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LG Hildesheim verurteilt Schleuser zu vier Jahren Haft

„Das unsichtbare Recht“

Ein Schleuser, der nach eigenem Geständnis Libanesen und Syrer nach Deutschland geholt hat, muss vier Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Hildesheim verurteilte den Mann am 03.05.2016, nachdem Anklage und Verteidigung sich auf ein Strafmaß von dreieinhalb bis vier Jahren Haft verständigt hatten. Im Gegenzug hatte der 24-Jährige offengelegt, wie er mit Mittätern Pässe fälschte und Flugtickets für Landsleute und andere Ausländer beschaffte, die dafür der Anklage zufolge bis zu 10.000 Euro zahlten.

Schlag gegen libanesisch-kurdischen Familienclan im Herbst 2015

Die Bande verfügte über Behördenstempel aus Bochum und Düsseldorf, um den manipulierten Papieren einen offiziellen Anstrich zu verleihen. Die Polizei hatte den aus Angehörigen eines libanesisch-kurdischen Familienclans bestehenden Schleuserring im November 2015 gesprengt. Fast 600 Beamte durchsuchten Gebäude an 25 Orten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, darunter der 24-Jährige.