbst entworfene Skontoklausel bereitstellen
Unerlaubte Rechtsberatung

Architekt darf keine selbst entworfene Skontoklausel bereitstellen

Ein Architekt, der eine der Interessenlage des Auftraggebers entsprechende Skontoklausel für Bauverträge entwirft und diese zur Verwendung mit den bauausführenden Unternehmern zur Verfügung stellt, verstößt gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz. Das BGH-Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

Überspannte Anforderungen an Vortrag zu Mangelbeseitigungskosten

Überspannte Anforderungen an Vortrag zu Mangelbeseitigungskosten

Lässt ein Gericht entscheidungserhebliches Vorbringen und Beweisangebote einer Partei gänzlich unberücksichtigt, liegt darin ein Gehörsverstoß. Erscheint nach dem Vortrag das Entstehen von ausgleichspflichtigen Mangelbeseitigungskosten möglich, so kann die Klageforderung nicht insgesamt als unschlüssig bewertet werden, betonte der Bundesgerichtshof. Vielmehr müsse dann eine Beweisaufnahme stattfinden.

Mindestsätze der HOAI 2013 in laufenden Gerichtsverfahren zwischen Privatpersonen weiter anwendbar

Mindestsätze der HOAI 2013 in laufenden Gerichtsverfahren zwischen Privatpersonen weiter anwendbar

Die Mindestsätze der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) in der Fassung aus dem Jahr 2013 sind in einem laufenden Gerichtsverfahren zwischen Privatpersonen weiterhin anwendbar. Dies gelte unbeschadet der Tatsache, dass der Europäische Gerichtshof in einem Vertragsverletzungsverfahren entschieden habe, dass das Vorsehen verbindlicher Honorare in der HOAI gegen die Dienstleistungsrichtlinie verstoße, so der Bundesgerichtshof.

Alle Artikel zu Privates Baurecht, Vergaberecht

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Wie BGH-Richter den Gesetzgeber kritisieren
"Eigenwillige" Gebäudetyp-E-Pläne

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OLG Düsseldorf hält Regelung für verfassungswidrig
Bundeswehrbeschaffung

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Bundesrat stimmt Reform des Vergaberechts zu
Öffentliche Auftragsvergabe

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BGH bremst Fälligkeit der Schlussrate aus
Bauträgervertrag

BGH bremst Fälligkeit der Schlussrate aus

Die Bauträgerin wollte kassieren, obwohl noch Mängel offen waren. Sie ging davon aus, dass die Voraussetzungen für die Fälligkeit der Schlussrate vorlagen. Der BGH sah das anders – die Wohnung sei zwar "bezugsfertig", aber nicht nicht "vollständig fertiggestellt".

Ausschreibung kann gegen RDG verstoßen
Öffentlicher Auftraggeber

Ausschreibung kann gegen RDG verstoßen

Eine Ausschreibung der Autobahn GmbH des Bundes für externe Dienstleister, die auch vergaberechtliche Prüfungen enthielt, rief eine Kanzlei auf den Plan. Sie hielt das Leistungsprofil für unerlaubte Rechtsberatung durch Nichtanwälte – und bekam vor dem LG Halle Recht.

Ohne Vergabeverfahren keine Schnellladestationen
Autobahn-Raststätten

Ohne Vergabeverfahren keine Schnellladestationen

Dürfen Schnellladesäulen für E-Autos an Autobahnraststätten einfach den bisherigen Betreibern zugesprochen werden? Nein, sagte nun das OLG Düsseldorf, nachdem der EuGH Vorgaben gemacht hatte. Ohne Ausschreibung geht es nicht.

WEG muss auch Innenwände und Heizung errichten
Steckengebliebener Bau

WEG muss auch Innenwände und Heizung errichten

Wenn ein Bauträger insolvent wird, kann die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer unverhofft selbst zum Bauherren werden. Streit darüber, was jeder selbst zu bezahlen hat und was gemeinsam zu schultern ist, ist dann oft nicht mehr fern. Der BGH hilft mit "baupraktischen Gründen" weiter.

Bieter kann Zugang zu Bewertung eigenen Angebots verlangen
Vergabeverfahren

Bieter kann Zugang zu Bewertung eigenen Angebots verlangen

Wer bei einem Vergabeverfahren ein Angebot abgibt, kann im Nachgang verlangen, Einblick in die behördliche Bewertung seines Angebots zu bekommen. Der Anspruch ergebe sich aus dem Informationsfreiheitsgesetz, meint das BVerwG.

Gebäudetyp E soll kommen
"Baupreisbremse und Bauturbo in einem"

Gebäudetyp E soll kommen

Bauen in Deutschland soll einfacher, günstiger und schneller werden. Helfen soll der Gebäudetyp E. Wird er vereinbart, kann auf zahlreiche Baustandards verzichtet werden.

Vertragsentwurf für Bauauftrag braucht Juristen
Beratung für Bauvergabe

Vertragsentwurf für Bauauftrag braucht Juristen

Eine Gemeinde schrieb Beratungsleistungen für eine Bauvergabe aus, die auch einen Vertragsentwurf für den Bauauftrag umfassten – einen Jura-Abschluss brauchte man für die Bewerbung nicht. Laut LG Osnabrück verstieß die Ausschreibung gegen das RDG und war damit wettbewerbswidrig.

Rücktritt schließt Vertragsstrafe nicht aus

Rücktritt schließt Vertragsstrafe nicht aus

Ein Käufer verlangt eine Vertragsstrafe von seinem Bauträger, obwohl er selbst zuvor vom Vertrag zurückgetreten ist. Geht das, oder verfängt er sich damit in Widersprüche? Der BGH sagt: Es kommt auf den Vertrag an, aber das Gesetz steht nicht im Weg.

Grünes Licht aus Luxemburg
Auftrag für E-Auto-Ladesäulen an Autobahnen

Grünes Licht aus Luxemburg

Braucht es eine Ausschreibung, wenn der Bund ursprünglich eigene Unternehmen beauftragt und diesen Auftrag nach späterer Privatisierung ergänzt? Laut EuGH nicht zwingend. Öffentliche Auftraggeber können daher wohl durchatmen, meint Christiane Freytag.

Ulrike Pastohr wird BGH-Richterin

Ulrike Pastohr wird BGH-Richterin

Ulrike Pastohr, zuletzt als Richterin am OLG Düsseldorf tätig, ist neue Richterin am BGH. Sie wurde dort unter anderem dem Kartellsenat zugewiesen, dem sie auch beim OLG Düsseldorf angehörte.

Keine Baugenehmigung für Tor zum Adelshof
Extravaganter Portalrahmen

Keine Baugenehmigung für Tor zum Adelshof

Ein Landwirt hatte seiner Hofeinfahrt ein opulentes Tor mit Säulen und Skulpturen gegönnt - ohne eine Baugenehmigung einzuholen. Die verwehrte ihm auch das VG Koblenz, da half auch das Argument des Mannes nicht, es handele sich um einen "Adelshof".

Bundesregierung beschließt Gesetz zu "Gebäudetyp E"
Einfacher bauen

Bundesregierung beschließt Gesetz zu "Gebäudetyp E"

Die Bundesregierung hat am Mittwoch einem BMJ-Entwurf zugestimmt, der den Wohnungsbau erleichtern und Kosten senken soll. Danach sollen Bauherren freiwillig auf Komfortstandards verzichten und von anerkannten Bautechniken abweichen dürfen.

"Anordnung" nach der VOB/B setzt Anweisung des Bauherrn voraus
Mehrkosten am Bau

"Anordnung" nach der VOB/B setzt Anweisung des Bauherrn voraus

Beim Bau einer Starkstromanlage kam es aufseiten des Auftragsgebers zu Verzögerungen. Eine Vertragsanpassung wegen Mehrkosten lehnte der BGH in Fortführung seiner Rechtsprechung ab: Die bloße Übersendung geänderter Ablaufpläne durch den Bauherrn sei keine preisändernde Bauanordnung nach der VOB/B.

djb fordert Geschlechtergerechtigkeit
Vergaberechtsreform

djb fordert Geschlechtergerechtigkeit

Bei Vergaben sollte künftig neben Nachhaltigkeitsaspekten auch das Geschlecht eine Rolle spielen, fordert der Deutsche Juristinnenbund. Das sei ein unverzichtbarer Schritt zu gerechteren Arbeits- und Entgeltstrukturen. 

Kein Recht auf Gleichbehandlung für Drittstaats-Unternehmen
Vergaberecht

Kein Recht auf Gleichbehandlung für Drittstaats-Unternehmen

Unternehmen mit Sitz in Ländern außerhalb der EU können keine Gleichbehandlung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verlangen, sagt der EuGH. Dafür braucht es spezielle Abkommen zwischen den Staaten.

DAZN gewinnt Streit um Bundesliga-Fernsehrechte
Schiedsspruch

DAZN gewinnt Streit um Bundesliga-Fernsehrechte

Die Deutsche Fußball Liga hatte bei einer Auktion TV-Rechte für Bundesligaspiele an Sky vergeben – obwohl DAZN das bessere Angebot machte. Nun muss die Auktion wiederholt werden, hat die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit geurteilt.

"Einen Tod muss der öffentliche Auftraggeber sterben"
Abriss der Carolabrücke

"Einen Tod muss der öffentliche Auftraggeber sterben"

Der Abriss der Dresdener Carolabrücke geschah im Eiltempo. Aber müsste die öffentliche Hand die Aufträge hierfür nicht eigentlich ausschreiben? Oliver Weihrauch erklärt, wie das Vergaberecht auf Notsituationen vorbereitet ist - und was sich ändert, wenn sie selbst verschuldet sind.

BVerwG hinterfragt Kompensationsregelungen
Wermutstropfen bei Windenergieausbau

BVerwG hinterfragt Kompensationsregelungen

Wer Windräder baut, muss den Nachteil für die Landschaft in der Umgebung ausgleichen. Wie das geschehen soll, regeln bislang die Länder. Doch deren Ausgleichsmodelle stehen nach einer Entscheidung des BVerwG nun auf der Kippe, erklärt Thorben Fechler.

Versteigerungsregeln für 5G-Frequenzen waren rechtswidrig

Versteigerungsregeln für 5G-Frequenzen waren rechtswidrig

Ein "politischer Deal" - so lautete der Vorwurf kleinerer Mobilfunkanbieter. Zu Recht, wie das VG Köln nun urteilte. Die Regeln über die Vergabe von 5G-Frequenzen seien rechtswidrig gewesen, das Verkehrsministerium habe erheblichen Einfluss ausgeübt.

Bund muss 86 Millionen Euro zahlen
Maskenkauf war kein Fixgeschäft

Bund muss 86 Millionen Euro zahlen

Das Gesundheitsministerium war nicht wirksam vom Vertrag mit einem Maskenlieferanten zurückgetreten. Nun muss der Bund dem Unternehmen 86 Millionen Euro plus Zinsen zahlen, hat das OLG Köln entschieden. Ähnliche Urteile könnten noch folgen und den Bund Milliarden kosten – der will deshalb den BGH einschalten.

Neues zu Balkonkraftwerken, Flüchtlingskosten und Arzneimittelproduktion
Bundestag

Neues zu Balkonkraftwerken, Flüchtlingskosten und Arzneimittelproduktion

Der Bundestag hat am Donnerstag beschlossen mehr Geld für die Versorgung von Flüchtlingen bereitzustellen. Auch ein Gesetz zu Balkonkraftwerken wurde verabschiedet: Vermieter und Eigentümer sollen nicht mehr blockieren dürfen.

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen
Energetische Sanierung

Architekt haftet bei Falschberatung zu Förderungen

Ein Architekt, der bei energetischen Gebäudesanierungen seine Kunden nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch zum Erhalt von Fördermitteln berät, muss für Schäden einstehen, wenn er die Fördervoraussetzungen fehlerhaft einschätzt. Das hat jetzt das LG Frankenthal entschieden.

Vertragsstrafenklauseln müssen 5%-Grenze einhalten
Bauverträge mit Einheitspreisen

Vertragsstrafenklauseln müssen 5%-Grenze einhalten

In Bauverträgen ist eine Klausel über eine Vertragsstrafe in Höhe von 5% der Auftragssumme zulässig. Bei einem üblichen Einheitspreisvertrag darf laut BGH aber nicht an die zu Beginn vereinbarte Auftragssumme angeknüpft werden, da der Auftragnehmer dann übermäßig an Vergütung einbüßen könnte.

Keine Vergütungsanpassung wegen erhöhter Materialkosten
Haus zum Festpreis

Keine Vergütungsanpassung wegen erhöhter Materialkosten

Eine bauvertragliche Klausel, die dem Unternehmer trotz Festpreisabrede eine unbegrenzte einseitige Anpassung der Vergütung ermöglicht, ist unwirksam. Dies hat das OLG Zweibrücken zugunsten eines Ehepaars entschieden, das plötzlich einen hohen Aufpreis wegen Materialpreissteigerungen zahlen sollte.

Buschmann mahnt schnelleren Bürokratieabbau an
Brief an Habeck

Buschmann mahnt schnelleren Bürokratieabbau an

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) geht der Bürokratieabbau zu langsam voran. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) drängt er auf schnellere Entlastungen. Insbesondere mahnt er die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entschlackung von Vergabeverfahren an.

Verbraucherbauvertrag nur bei Wahrung der Textform gültig

Verbraucherbauvertrag nur bei Wahrung der Textform gültig

Wer schreibt, der bleibt? Grundsätzlich können zwar auch mündlich abgeschlossene Verträge rechtsverbindlich sein. Das gilt aber nicht, wenn das Gesetz eine besondere Form vorschreibt. Ein nach dem 1. Januar 2018 abgeschlossener Verbraucherbauvertrag bedürfe jedenfalls der Textform, stellt das OLG Oldenburg klar.

Anspruch auf Bauträgervergütung verjährt nach 10 Jahren

Anspruch auf Bauträgervergütung verjährt nach 10 Jahren

Der einheitliche Anspruch des Bauträgers auf Vergütung gegen den Erwerber verjährt gemäß § 196 BGB nach zehn Jahren. Die dreijährige Regelverjährungsfrist nach § 195 BGB gilt für den Vergütungsanspruch nicht. Das hat der BGH entschieden.

Architekt darf keine selbst entworfene Skontoklausel bereitstellen
Unerlaubte Rechtsberatung

Architekt darf keine selbst entworfene Skontoklausel bereitstellen

Ein Architekt, der eine der Interessenlage des Auftraggebers entsprechende Skontoklausel für Bauverträge entwirft und diese zur Verwendung mit den bauausführenden Unternehmern zur Verfügung stellt, verstößt gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz. Das BGH-Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

Ohne Sicherheitsleistung vollstreckbar
Bauhandwerkersicherung

Ohne Sicherheitsleistung vollstreckbar

Die umstrittene Frage, ob für die vorläufige Vollstreckung einer Bauhandwerkersicherung selbst wiederum eine Sicherheit geleistet werden muss, hat das OLG Schleswig nunmehr verneint. Dies stehe auch im Interesse der Liquidität des Bauunternehmers.

Geschäftsmodell "Handwerker-Widerruf" gescheitert?
Verbrauchervertrag

Geschäftsmodell "Handwerker-Widerruf" gescheitert?

Wer sich von einem Handwerker ein Angebot machen lässt, dieses am nächsten Tag telefonisch annimmt, und nach Ausführen der Arbeiten den Vertrag widerruft, bekommt sein Geld nicht zurück. Sobald Angebot und Annahme zeitlich und räumlich auseinanderfallen, besteht laut BGH kein Widerrufsrecht.

Einheitliche Verjährungshemmung im selbstständigen Beweisverfahren
Rechtsprechungsänderung

Einheitliche Verjährungshemmung im selbstständigen Beweisverfahren

Die Hemmung der Verjährung endet jetzt für alle behandelten Mängel einheitlich mit dem Abschluss eines selbstständigen Beweisverfahrens. em VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs zufolge ist nicht mehr entscheidend, wann die Beweisaufnahme für jeden einzelnen Mangel abgeschlossen wurde.

EuGH soll Streit um Vergabe von Ladesäulen an Autobahnen entscheiden

EuGH soll Streit um Vergabe von Ladesäulen an Autobahnen entscheiden

In einem Vergabestreit zwischen dem Elektroautohersteller Tesla, dem Ladestationsbetreiber Fastned und dem Bund um den Betrieb von Schnellladesäulen an bewirtschafteten Autobahnraststätten hat das Oberlandesgericht Düsseldorf das Verfahren ausgesetzt, um vorab den Europäischen Gerichtshof zu befragen. Tesla und Fastned kritisieren die Vergabe des Betriebs der Ladesäulen ohne Ausschreibung an die Tank & Rast GmbH. 

Keine Kostenerstattung für Dachertüchtigung wegen abprallenden Schnees

Keine Kostenerstattung für Dachertüchtigung wegen abprallenden Schnees

Das Abprallen von Schnee an einem neu gebauten Gebäude stellt zwar eine Einwirkung auf das Nachbargrundstück dar, beeinträchtigt dies aber regelmäßig nur unwesentlich. Eine andere Beurteilung ist laut Bundesgerichtshof auch nicht deshalb angebracht, weil das benachbarte Dach erst infolge des zusätzlichen Schnees verstärkt werden muss. Dies obliege allein dem die Anlage unterhaltenden Grundstückseigentümer.

Niedersachsen trägt Mehrkosten für Flughafenkontrolle
Fehlerhafte Vergabe

Niedersachsen trägt Mehrkosten für Flughafenkontrolle

Niedersachsen muss laut Oberlandesgericht Celle die bei der Vergabe der Sicherheitskontrollen am einem Flughafen entstandenen Mehrkosten für die Beauftragung eines teureren Unternehmens selbst tragen. Es war kein Vertrag zwischen Land und ursprünglichem Zuschlagsempfänger zustande gekommen, weil der Vertragsentwurf von der Ausschreibung abgewichen war.