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Kabinett beschließt Strategie zur Eindämmung sexuell übertragbarer Infektionen

Rentenrebellen

Das Bundeskabinett hat am 06.04.2016 den Entwurf einer Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen ("BIS 2030 - Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend") beschlossen. Dies teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Der Entwurf baue auf der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie von 2005 auf und sehe einen integrierten Ansatz vor.

BIS 2030 schafft integrierte Strategie

Wie das Ministerium weiter schreibt, baut BIS 2030 auf der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie von 2005 auf und schafft eine integrierte Strategie, um Gemeinsamkeiten in der Prävention, Diagnostik und Testung der Krankheiten und bei der Versorgung der Patienten besser nutzen zu können. Die Bereiche "Früherkennung und Prävention" würden mit der neuen Strategie weiter ausgebaut. Die Strategie richte Präventions- und Versorgungsangebote passgenau auf verschiedene Altersgruppen und Lebensbereiche aus. Im Mittelpunkt stehe dabei, Wissen über die Krankheiten, ihre Übertragungswege und die Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Dabei dienten aktuelle Daten als Basis für die Planung und Durchführung von Maßnahmen. Eine Vernetzung der staatlichen Institutionen, des Gesundheitsbereichs, von freien Trägern, Selbsthilfeorganisationen und anderen Akteuren solle gewährleisten, dass betroffene Menschen mit abgestimmten Maßnahmen besser erreicht und Ressourcen gebündelt werden.

Fortführung internationaler Anstrengungen

Außerdem sollen die internationalen Anstrengungen fortgeführt werden, um allen Betroffenen Zugang zu Behandlung und sozialer Absicherung zu ermöglichen, so das Ministerium weiter. Dabei sollen konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV eng verzahnt werden mit der nachhaltigen Stärkung von Gesundheitssystemen sowie der Stärkung von Frauenrechten. Auch die besonders schwierige Lage von Menschen auf der Flucht werde berücksichtigt, etwa durch die Integration von Präventions- und Schutzmaßnahmen in lokale HIV-Programme der Aufnahme- und Transitländer. Neben bilateralen Programmen der Entwicklungszusammenarbeit werde die Bundesregierung daher international auch weiterhin den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria unterstützen. Maßstab sei und bleibe das Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die AIDS-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu beenden und Hepatitis und andere übertragbare Infektionen zu bekämpfen. Die vom BMG und Bundesentwicklungsministerium gemeinsam vorgelegte Strategie werde nun Bundestag und Bundesrat zugeleitet.