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Rechtsschutzversicherung

ARAG verzeichnet 63% mehr Fälle aus dem Arbeitsrecht seit 2021

Gebäude mit ARAG-Logo
Arbeitsrecht bleibt ein wachsendes Konfliktfeld © nmann77 / Adobe Stock

Kündigungen, Streit um Ansprüche und Aufhebungsverträge: Der Arbeitsmarkt wird rauer, wirtschaftliche Krisen kommen in den Betrieben an. Das macht sich auch bei den Rechtsschutzversicherern bemerkbar. Die ARAG hat die Zahlen aufbereitet.

Der weltweit größte Rechtsschutzversicherer ARAG bündelt in seinem Trendmonitor Recht zentrale Erkenntnisse aus den jährlich gemeldeten Rechtsschutzfällen in Deutschland. Im Arbeitsrecht verzeichnete das Unternehmen in den letzten fünf Jahren ein Plus von 63%. Allein im letzten Jahr seien 11,1% mehr Fälle zu verzeichnen gewesen. Dieser Trend habe sich bislang auch im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt.

Besonders stark nehme die Anzahl der Kündigungsschutzklagen zu, allein im Jahr 2025 sei deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 33% gestiegen. Auch dieser Trend setze sich in diesem Jahr fort, 2026 sei bereits zur Halbzeit ein erneuter Zuwachs von 9,8% zu verzeichnen. Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Insolvenzen und angekündigte Stellenstreichungen machten den Arbeitsplatz für viele Menschen in Deutschland zunehmend zum Unsicherheitsfaktor, heißt es im Trendmonitor.

"Modell Deutschland" bröckelt

Inzwischen seien nicht mehr nur vornehmlich Kunden und Kundinnen mit niedrigem Einkommen betroffen, sondern auch mittlere und höhere Einkommensgruppen, so Hanno Petersen, Vorstandsmitglied der ARAG SE. Es zeichne sich ab, dass das Modell Deutschland – lange Beschäftigung, sicherer Arbeitsplatz – bröckele. 

Die häufigsten Auslöser für arbeitsrechtliche Streitigkeiten seien bei der ARAG Kündigungen, Streit um Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und Aufhebungsverträge. Für den Einzelnen gehe es häufig nicht nur um Einkommen und berufliche Perspektiven, sondern um die wirtschaftliche Existenz.