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Ab Juli steigen die Pfändungsfreigrenzen
Zwangsvollstreckung

Ab Juli steigen die Pfändungsfreigrenzen

Arbeitseinkommen wird ab dem 1. Juli 2026 erst bei höheren Beträgen pfändbar. Das Bundesjustizministerium hat die Freigrenzen angehoben.

Anwalt muss Handakte verschicken
Versand statt Abholung

Anwalt muss Handakte verschicken

Nach dem Ende eines Mandats wollte ein Anwalt die Handakte nur zur Abholung bereithalten. Das AG Hamburg sah das anders: Wer die Akte herausgeben müsse, müsse sie grundsätzlich auch verschicken.

Neue Wertgrenze leitet PKH-Verfahren um
Vom LG zum AG

Neue Wertgrenze leitet PKH-Verfahren um

Eine Autofahrerin will nach einem missglückten Gebrauchtwagenkauf Prozesskostenhilfe für ihre Klage. Doch bevor über ihren Antrag entschieden wird, ändert der Gesetzgeber den Zuständigkeitsstreitwert für Zivilverfahren. Das OLG Hamm musste klären, welches Gericht nun am Zug ist.

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt
Versorgungsausgleich

Gegen Zwangsgeld nur mit Anwalt

Wer im Versorgungsausgleichsverfahren erforderliche Unterlagen nicht beibringt, riskiert ein Zwangsgeld. Ob gegen einen solchen Beschluss auch ohne Anwalt vorgegangen werden kann, ist umstritten. Das OLG Nürnberg hat nun Stellung bezogen.

BGH rügt überraschende Unzulässigkeit
Berufung per beA, aber ohne qeS

BGH rügt überraschende Unzulässigkeit

Das OLG Celle monierte die fehlende qualifizierte elektronische Signatur (qeS) und verwarf die Berufung dann wegen Zweifeln am beA-Versand durch den Anwalt. Der BGH sah darin eine unzulässige Überraschungsentscheidung.

Vortrag fehlender Äußerungsmöglichkeit reicht allein nicht
Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung prozessualer Waffengleichheit

Vortrag fehlender Äußerungsmöglichkeit reicht allein nicht

Die prozessuale Waffengleichheit besagt, dass die Parteien im Zivilprozess grundsätzlich die gleichen Chancen haben müssen. Wird dieses Recht verletzt, kann das verfassungsrechtlich relevant sein. Das BVerfG klärt, wann das der Fall ist.

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt
LG Frankfurt zur Anonymisierung vor Gericht

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt

In einem grundsätzlichen Urteil hat die Pressekammer des LG Frankfurt a. M. entschieden, dass die sitzungspolizeiliche Anordnung, mit welcher der Vorsitzende einer Strafkammer verfügt, die Beteiligten in Presseveröffentlichungen zu anonymisieren, für ein späteres presserechtliches Zivilverfahren bindend ist.

Kanzlei geht leer aus nach Finanzierer-Pleite
Heikles Dreiecks-Konstrukt

Kanzlei geht leer aus nach Finanzierer-Pleite

Ein Dieselmandat, vermittelt durch einen Prozessfinanzierer – und eine Kanzlei mit Beteiligung am Unternehmen. Als der Finanzierer insolvent geht, fordert die Kanzlei Geld vom Mandanten. Doch das AG Frankenthal wertete es als unzulässige Erfolgshonorar-Konstruktion.

Gebühren trotz falschen Vortrags?
Prozesskostenhilfe auf der Kippe

Gebühren trotz falschen Vortrags?

Ein Anwalt erhält Vorschüsse aus der Prozesskostenhilfe – doch der Fall gerät ins Wanken. Muss er nun Gelder zurückzahlen? Grundsätzlich nicht, so das OLG Hamburg, außer, er wusste schon, dass aus der Klage nichts wird, produzierte aber weitere Gebühren.

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht
Vollstreckung von Rundfunkgebühren

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht

Der BGH hat klargestellt: Für ein elektronisches Vollstreckungsersuchen reicht der Namenszug der BR-Intendantin allein nicht aus. Die einfache elektronische Signatur müsse dokumentieren, dass die Person den Inhalt tatsächlich verantwortet – etwa durch ein Standardverfahren.