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Aus drei macht eins

Neues Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung

Ein Teil eines Laptopbildschirm. Die Website des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat  ist geöffnet.
Neue Superbehörde für Ernährung © Bendix / Adobe Stock

Drei Behörden, ein neues Dach: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will BfR, MRI und BZfE zu einem Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung zusammenlegen. 2029 soll es starten – ein Errichtungsgesetz muss noch her.

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer (CSU), stellt seinen Geschäftsbereich neu auf: Drei bislang eigenständige Bundeseinrichtungen sollen zu einer Behörde verschmelzen. Aus dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Max Rubner-Institut (MRI) und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) wird das neue Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung. Das teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Mit der Fusion will Rainer den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärken und zugleich die Verwaltung im Ressort verschlanken. Doppelstrukturen sollen wegfallen, Abstimmungswege kürzer werden. Bislang bearbeiten die drei Häuser überlappende Themenfelder: Das BfR bewertet gesundheitliche Risiken von Lebensmitteln, Chemikalien und Produkten, das MRI forscht zu Lebensmittelqualität und Ernährungssicherung, das BZfE kümmert sich um Ernährungsbildung und Verbraucherkommunikation.

Ein Institut für Lebensmittelsicherheit und Ernährung

Das neue Bundesinstitut soll die Aufgaben aller drei Vorgänger unter einem Dach vereinen. Vorgesehen ist ein ganzheitlicher Ansatz von der Chemikalien- und Futtermittelsicherheit über Fragen der Ernährung für verschiedene Altersgruppen bis zur Ernährungsbildung. Auch die Kommunikation mit Fach- und breiter Öffentlichkeit soll enger verzahnt werden. Das Ministerium betont, die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Beratung bleibe erhalten und erstrecke sich künftig auch auf den Bereich Ernährung.

Zusammengeführt werden auch die Nationalen Referenzlaboratorien, an denen bislang mehrere Behörden beteiligt sind. Damit sollen Forschung und Analytik im gesundheitlichen Verbraucherschutz schlagkräftiger werden.

Start 2029, erste Schritte 2028

An den Start gehen soll die neue Behörde 2029. Nötig ist dafür ein Errichtungsgesetz, das die Aufgaben definiert. In einem ersten Schritt wechseln zum 1. Januar 2028 die Nationalen Referenzlaboratorien vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) an das BfR. Zugleich zieht das derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelte BZfE mit wesentlichen Aufgaben zum MRI um. Zuvor hatte Rainer bereits eine Verschlankung der Strukturen im Ministerium selbst angestoßen.