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Arbeits- und Sozialrecht

50 Jahre MitbestG – kein Grund zum Feiern
Editorial

50 Jahre MitbestG – kein Grund zum Feiern

Blumen und Glückwünsche zum runden Geburtstag des MitbestG gibt es von Mathias Habersack nicht. Das Festhalten des Gesetzgebers an überkommenen Strukturen fördere die Flucht der Unternehmen aus der Mitbestimmung.

Vertragsangebot an falschen Bewerber kann teuer werden
DS-GVO im Bewerbungsverfahren

Vertragsangebot an falschen Bewerber kann teuer werden

Eine vertrauliche Nachricht eines potentiellen Arbeitgebers landet beim falschen Empfänger und schon kann ein immaterieller Schaden nach der DS-GVO vorliegen. Der BGH stärkt Bewerber, bremst ihre Ansprüche aber an anderer Stelle aus.

Syndikusanwalt in Altersteilzeit darf Zulassung behalten
Auch im Blockmodell

Syndikusanwalt in Altersteilzeit darf Zulassung behalten

Wer in Altersteilzeit geht, kann im Blockmodell schon einige Jahre vor Renteneintritt freigestellt werden. Ein Syndikusanwalt darf auf diesen letzten Metern aber nicht seine Zulassung verlieren. Das wäre mit dem Konzept der Altersteilzeit unvereinbar, sagt der BGH.

Totgeglaubte leben länger?
Einwurfeinschreiben

Totgeglaubte leben länger?

Das BAG erschüttert eine jahrzehntelang genutzte Zustellpraxis. Doch die Deutsche Post hat nachgebessert. Alexander Bissels und Stefan Steeger fragen: Ist das Einwurfeinschreiben damit wieder ein verlässlicher Nachweis für den Zugang?

Vier Wochen Probe beim neuen Chef – ohne zu kündigen
Kabinett plant "Job-to-Job-Erprobung"

Vier Wochen Probe beim neuen Chef – ohne zu kündigen

Wer in einer der Krisenbranchen arbeitet und noch fest in seinem Job ist, tut sich oft schwer, gleichzeitig etwas Neues zu suchen. Die Regierung will hier neue Möglichkeiten schaffen.

Ärztin teilte Diagnosen im WhatsApp-Chat
Schadensersatz für DSGVO-Verstoß

Ärztin teilte Diagnosen im WhatsApp-Chat

Eine Ärztin machte sich im WhatsApp-Gruppenchat über die Krankmeldung eines Kollegen lustig und verriet dabei auch dessen Diagnosen. Das ArbG Siegburg wertete das als Datenschutzverstoß.

Einwurf-Einschreiben beweist Zustellung nicht mehr
BAG zum Zugang

Einwurf-Einschreiben beweist Zustellung nicht mehr

Das modernisierte Einwurf-Einschreiben der Deutschen Post liefert keinen Anscheinsbeweis mehr für die Zustellung. Nun liegen die Urteilsgründe des BAG vor: Mit dem neuen Scan-Verfahren unterschreibe der Postbote, bevor er den Brief einwirft.

In Arbeitsverträgen unzulässig
Preisindexklauseln

In Arbeitsverträgen unzulässig

Verpflichtet sich ein Arbeitgeber, die Löhne jährlich an die Steigerung des Verbraucherpreisindexes anzupassen, so ist diese Zusage nichtig – allerdings erst mit Wirkung für die Zukunft.

ARAG verzeichnet 63% mehr Fälle aus dem Arbeitsrecht seit 2021
Rechtsschutzversicherung

ARAG verzeichnet 63% mehr Fälle aus dem Arbeitsrecht seit 2021

Kündigungen, Streit um Ansprüche und Aufhebungsverträge: Der Arbeitsmarkt wird rauer, wirtschaftliche Krisen kommen in den Betrieben an. Das macht sich auch bei den Rechtsschutzversicherern bemerkbar. Die ARAG hat die Zahlen aufbereitet.

Kein Kündigungsschutz mehr ab 177.500 Euro im Jahr?
Fragen und Antworten

Kein Kündigungsschutz mehr ab 177.500 Euro im Jahr?

Wer mehr als 177.500 Euro verdient, ist laut der Koalition ein "Hochverdiener". Ab dieser Schwelle will Schwarz-Rot es für Unternehmen möglich machen, Arbeitsverhältnisse mit Abfindungsoption aufzulösen. Sebastian Maiß ordnet ein, was bisher bekannt ist.

Zehn Euro pro Monat für jedes Kind
Frühstartrente rückt näher

Zehn Euro pro Monat für jedes Kind

Geld vom Staat für alle: Das ist die Frühstartrente. Damit soll jede und jeder etwas fürs Alter ansparen können. Jetzt nimmt das Projekt der Koalition Gestalt an.

Syndikusanwalt in Altersteilzeit darf Zulassung behalten
Auch im Blockmodell

Syndikusanwalt in Altersteilzeit darf Zulassung behalten

Wer in Altersteilzeit geht, kann im Blockmodell schon einige Jahre vor Renteneintritt freigestellt werden. Ein Syndikusanwalt darf auf diesen letzten Metern aber nicht seine Zulassung verlieren. Das wäre mit dem Konzept der Altersteilzeit unvereinbar, sagt der BGH.

Gesundheits-Sparpaket kommt
Grünes Licht von Bundestag und Bundesrat

Gesundheits-Sparpaket kommt

Nach langem Ringen hat die schwarz-rote Koalition eine umstrittene Reform noch vor dem Sommer durchgebracht: Das Spargesetz für die Ausgaben der Krankenkassen ist besiegelt. Nach dem Bundestag gab auch der Bundesrat grünes Licht.

Honorarkürzung für Psychotherapeuten vorerst gestoppt
Sieg im Eilverfahren

Honorarkürzung für Psychotherapeuten vorerst gestoppt

Eine umstrittene Honorarkürzung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist nach einem Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg im Eilverfahren vorerst gestoppt.

Abstimmung wie geplant noch vor Sommerpause
Gesundheits-Sparpaket

Abstimmung wie geplant noch vor Sommerpause

Union und SPD wollen das umstrittene Gesundheits-Sparpaket am Freitag ins Ziel bringen. Die Opposition ist mit ihrem Versuch, die Abstimmung im Bundestag abzusetzen, gescheitert.

Grüne erwägen juristische Schritte gegen Gesundheits-Sparpaket
Gesetzliche Krankenversicherung

Grüne erwägen juristische Schritte gegen Gesundheits-Sparpaket

Kurzfristige Änderungen, knappe Beratungszeit – die Grünen kritisieren das Gesetzgebungsverfahren bei einem der zentralen Reformvorhaben der Koalition als "stümperhaft und unprofessionell". Und drohen mit Konsequenzen.

Künftig nur noch zwölf Monate Elterngeld
Gesetzentwurf der Bundesregierung

Künftig nur noch zwölf Monate Elterngeld

Das Elterngeld soll nach einem Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien künftig nur noch 12 statt 14 Monate gezahlt werden - und auch nur dann, wenn Mütter und Väter jeweils mindestens drei Monate berufliche Auszeit nehmen. Dafür steigen die Beträge etwas.

Weniger Kündigungsschutz und mehr Steuern für "Hochverdiener"
"Programm für Aufschwung und Beschäftigung"

Weniger Kündigungsschutz und mehr Steuern für "Hochverdiener"

Eine Einkommensteuerreform soll Familien entlasten, bezahlen sollen das "Hochverdiener". Gleichzeitig wird ihnen der Kündigungsschutz gestrichen. Für alle sollen sachgrundlose Befristungen länger möglich, eine AU-Bescheinigung ab Tag eins nötig werden.

Selbsternannter Menschenrechtsverteidiger hat keine Vertretungsbefugnis
Prozess vor dem Sozialgericht

Selbsternannter Menschenrechtsverteidiger hat keine Vertretungsbefugnis

Dem Ingenieur ist zwar redensartlich nichts zu schwör, aber wer andere vor deutschen Sozialgerichten vertreten darf, ist ihm Gesetz genau festgehalten. Und Ingenieure sind nun mal nicht genannt, auch wenn sie sich selber als Menschenrechtsverteidiger bezeichnen.

Mut bei Sozialversicherung!
Kolumne

Mut bei Sozialversicherung!

„Neue und dauernde Bürgschaften seines [des Vaterlandes] inneren Friedens und den Hilfsbedürftigen größere Sicherheit und Ergiebigkeit des Beistandes.“ Die Kaiserliche Sozialbotschaft von 1881, Grundlage des aktuellen Systems der deutschen Sozialversicherung, markierte so die Ziele des neuen Wegs.