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Berufsrecht der Rechtsanwälte und Notare

Anwalts- und Notarrecht aktuell: Urteile und Nachrichten zu Anwaltszulassung, Berufspflichten, Haftung und Gebühren – Rechtsprechung und Gesetzgebung im Überblick.

Aktuelles aus dem Berufsrecht der Rechtsanwälte und Notare

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus
Terminsgebühr für Pflichtverteidiger

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus

Ein Pflichtverteidiger wollte Gebühren für zehn ausgefallene Hauptverhandlungstermine. Das OLG Koblenz stellte jedoch klar: Wer nicht im Gericht erscheint, erhält keine Terminsgebühr.

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht
Rechtsberatung ohne Büro

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht

Anwältinnen und Anwälte sollen künftig auch ohne dauerhaft unterhaltene Kanzleiräume arbeiten können. Die Hauptversammlung der BRAK hat eine Neufassung von § 27 BRAO vorgeschlagen, nachdem der BGH die Anforderungen 2025 verschärft hatte.

BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften
Mehr Pflichtinhalte

BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften

Wer Fachanwalt für Strafrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht oder Sportrecht werden will, muss ab sofort teils andere Kenntnisse nachweisen. Die Änderungen der Fachanwaltsordnung sind seit dem 1. Oktober in Kraft.

Was auf Sammelanderkonten zukommt
Neue Prüfpflichten ab 2027

Was auf Sammelanderkonten zukommt

Das Finanzministerium lässt Sammelanderkonten bis Ende 2027 Luft. Doch neue EU-Geldwäschevorgaben könnten dem DAV zufolge ihre Zukunft gefährden. Der Verein warnt vor überzogenen Prüfpflichten.

DAV warnt vor Aushöhlung des Mandatsgeheimnisses
Geheimdienstreform

DAV warnt vor Aushöhlung des Mandatsgeheimnisses

Wer seinen Anwalt anruft, darf sich auf Vertraulichkeit verlassen – eigentlich. Der Deutsche Anwaltverein sieht diese Garantie durch die geplante Nachrichtendienstreform in Gefahr und rügt niedrige Eingriffsschwellen und fehlende Kontrollen.

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht
Auf einer Steinmauer ist ein Schild aus Stein angebracht, das nach rechts zeigt und auf dem "Anwalt" geschrieben steht.
Rechtsberatung ohne Büro

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht

Anwältinnen und Anwälte sollen künftig auch ohne dauerhaft unterhaltene Kanzleiräume arbeiten können. Die Hauptversammlung der BRAK hat eine Neufassung von § 27 BRAO vorgeschlagen, nachdem der BGH die Anforderungen 2025 verschärft hatte.

BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften
Eine junge Frau sitzt in einer Bibliothek am Tisch und lernt mit Büchern. Sie hält einen Stift in der Hand und vor ihr steht ein Laptop.
Mehr Pflichtinhalte

BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften

Wer Fachanwalt für Strafrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht oder Sportrecht werden will, muss ab sofort teils andere Kenntnisse nachweisen. Die Änderungen der Fachanwaltsordnung sind seit dem 1. Oktober in Kraft.

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet
Auf mehreren Euro-Geldscheinen liegen eine Brille, ein Stift und ein Taschenrechner, dessen Display das Wort "Gebühr" zeigt
Einmalige Terminvertretung

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet

Wer nur für die Haftbefehlseröffnung einspringt, erhält nicht die volle Pflichtverteidigervergütung: Der BGH sieht in der vertretungsweisen Beiordnung für diesen Termin vergütungsrechtlich lediglich eine Einzeltätigkeit.

B-Note
Mann mit Tablett und Darstellung einer KI-Halluzination
Kolumne

B-Note

Wer sich über den Stand der Dinge bei KI-halluzinierten Schriftsätzen informieren will, befragt die Datenbank von Damien Charlotin. Anfang September 2026 gab es gut 2.000 Entscheidungen weltweit, in denen Gerichte erfundene Zitate in Schriftsätzen festgestellt hatten.

Rechtsanwalt geht erfolgreich gegen RAK-Schulungseinladungen vor
Ein aufgeklappter Laptop zeigt auf dem Bildschirm ein Mailprogramm und virtuell auf das Bild verteilte Briefumschlag-Icons, die Maileingänge symbolisieren sollen.
"Ich wünsche keine Werbe#E#Mails"

Rechtsanwalt geht erfolgreich gegen RAK-Schulungseinladungen vor

Trotz wiederholter Beschwerden erhielt ein Rechtsanwalt Infomails über anstehende RAK-Schulungen. Das AG Karlsruhe bewertete die E-Mails in der Tat als unzulässige Werbung, Schadensersatz gebe es aber nicht.

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
Ein altes Faxgerät steht vor einer Wand auf einem Sideboard, daneben ein Stapel Akten.
Haftungsausschluss in Berufshaftpflicht

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz

Ein Anwalt legte eine Beschwerde per Fax und Post ein, obwohl sie elektronisch einzureichen war. Das LG Bremen wertete dies als wissentliche Pflichtverletzung des Anwalts und wies die Klage gegen die Berufshaftpflichtversicherung ab.

Berufsgeheimnis in Gefahr
Laptop mit Schlüssel und Schloss
Aus der Anwaltschaft

Berufsgeheimnis in Gefahr

Die Nachrichtendienste sollen künftig mehr Befugnisse erhalten, etwa zum heimlichen Abhören und Absaugen von Informationen. Welche Auswirkungen haben diese staatlichen Überwachungseingriffe auf den Schutz der Vertraulichkeit des Anwaltsmandats und wer kontrolliert sie?

Anwalt haftet nicht für früheren Verdienstwegfall
Orangefarbene Formen auf weißem Hintergrund
Verpasste Berufungsfrist

Anwalt haftet nicht für früheren Verdienstwegfall

Wer länger gegen seinen Rauswurf klagt, kriegt länger Geld. Mit diesem Ansatz wollte ein Ex-Lehrer Regress von seinem Anwalt, der in der Berufung die Begründungsfrist verpasst und so das Verfahren frühzeitig beendet hatte. Das OLG Hamm ging da nicht mit.

Freiwillige Deckung schützt Anwalt nicht vor Regress
Schilder deutscher Automobilhersteller Volkswagen und Audi an den Toren einer Kfz-Werkstatt.
BGH stärkt Rechtsschutzversicherer

Freiwillige Deckung schützt Anwalt nicht vor Regress

Die Rechtsschutzversicherung deckt und zahlt, obwohl sie hierzu rechtlich nicht verpflichtet ist. Kann sie den Anwalt später trotzdem in Regress nehmen? Der BGH sagt ja. Denn der Ersatzanspruch wechselt trotzdem vom Mandanten auf den Versicherer.

KI in der Anwaltspraxis
Bild von Tastatur mit Taste für KI
Haftungsseite

KI in der Anwaltspraxis

Die fortschreitende Entwicklung Künstlicher Intelligenz macht auch vor dem Anwaltsbereich nicht halt und stellt im beruflichen Alltag in vielerlei Hinsicht eine Arbeitserleichterung dar. Aber Vorsicht: Eine unbedarfte Nutzung kann schnell zur Haftungsfalle werden.

Weiteres passendes Rechtsgebiet

Berufs- und Haftungsrecht

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
Ein altes Faxgerät steht vor einer Wand auf einem Sideboard, daneben ein Stapel Akten.
Haftungsausschluss in Berufshaftpflicht

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz

Ein Anwalt legte eine Beschwerde per Fax und Post ein, obwohl sie elektronisch einzureichen war. Das LG Bremen wertete dies als wissentliche Pflichtverletzung des Anwalts und wies die Klage gegen die Berufshaftpflichtversicherung ab.

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus
Frau in schwarzer Anwaltsrobe hält einen Gesetzestext
Terminsgebühr für Pflichtverteidiger

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus

Ein Pflichtverteidiger wollte Gebühren für zehn ausgefallene Hauptverhandlungstermine. Das OLG Koblenz stellte jedoch klar: Wer nicht im Gericht erscheint, erhält keine Terminsgebühr.

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet
Auf mehreren Euro-Geldscheinen liegen eine Brille, ein Stift und ein Taschenrechner, dessen Display das Wort "Gebühr" zeigt
Einmalige Terminvertretung

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet

Wer nur für die Haftbefehlseröffnung einspringt, erhält nicht die volle Pflichtverteidigervergütung: Der BGH sieht in der vertretungsweisen Beiordnung für diesen Termin vergütungsrechtlich lediglich eine Einzeltätigkeit.

Registrierkassenpflicht für die Freien Berufe?
Alte Registrierkasse
Interview

Registrierkassenpflicht für die Freien Berufe?

Ein aktueller Gesetzentwurf auf dem Bundesfinanzministerium sorgt gerade bei den Freien Berufen für einige Aufregung. Ab 2028 soll eine Registrierkassenpflicht für bargeldintensive Branchen kommen.

Insolvenzverwalter kann sich durch eigene Sozietät vertreten lassen
Ein Mann hält ein Bündel 100-Euro-Scheine in einer Hand und eine runde grüne Plakette mit einem Haken in der anderen Hand.
RVG-Gebühren werden erstattet

Insolvenzverwalter kann sich durch eigene Sozietät vertreten lassen

Ein Insolvenzverwalter ist selbst Rechtsanwalt und lässt sich von seiner eigenen Sozietät vertreten. Die dafür anfallenden RVG-Gebühren muss der Gegner zahlen. Dass die Anwälte unter einem Kanzleidach arbeiten, steht dem nicht entgegen.

Niemand bekommt Prozesskostenhilfe für sich selbst
EIne Frau sitzt an einem Tisch und stützt den Kopf in die Hand. Auf dem Tisch liegen Schreiben, ein Taschenrechner und eine Geldbörse mit einigen Münzen.
Anwältin mit Geldproblemen

Niemand bekommt Prozesskostenhilfe für sich selbst

Die Prozesskostenhilfe soll keine Finanzspritze sein, sondern den Zugang zum Recht sichern. Das LSG Bayern erklärte die Selbstbeiordnung einer Rechtsanwältin daher für unzulässig, die um Ansprüche aus der Grundsicherung stritt.

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht
Auf einer Steinmauer ist ein Schild aus Stein angebracht, das nach rechts zeigt und auf dem "Anwalt" geschrieben steht.
Rechtsberatung ohne Büro

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht

Anwältinnen und Anwälte sollen künftig auch ohne dauerhaft unterhaltene Kanzleiräume arbeiten können. Die Hauptversammlung der BRAK hat eine Neufassung von § 27 BRAO vorgeschlagen, nachdem der BGH die Anforderungen 2025 verschärft hatte.

Ein Schild im Souterrain hinter der Jalousie reicht nicht
Schild mit Aufschrift "Rechtsanwalt" hängt an zwei Ketten von einer Stange vor einer Hauswand.
Keine Anwaltskanzlei

Ein Schild im Souterrain hinter der Jalousie reicht nicht

Eine Kanzlei muss klar erkennbar sein. Dafür verlangt der Anwaltssenat ein Kanzleischild. Und stellt klar, dass eins im Souterrain eines Wohnhauses hinter geschlossenen Rollläden dafür ebenso wenig ausreicht wie ein gekritzelter Zettel an der Klingel.

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
Ein altes Faxgerät steht vor einer Wand auf einem Sideboard, daneben ein Stapel Akten.
Haftungsausschluss in Berufshaftpflicht

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz

Ein Anwalt legte eine Beschwerde per Fax und Post ein, obwohl sie elektronisch einzureichen war. Das LG Bremen wertete dies als wissentliche Pflichtverletzung des Anwalts und wies die Klage gegen die Berufshaftpflichtversicherung ab.

Anwalt erhält zweite Chance
Ein Finger tippt auf einen Button an einem Gerät.
beA streikt, Fax misslingt

Anwalt erhält zweite Chance

Das beA streikt, die Frist läuft ab. Ein Anwalt weicht auf ein für ihn ungewohntes Computerfax aus – und scheitert an den Formalien. Das OLG verwirft die Berufung. Der BGH fragt: Musste der Anwalt diesen Ersatzweg überhaupt beherrschen?

DAV schlägt Reform der Kanzleipflicht vor
Telefon auf einem Tisch, im Hintergrund ein Bücherregal
Keine ständigen Präsenzräume mehr

DAV schlägt Reform der Kanzleipflicht vor

Laut DAV sollen Anwälte künftig weiter eine Kanzlei betreiben müssen. Doch was damit gemeint ist, könnte sich ändern. Der Verband reagiert mit seinem Vorschlag auf ein viel diskutiertes BGH-Urteil.

Das Ende der "Top-Anwälte"?
Illustration eines Mannes im Anzug, der den Daumen hochreckt
Streit um Focus-Ärztesiegel

Das Ende der "Top-Anwälte"?

Der BGH verhandelt am Donnerstag über eine Klage der Wettbewerbszentrale gegen die bekannten Focus-Ärzte-Siegel. Es geht um Objektivität, redaktionelle Unabhängigkeit und auch um Geld. Warum die Entscheidung aus Karlsruhe auch für Deutschlands Anwälte bedeutsam werden könnte, erklärt Martin W. Huff.

Hat hier jemand "Anwalt" gesagt?
Post an Passauer Professor: Hat hier jemand "Anwalt" gesagt?
Post an Passauer Professor

Hat hier jemand "Anwalt" gesagt?

Der Jura-Professor Holm Putze ist von der Münchener Rechtsanwaltskammer um Stellungnahme gebeten worden, weil er sich, obwohl nicht als solcher zugelassen, als Anwalt bezeichnet haben soll – oder so ähnlich. Auf den "lustigen Brief" der Anwaltskammer antwortet Putzke im sozialen Netzwerk LinkedIn.

Keine Pauschalgebühr
Pflichtverteidiger schwatzte in True-Crime-Podcast über seinen Fall: Keine Pauschalgebühr
Pflichtverteidiger schwatzte in True-Crime-Podcast über seinen Fall

Keine Pauschalgebühr

Ein Verteidiger verdiente sich etwas dazu, indem er in einem True-Crime-Podcast von seinen Fällen erzählte. Seinen Antrag auf Pauschalvergütung wegen eines besonders umfangreichen Verfahrens lehnte das OLG München daher ab. Sein Podcaster-Gehalt muss reichen.

Anwalt muss auch für politische Ehrenämter ans Versorgungswerk zahlen
Schutz des Anwaltsberufs

Anwalt muss auch für politische Ehrenämter ans Versorgungswerk zahlen

Die Höhe der Beiträge, die Rechtsanwälte für ihre Altersvorsorge an ihr Versorgungswerk zahlen müssen, richtet sich nicht nur nach ihren Einkünften als juristische Freiberufler. Vielmehr zählen dabei auch andere Einnahmen – sogar Aufwandsentschädigungen aus einer kommunalpolitischen Betätigung. Das hat das VG Minden entschieden.

Streitwert für unverlangt an Rechtsanwalt verschickte Werbemails
Revitalisierte VwGO

Streitwert für unverlangt an Rechtsanwalt verschickte Werbemails

Welcher Gegenstandswert wird fällig, wenn man sich gegen unverlangt bei der Kanzlei eingegangene Werbemails wehrt? Das KG ging zugunsten eines sich selbst vertretenden Anwalts von 3.000 Euro pro Nachricht aus – eine zeitnah folgende Mail wurde mit einem weiteren Zehntel angesetzt.

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus
Terminsgebühr für Pflichtverteidiger

"Erscheinen" setzt "körperliche Anwesenheit" im Gericht voraus

Ein Pflichtverteidiger wollte Gebühren für zehn ausgefallene Hauptverhandlungstermine. Das OLG Koblenz stellte jedoch klar: Wer nicht im Gericht erscheint, erhält keine Terminsgebühr.

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht
Rechtsberatung ohne Büro

BRAK will gelockerte Kanzleipflicht

Anwältinnen und Anwälte sollen künftig auch ohne dauerhaft unterhaltene Kanzleiräume arbeiten können. Die Hauptversammlung der BRAK hat eine Neufassung von § 27 BRAO vorgeschlagen, nachdem der BGH die Anforderungen 2025 verschärft hatte.

BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften
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BRAK erweitert Anforderungen für drei Fachanwaltschaften

Wer Fachanwalt für Strafrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht oder Sportrecht werden will, muss ab sofort teils andere Kenntnisse nachweisen. Die Änderungen der Fachanwaltsordnung sind seit dem 1. Oktober in Kraft.

Was auf Sammelanderkonten zukommt
Neue Prüfpflichten ab 2027

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Das Finanzministerium lässt Sammelanderkonten bis Ende 2027 Luft. Doch neue EU-Geldwäschevorgaben könnten dem DAV zufolge ihre Zukunft gefährden. Der Verein warnt vor überzogenen Prüfpflichten.

DAV warnt vor Aushöhlung des Mandatsgeheimnisses
Geheimdienstreform

DAV warnt vor Aushöhlung des Mandatsgeheimnisses

Wer seinen Anwalt anruft, darf sich auf Vertraulichkeit verlassen – eigentlich. Der Deutsche Anwaltverein sieht diese Garantie durch die geplante Nachrichtendienstreform in Gefahr und rügt niedrige Eingriffsschwellen und fehlende Kontrollen.

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet
Einmalige Terminvertretung

Haftbefehlseröffnung wird nur als Einzeltätigkeit vergütet

Wer nur für die Haftbefehlseröffnung einspringt, erhält nicht die volle Pflichtverteidigervergütung: Der BGH sieht in der vertretungsweisen Beiordnung für diesen Termin vergütungsrechtlich lediglich eine Einzeltätigkeit.

B-Note
Kolumne

B-Note

Wer sich über den Stand der Dinge bei KI-halluzinierten Schriftsätzen informieren will, befragt die Datenbank von Damien Charlotin. Anfang September 2026 gab es gut 2.000 Entscheidungen weltweit, in denen Gerichte erfundene Zitate in Schriftsätzen festgestellt hatten.

Registrierkassenpflicht für die Freien Berufe?
Interview

Registrierkassenpflicht für die Freien Berufe?

Ein aktueller Gesetzentwurf auf dem Bundesfinanzministerium sorgt gerade bei den Freien Berufen für einige Aufregung. Ab 2028 soll eine Registrierkassenpflicht für bargeldintensive Branchen kommen.

Rechtsanwalt geht erfolgreich gegen RAK-Schulungseinladungen vor
"Ich wünsche keine Werbe#E#Mails"

Rechtsanwalt geht erfolgreich gegen RAK-Schulungseinladungen vor

Trotz wiederholter Beschwerden erhielt ein Rechtsanwalt Infomails über anstehende RAK-Schulungen. Das AG Karlsruhe bewertete die E-Mails in der Tat als unzulässige Werbung, Schadensersatz gebe es aber nicht.

Ein Schild im Souterrain hinter der Jalousie reicht nicht
Keine Anwaltskanzlei

Ein Schild im Souterrain hinter der Jalousie reicht nicht

Eine Kanzlei muss klar erkennbar sein. Dafür verlangt der Anwaltssenat ein Kanzleischild. Und stellt klar, dass eins im Souterrain eines Wohnhauses hinter geschlossenen Rollläden dafür ebenso wenig ausreicht wie ein gekritzelter Zettel an der Klingel.

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
Haftungsausschluss in Berufshaftpflicht

Fax statt beA kostet Versicherungsschutz

Ein Anwalt legte eine Beschwerde per Fax und Post ein, obwohl sie elektronisch einzureichen war. Das LG Bremen wertete dies als wissentliche Pflichtverletzung des Anwalts und wies die Klage gegen die Berufshaftpflichtversicherung ab.

Insolvenzverwalter kann sich durch eigene Sozietät vertreten lassen
RVG-Gebühren werden erstattet

Insolvenzverwalter kann sich durch eigene Sozietät vertreten lassen

Ein Insolvenzverwalter ist selbst Rechtsanwalt und lässt sich von seiner eigenen Sozietät vertreten. Die dafür anfallenden RVG-Gebühren muss der Gegner zahlen. Dass die Anwälte unter einem Kanzleidach arbeiten, steht dem nicht entgegen.

Anwalt erhält zweite Chance
beA streikt, Fax misslingt

Anwalt erhält zweite Chance

Das beA streikt, die Frist läuft ab. Ein Anwalt weicht auf ein für ihn ungewohntes Computerfax aus – und scheitert an den Formalien. Das OLG verwirft die Berufung. Der BGH fragt: Musste der Anwalt diesen Ersatzweg überhaupt beherrschen?

"Sonst funktioniert es" ist keine Entschuldigung
Einwahlproblem bei Videoverhandlung

"Sonst funktioniert es" ist keine Entschuldigung

Ein Anwalt scheitert bei zwei Terminen an der Einwahl in eine Videoverhandlung. Der BGH verlangt zwar keine IT-Kenntnisse – aber nach einem ersten Fehlschlag muss ein Anwalt sich um die Ursache kümmern. Sonst kann es mit dem Prozess vorbei sein.

DAV schlägt Reform der Kanzleipflicht vor
Keine ständigen Präsenzräume mehr

DAV schlägt Reform der Kanzleipflicht vor

Laut DAV sollen Anwälte künftig weiter eine Kanzlei betreiben müssen. Doch was damit gemeint ist, könnte sich ändern. Der Verband reagiert mit seinem Vorschlag auf ein viel diskutiertes BGH-Urteil.

Volle Transparenz in England und Wales geplant
Beschwerden gegen Kanzleien

Volle Transparenz in England und Wales geplant

Der Ombudsmann, der in England und Wales für Beschwerden gegen Anwälte zuständig ist, will seine Entscheidungen künftig vollständig veröffentlichen, einschließlich der Namen der Kanzleien und Anwälte.

"Eine klare Sprache macht bessere Anwälte"
Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant

"Eine klare Sprache macht bessere Anwälte"

Für Laien schwer verständliches Juristendeutsch ist ein Problem in der Kommunikation zwischen Anwältinnen und Anwälten und ihrer Mandantschaft. Wie beide Seiten klarer kommunizieren und warum das auch in Schriftsätzen wichtig ist, erklärt Clemens Pichler.

Niemand bekommt Prozesskostenhilfe für sich selbst
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Die Prozesskostenhilfe soll keine Finanzspritze sein, sondern den Zugang zum Recht sichern. Das LSG Bayern erklärte die Selbstbeiordnung einer Rechtsanwältin daher für unzulässig, die um Ansprüche aus der Grundsicherung stritt.

Zur Kasse gebeten
Mögliche Registrierkassenpflicht für Anwälte

Zur Kasse gebeten

Brauchen Anwälte bald eine Registrierkasse für den Fall, dass ein Mandant mal in bar zahlen möchte? Danach sieht es zumindest laut einem Gesetzentwurf des Finanzministeriums aus. Nun schlagen Freiberufler-Verbände Alarm.

Juristen von morgen
Editorial

Juristen von morgen

Könnte der Deutsche Juristentag Fortschritte bei der Ausbildungsreform bringen? Dies hofft Tobias Freudenberg: Die Diskussion sei gründlich vorbereitet, alle betroffenen Gruppen vor Ort und der Reformdruck durch KI und Sorgen um den Rechtsstaat hoch.

Berufsgeheimnis in Gefahr
Aus der Anwaltschaft

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Digitalisierung ersetzt keine Ortskenntnis
Notar muss am Ort bleiben

Digitalisierung ersetzt keine Ortskenntnis

Homeoffice, Videokonferenzen, bundesweite Mandate: Muss ein angehender Anwaltsnotar heute überhaupt noch vor Ort verwurzelt sein? Der BGH sagt Ja – und hält an einer klassischen Zulassungsvoraussetzung fest.

Alternative Quersubventionierung
Kolumne

Alternative Quersubventionierung

Quersubventionierung bezeichnet im anwaltlichen Gebührenrecht das Prinzip, dass ertragsstarke Mandate mit hohen Gegenstandswerten ertragsschwache mitfinanzieren.

Wer A sagt, muss nicht auch RAK sagen
AGH zur Pflichtmitgliedschaft in der Anwaltskammer

Wer A sagt, muss nicht auch RAK sagen

Vier Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sollten plötzlich zusätzlich Mitglied einer Rechtsanwaltskammer werden – samt Kammerbeitrag. Der AGH Nordrhein-Westfalen machte dieser Lesart einen Strich durch die Rechnung: Wer bereits einer Steuerberaterkammer angehöre, müsse nicht noch in die RAK.

Vergesst die billable hour!
Bewertungssystem in der Großkanzlei

Vergesst die billable hour!

Die Leistung von Associates in Stunden zu messen, ist nicht nur durch die Entwicklung der KI überholt, meint Dennis Hillemann. Sie verhindere auch, dass Anwältinnen und Anwälte lernen, worauf es wirklich ankommt: dem Mandanten eine Lösung zu liefern.

Auch Millionen in Immobilien retten die Anwaltszulassung nicht
Vermögensverfall

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Mehrere Millionen Euro Immobilienvermögen, Gold und hohe Mieteinnahmen – trotzdem verlor ein Anwalt seine Zulassung. Der AGH Nordrhein-Westfalen erklärt, warum Reichtum auf dem Papier nicht genügt.

Konzernmandat bringt keine RVG-Gebühren
Syndikusanwalt

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Ein Syndikusanwalt vertrat ein Schwesterunternehmen desselben Konzerns und verlangte RVG-Gebühren. Für die Rechtspflegerin klang das nach einem externen Mandat. Das BPatG sah das anders, die interne Kostenverteilung ändere nichts an seiner Stellung.

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Festschrift schützt nicht vor Pflichtverteidigung
Vertreter wider Willen

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Zum Pflichtverteidiger bestellt – und keine Zeit? Ein Steuerstrafrechtler verwies auf seine Arbeitsbelastung und einen aufwändigen Festschriftbeitrag. Nichts davon interessierte das LG Nürnberg-Fürth, weil der Anwalt einen Fehler gemacht hatte.

Kollidierende Selbstverwaltung
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In Diskussionen über die anwaltliche Selbstverwaltung vergleiche ich das Kammerwesen gerne mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Beide sind ein Segen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ohne Selbstverwaltung keine unabhängige Anwaltschaft, ohne ÖRR keine unabhängige mediale Grundversorgung.

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Interview

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Das Anwaltsgeheimnis bildet die essenzielle Grundlage der Beziehung zwischen Anwalt und Mandant. Doch wie sicher ist es in Zeiten, in denen die digitale Infrastruktur von einigen wenigen, vornehmlich US-amerikanischen Unternehmen kontrolliert wird?

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Ob das Land Baden-Württemberg Sägewerken Kartellschadensersatz schuldet, ist weiter offen - zentrale Feststellungen fehlen. Doch die Sammelklage des Inkasso-Dienstleisters erklärt der BGH für zulässig, anders als im LKW-Kartell ohne Einschränkungen.

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Ein Rechtsanwalt warf einem Kollegen online vor, bei einer Abmahnung überhöhte Streitwerte anzusetzen. Die Beurteilung als "fragwürdig" – auch unter Nennung des Klarnamens – geht laut dem OLG Köln in Ordnung.

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Die Anwaltspflicht, sich kurz zu fassen

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Hunderte Seiten Schriftsatz sind längst keine Seltenheit mehr. Dabei sind deutsche Anwälte zu knappem Vortrag verpflichtet – theoretisch. Wie’s richtig geht, machen Österreich, die Schweiz und England längst vor, zeigt Leon Marcel Kahl.

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Wer in Altersteilzeit geht, kann im Blockmodell schon einige Jahre vor Renteneintritt freigestellt werden. Ein Syndikusanwalt darf auf diesen letzten Metern aber nicht seine Zulassung verlieren. Das wäre mit dem Konzept der Altersteilzeit unvereinbar, sagt der BGH.

Streitwert bleibt für Anwalt angreifbar
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Eine Vergütungsvereinbarung macht die Streitwertbeschwerde des Anwalts nicht überflüssig. Das OLG Hamburg bejaht das Rechtsschutzbedürfnis trotz Honorarvereinbarung – und widerspricht damit der Gegenauffassung des OLG Frankfurt.

Fremdgeldumgang ist Anwaltssache
Editorial

Fremdgeldumgang ist Anwaltssache

Die BRAK hat die Weichen gestellt, um zukünftig die Kontrolle von Sammelanderkonten in anwaltlicher Hand durchführen zu können. Damit sei der Schutz vor Geldwäsche ohne Verletzung der Schweigepflicht möglich, so Schatzmeisterin Leonora Holling.

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Wiedereinsetzung

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Für eine Wiedereinsetzung trug ein Rechtsanwalt vor, dass sein stets zuverlässiger Rechtsreferendar erstmalig eine Berufungsbegründung nicht versandt hatte. Doch dem OLG München kam es darauf nicht an – es wollte wissen, ob der Schriftsatz elektronisch signiert war.

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Kolumne

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