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Wechsel an der Spitze

Hennemann ist neuer Bundesdatenschutzbeauftragter

Moritz Hennemann steht neben Frank Walter-Steinmeier bei seinem Amtsantritt als BfDI und hält seine Ernennungsurkunde in der Hand.
Moritz Hennemann bei seinem Amtsantritt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. © Bundesregierung / Henning Schacht

Der Freiburger Rechtswissenschaftler Moritz Hennemann hat sein Amt als Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit angetreten. Er folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die aus gesundheitlichen Gründen aufhört.

Moritz Hennemann ist seit 1. Oktober neuer Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). Der 41-jährige Rechtswissenschaftler wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 29. September ernannt, nachdem er im Juni vom Bundestag gewählt worden war. Vorgeschlagen hatte ihn die Union, die SPD unterstützte die Personalie.

Specht-Riemenschneider war im Mai 2024 für fünf Jahre gewählt worden. Im März 2026 kündigte sie ihren Rücktritt an, führte die Amtsgeschäfte aber bis Ende September weiter. Hennemann sagte zum Amtsantritt, Datenschutz und Informationsfreiheit dienten den Bürgerinnen und Bürgern und seien für das Gemeinwesen unverzichtbar. Er wolle beide Rechte angemessen schützen – zugunsten jedes Einzelnen und der digitalen Souveränität Deutschlands.

Vom Hörsaal in die Behörde

Hennemann studierte in Heidelberg, Krakau, Freiburg und Oxford und arbeitete nach dem Referendariat zunächst als Rechtsanwalt. Danach ging er in die Wissenschaft, unter anderem an der Harvard Law School. Seit 2020 hatte er den Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht an der Universität Passau inne. 2023 wechselte er nach Freiburg, wo er den Lehrstuhl für Zivilrecht mit Informations-, Medien- und Internetrecht innehat und das Institut für Medien- und Informationsrecht leitet.

Seit 2025 ist er zudem Richter am OLG Karlsruhe. Die Ämter an Universität und Gericht ruhen während seiner Amtszeit. Seine Schwerpunkte will Hennemann am 6. Oktober auf der Bundespressekonferenz vorstellen.

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