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Grundbuchrecht, FGG

Kein Gemeinde-Veto bei Immobilien-Deals des Fiskus
Herrenloses Grundstück

Kein Gemeinde-Veto bei Immobilien-Deals des Fiskus

Ein herrenloses Grundstück kann vom Fiskus unkompliziert weiterveräußert werden. Eine Zustimmung der örtlichen Gemeinde ist dafür nicht erforderlich, sagt der BGH.

Proberichter darf nicht als Einzelrichter über Beschwerde gegen Überstellungshaft entscheiden

Proberichter darf nicht als Einzelrichter über Beschwerde gegen Überstellungshaft entscheiden

Ein Proberichter entschied als Einzelrichter über die Beschwerde eines Afghanen gegen die Anordnung von Überstellungshaft. Laut BGH war das Gericht nicht vorschriftsmäßig besetzt. Denn § 68 Abs. 1 S. 1 FamG schließe eine Beschwerdeentscheidung durch einen Proberichter als Einzelrichter generell aus.

Gericht muss Faxeingang näher prüfen
Laut Sendebericht ist die "ÜBERTR OK"

Gericht muss Faxeingang näher prüfen

Ist ein Fax beim Gericht angekommen – oder nicht? In einem Streit über die fristgerechte Klageerhebung setzte sich der BFH mit den Tücken alter Technik und der Sorgfaltspflicht des Finanzgerichts auseinander. Das Ergebnis: Die Vorinstanz habe zu oberflächig ermittelt.

Karlsruhe schafft Rechtssicherheit für Notare
Urkundenvollzug trotz Streit

Karlsruhe schafft Rechtssicherheit für Notare

Notare müssen zunächst zwei Wochen lang abwarten, bevor sie eine umstrittene Urkunde vollziehen, sagt der BGH. Gehe ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz ein und werde dieser vom Gericht abgelehnt, müssten sie aber nicht auch die Entscheidung über das Rechtsmittel abwarten.

"Luft Feli" darf ein Vorname sein
Non-binäre Person

"Luft Feli" darf ein Vorname sein

Wenn bei einer Änderung des Geschlechtseintrags aus "Felix" nun "Luft Feli" werden soll, kann das ein Standesamt durchaus ins Stutzen bringen. Nicht nötig, sagte das AG Darmstadt und sprach sich für einen großzügigeren Umgang mit dem Namensrecht aus.

Etwas genauer hätte es das Grundbuch gerne
"Keine kirchenunwürdige Nutzung"

Etwas genauer hätte es das Grundbuch gerne

Die Kirche veräußerte ein Grundstück. Eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit sollte es dem Eigentümer verbieten, das Grundstück "kirchenunwürdig zu nutzen". Das ist laut OLG Nürnberg aber zu unbestimmt für eine Eintragung in das Grundbuch. Auch nachgelieferte Beispiele halfen nicht.

Ritterschaft darf im Grundbuch bleiben
Auch ohne Fürstentum Lüneburg

Ritterschaft darf im Grundbuch bleiben

Ein Rittergut im früheren Fürstentum Lüneburg darf seit 1888 nur mit Genehmigung des Ritterschaftlichen Kollegiums veräußert werden. Das Grundbuchamt wollte den Eintrag, der dies festlegt, als gegenstandslos streichen. Der BGH widersprach.

Nordrhein-Westfalen führt Roben für Rechtspfleger ein

Nordrhein-Westfalen führt Roben für Rechtspfleger ein

Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger bei den Gerichten in Nordrhein-Westfalen können als Amtskleidung in Zukunft eine Robe tragen. Dass solle ihre Bedeutung als "Rückgrat der Justiz" sichtbar machen, so der Justizminister des Landes, Benjamin Limbach.

Verein ohne Rechtspersönlichkeit weiter grundbuchfähig
Trotz MoPeG

Verein ohne Rechtspersönlichkeit weiter grundbuchfähig

Dürfen nach Einführung des MoPeG nicht eingetragene Vereine ohne wirtschaftlichen Zweck noch in das Grundbuch eingetragen werden? In dieser streitigen Frage hat sich das OLG München für die Grundbuchfähigkeit entschieden.

Immobilienkäufe sollen digital vollzogen werden

Immobilienkäufe sollen digital vollzogen werden

Ist der Kaufvertrag über Wohnung, Haus oder Grundstück geschlossen, folgt ein Rattenschwanz an Bürokratie. Der soll künftig nur noch digital abgearbeitet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vor, der beck-aktuell exklusiv vorliegt.