Ausweis auf dem Handy kommt

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Ausweis auf dem Handy kommt. beck-aktuell, 15.10.2026 (abgerufen am: 16.10.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/207856)
Ab Januar soll der Personalausweis auch auf dem Smartphone verfügbar sein. Zudem kommen bürokratische Erleichterungen für ältere Menschen und beim Wohnortwechsel für Reisepässe.
Der Bundestag hat die gesetzliche Grundlage zur Einführung der digitalen Brieftasche im kommenden Jahr beschlossen, in der etwa der Personalausweis abgespeichert werden kann. Künftig sollen sich Bürger mit der "d-you"-App gegenüber Behörden und Vertragspartnern im Netz einfacher ausweisen können. Perspektivisch soll auch in der analogen Welt der Ausweis auf dem Handy ausreichen, sodass die Plastikkarte zu Hause bleiben kann. Schritt für Schritt sollen andere Identitätsnachweise wie der Führerschein dazukommen.
Die App für die digitale Brieftasche (Wallet) soll "d-you" heißen. Nach Angaben von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) soll die Wallet am 02. Januar 2027 in den Betrieb gehen. Deutschland setzt damit eine EU-Verordnung um, die festlegt, dass jedes Mitgliedsland eine Anwendung für digitale Ausweise auf dem Smartphone bereitstellen muss. Das im Bundestag beschlossene Gesetz soll die rechtliche Basis dafür schaffen.
Ältere Bürger müssen nicht mehr erneuern
Es sieht zudem Maßnahmen vor, die Bürgerinnen und Bürger von Bürokratie entlasten sollen. Ältere Menschen sollen künftig keinen neuen Personalausweis mehr beantragen müssen: Wer bei der Beantragung seines letzten Personalausweises 70 Jahre oder älter war, soll diesen unbegrenzt weiterverwenden dürfen. Die übliche Pflicht zur Neubeantragung nach Ablauf der Gültigkeit nach zehn Jahren fällt weg. Damit sollen ältere Menschen nicht mit unnötigen Behördengängen traktiert werden. Auch die Bürokratie würde entlastet. Grob wird erwartet, dass etwa 285.000 Neuantragsfälle pro Jahr wegfallen könnten.
Zudem müssen Reisepassinhaber bei einem Umzug künftig nicht mehr zum Amt, um den Wohnort im Pass umtragen zu lassen. Der Pass gilt weiter, auch wenn der alte Wohnort noch eingetragen ist. So sollen laut Gesetzentwurf rund 1,2 Millionen Ummeldungen auf Ämtern wegfallen.
Wann genau diese neuen Regelungen in Kraft treten, ist noch offen. Das Gesetz muss zunächst noch durch den Bundesrat.
- Redaktion beck-aktuell, js
- mit Material der dpa
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Ausweis auf dem Handy kommt. beck-aktuell, 15.10.2026 (abgerufen am: 16.10.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/207856)



