Gesundheitsausschuss billigt E-Health-Gesetzentwurf

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Gesundheitsausschuss billigt E-Health-Gesetzentwurf. beck-aktuell, 02.12.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/184031)
Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat am 02.12.2015 dem sogenannten E-Health-Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drs. 18/5293) mit Änderungen zugestimmt. Dies teilt der parlamentarische Pressedienst mit. Mit dem geplanten Gesetz soll die digitale Vernetzung und Nutzung digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen vorangebracht werden.
Bessere Vernetzung und schneller Abruf von Patientendaten
Laut Gesetzentwurf sollen die Akteure im Gesundheitswesen künftig besser miteinander vernetzt werden und Patientendaten schnell abrufbar sein. Damit sollen auch in Notfällen sichere und effektive Therapien möglich werden. Der Entwurf enthält Vorgaben, Fristen, Anreize für Ärzte und Sanktionen, um das Projekt möglichst zügig umsetzen zu können.
Notfalldaten sollen auf E-Gesundheitskarte gespeichert werden können
Die elektronische Prüfung und Aktualisierung von Versichertenstammdaten soll nach einer Erprobungsphase ab dem 01.07.2016 innerhalb von zwei Jahren flächendeckend eingeführt werden. Damit soll die Voraussetzung für die elektronische Patientenakte geschaffen werden. Ab 2018 sollen die Notfalldaten eines Patienten, beispielsweise zu Allergien oder Vorerkrankungen, auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können, falls der Patient das wünscht.
Anspruch auf Medikationsplan – Digitale Vernetzung von Ärzten und Krankenhäusern
Um Therapien für Patienten sicherer zu machen und unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu verhindern, sollen Medikationspläne erstellt werden. Sie enthalten alle Informationen über die von einem Patienten eingenommenen Arzneimittel. Versicherte, denen mindestens drei Medikamente gleichzeitig verordnet werden, sollen künftig einen Anspruch darauf haben. Mittelfristig soll der Medikationsplan über die e-GK abrufbar sein. Ebenfalls digitalisiert werden soll die Kommunikation zwischen Ärzten sowie zwischen Medizinern und Krankenhäusern.
Experten: Einbindung der Versicherten entscheidend
Wie der Pressedienst schreibt, hätten die Sachverständigen in einer Anhörung zu dem Gesetzentwurf deutlich gemacht, dass die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens sinnvoll sei und in ihren Stellungnahmen die "Dynamik" gelobt, die aufgrund der Fristen und Sanktionen von dem Gesetzentwurf ausgehe. Sie hätten auch betont, dass es bei dem Projekt zentral auf die Einbindung der Versicherten ankomme, die selbst entscheiden müssten, wem sie welche Gesundheitsdaten anvertrauen.
- Redaktion beck-aktuell
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Gesundheitsausschuss billigt E-Health-Gesetzentwurf. beck-aktuell, 02.12.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/184031)



