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RAV-Initiative

Mehr als 1.000 Juristen für AfD-Verbot

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Viele Juristen sprechen sich für ein AfD-Verbot aus. © Adobe Stock / nmann77

Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein hatte Mitte Juli einen Appell an Bundesregierung und Bundestag gestartet, ein AfD-Verbot in Angriff zu nehmen. Die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer hat sich inzwischen verdoppelt.

Mehr als 1.000 Juristinnen und Juristen unterstützen einen Aufruf für ein AfD-Verbot, darunter Anwälte, Richter und Staatsanwälte. Dies teilte der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) mit, der Mitte Juli einen offenen Brief an die Bundesregierung und den Bundestag gerichtet hatte. Damals hatten sich den Angaben zufolge gut 500 Juristinnen und Juristen hinter den Appell gestellt. Inzwischen seien es 1.051.

Die Unterstützerinnen und Unterstützer sähen es als "Pflicht, uns für die Menschenwürde aller Menschen einzusetzen", erklärte der RAV. "Dazu gehört, dass wir eine Partei wie die AfD, die zentralen Grundwerten unserer Verfassung widerspricht, entschieden bekämpfen."

GFF-Gutachten als Ausgangspunkt

Der Verein beruft sich auf ein von Expertinnen und Experten verfasstes Gutachten für die Gesellschaft für Freiheitsrechte, das gute Erfolgschancen für einen AfD-Verbotsantrag vor dem BVerfG sah. Die acht Autorinnen und Autoren des Gutachtens begründeten ihre Einschätzung mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie.

Einen Antrag auf ein Parteiverbot beim BVerfG können Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung stellen. Die Entscheidung liegt dann beim BVerfG. Die Politik ist sich nicht einig, ob ein Parteiverbot beantragt werden sollte.