Drei Jahre Haft für "falschen" Notarzt

Zitiervorschlag
Drei Jahre Haft für "falschen" Notarzt. beck-aktuell, 27.10.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/185871)
Ein "falscher" Notarzt ist in Paderborn zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den 33-Jährigen am 26.10.2015 unter anderem wegen Urkundenfälschung schuldig. Da er Venenzugänge ohne entsprechende Qualifikationen gelegt hatte, wurde er auch wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Zu Schaden war jedoch keiner der vier Patienten gekommen.
Über Vermittlungsbörse zur Rettungswache
Vier Tage war der Bochumer im Frühjahr 2015 als Mediziner bei der Rettungswache Delbrück im Kreis Paderborn im Einsatz, bevor er aufflog und festgenommen wurde. Über eine Vermittlungsbörse war er an die verantwortungsvolle Tätigkeit gekommen, nachdem er laut Anklage eine falsche Approbationsurkunde eingereicht hatte. Der leitende Arzt der Rettungswache schöpfte schließlich Verdacht und rief die Polizei.
Verurteilter einschlägig vorbestraft
Zu Prozessbeginn legte der Angeklagte zwar ein umfassendes Geständnis ab, gab sich aber überzeugt, die nötigen Fachkenntnisse mitzubringen. Nach Überzeugung des Gerichts handelte der Verurteilte aus Geltungssucht - und dies bereits zum wiederholten Mal. Vor Gericht hatte er eingestanden, zuvor schon jahrelang als Krankenpfleger tätig gewesen zu sein, ohne je eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Bochum untersucht diese Tätigkeit noch. Auch war er zuvor für ähnliche Delikte bereits mehrfach verurteilt worden.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
Zitiervorschlag
Drei Jahre Haft für "falschen" Notarzt. beck-aktuell, 27.10.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/185871)



