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AG Detmold verurteilt 87-jährige Holocaust-Leugnerin zu acht Monaten Haft

Medienverbot statt Medienkompetenz?

Das Amtsgericht Detmold hat die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck am 02.09.2016 wegen Volksverhetzung zu acht Monaten Haft verurteilt und schloss eine Bewährung aus. Die 87-Jährige aus Vlotho musste sich verantworten, weil sie im Februar 2016 in einem Schreiben an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller und eine Zeitung behauptet hatte, das Konzentrationslager Auschwitz sei ein Arbeitslager gewesen (Az.: 2 Ds 716/16).

Strafe höher als von Staatsanwaltschaft gefordert

Ebenso seien die beim Detmolder Auschwitz-Prozess aussagenden Holocaust-Überlebenden nur "angebliche Zeugen", mit denen die Existenz eines Vernichtungslagers nachgewiesen werden solle. Die Richterin ging mit dem Strafmaß über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Haverbeck fehle "jegliche Einsicht", sie habe im Gerichtssaal erneut strafbare Äußerungen gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die mehrfach verurteilte Rechtsextremistin kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.