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Verlegung von Glasfaserkabeln für schnelles Internet soll billiger werden

Klageindustrie

Glasfaserkabel für superschnelles Internet sollen in Zukunft öfter in schon vorhandenen Rohren und Schächten oder gemeinsam mit anderen Kabeln verlegt werden. Der Bundestag brachte am 12.05.2016 ein Gesetz auf den Weg, das eine entsprechende EU-Richtlinie in Deutschland umsetzen soll. Die Bundesregierung schätzt, dass so bis zu einem Viertel der Gesamtkosten des Breitbandausbaus in Deutschland eingespart werden können – bis zu 20 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren. "Wir brauchen das stärkste Highspeed-Netz der Welt", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) während der Debatte in Berlin.

Informations- und Streitbeilegungsstelle sollen Zusammenarbeit der Unternehmen fördern

Damit Unternehmen bei Bauarbeiten und der Verlegung von Kabeln besser zusammenarbeiten, will die Regierung eine zentrale Informationsstelle und eine Streitbelegungsstelle einrichten. Letztere soll darüber entscheiden, wie hohe Gebühren für die Mitnutzung vorhandener Infrastrukturen anfallen. Die Opposition warf Dobrindt vor, beim Breitband-Ausbau hinterherzuhinken und das selbstgesteckte Ziel zu verfehlen, bis 2018 alle Deutschen mit schnellem Internet zu versorgen. Zudem seien die Einspar-Erwartungen überzogen.