Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Ulrich Schellenberg ist neuer Präsident des DAV

Vollzeit mit der Brechstange?

Ulrich Schellenberg aus Berlin ist der neue Präsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Er löst Wolfgang Ewer ab, der sein Amt nach sechsjähriger Amtszeit zur Verfügung gestellt hatte.

Schellenberg hebt gesellschaftliche Aufgabe der Anwaltschaft hervor

"Meine Aufgabe wird es sein, das fortzuführen, was den Deutschen Anwaltverein schon immer auszeichnet: Die Interessen der Anwaltschaft wahrzunehmen und zugleich der gesellschaftlichen Verantwortung der Anwaltschaft gerecht zu werden", sagte Schellenberg. Aus der Verpflichtung, das Berufsgeheimnis zu schützen, ergebe sich für die Anwaltschaft die Aufgabe, sich auch dort einzumischen, wo Freiheitsrechte beeinträchtigt würden. Die Anwaltschaft habe eine gesellschaftliche Aufgabe. Daher müsse der DAV Missstände aufdecken und Lösungsvorschläge unterbreiten, wo der Zugang zum Recht gefährdet und rechtsstaatliche Prinzipien vergessen würden.

Schellenbergs Engagement mit Bundesverdienstkreuz geehrt

Schellenberg, geboren am 27.03.1960 in Stuttgart, ist seit 1989 zur Anwaltschaft zugelassen und wurde 1995 zum Notar bestellt. Seit 1999 ist er Mitglied des Vorstandes des DAV. Vorsitzender des Berliner Anwaltvereins ist er seit 2003. Schellenberg gehörte dem DAV-Präsidium von 2009 bis 2011 und erneut seit Juni 2013 an. Seit 2013 war er auch Schatzmeister des DAV. 2004 initiierte er in Berlin das Projekt „Anwälte gehen in die Schulen“, um das Rechtsgefühl und das Normbewusstsein junger Menschen zu fördern. 2006 gründete der Berliner Anwaltverein im Ortsteil Wedding eine Jugendberatungsstelle, um sozial schwachen Jugendlichen kostenlose Beratungshilfe zu gewähren. 2008 startete der Berliner Anwaltverein eine kostenlose Rechtsberatungsstelle für Bezieher von Hartz IV. Schellenberg wurde im Jahr 2011 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seine anwaltliche Tätigkeit liegt im Bereich des Zivilrechts und insbesondere des Gesellschafts- und Wirtschaftsrechts. Darüber hinaus ist Schellenberg seit 2007 Fachanwalt für Erbrecht.

Einführung der PartGmbB geht auf Initiative Ewers zurück

Rechtsanwalt Ewer aus Kiel (Jahrgang 1955) gehört dem DAV-Vorstand seit 1995 an. In das Präsidium wurde er 2004 gewählt. DAV-Präsident wurde er im Mai 2009. Ewer ist auch Vizepräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe. In seine Amtszeit fällt vor allen Dingen die Einführung der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB), die auf seine Initiative hin geschaffen wurde. Ferner die Anpassung der linearen Gebührentabellen im Jahr 2013. Auch die Sicherung der Qualität anwaltlicher Dienstleistungen war ihm ein Anliegen. Ewer bleibt im DAV-Vorstand und Mitglied des Präsidiums. Seine beruflichen Schwerpunkte sind das Öffentliche Recht mit den Schwerpunkten Bau-, Planungs- und Umweltrecht sowie das Wirtschaftsverwaltungsrecht.