Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Bundesrat setzt sich für mehr Verkehrssicherheit ein

Rentenrebellen

Angesichts der zahlreichen Auffahrunfälle von Lkws mit stehenden Fahrzeugen setzt sich der Bundesrat für eine Modernisierung und Erweiterung der Regelungen zu Notbremsassistenten und Abstandswarnern ein. Er hat hierzu am 25.11.2016 eine Entschließung gefasst.

Recht an Stand der Technik anpassen

Darin betonten die Länder, der Grund für viele Unfälle liege weniger in der Technik. Stattdessen müssten die rechtlichen Vorgaben angepasst werden, um die Technik optimal einzusetzen. Die Bundesregierung solle deshalb die EU-Kommission zur Anpassung der entsprechenden europäischen Verordnungen an die aktuellen technischen Möglichkeiten auffordern.

Anhebung der Mindestanforderungen

Dabei müsse es insbesondere darum gehen, die gesetzlichen Mindestanforderungen an Notbrems-Assistenzsysteme für Kollisionen mit stehenden Vorausfahrzeugen zu erhöhen. Das Notbremssystem sollte permanent verfügbar und ein Abschalten des Systems nicht möglich sein. Für verbesserungsfähig hält der Bundesrat auch die Identifikation kollisionsrelevanter Fahrzeuge, wozu auch kleinere Fahrzeuge inklusive Motorräder gehörten. Außerdem sei eine - zeitlich vorgelagerte - Abstandswarnung erforderlich, damit der Fahrzeugführer eine drohende Auffahrkollision selbst verhindern kann.

Bußgeld für Zeitunglesen am Steuer

Darüber hinaus spricht sich die Länderkammer dafür aus, fahrfremde und deutlich ablenkende Tätigkeiten wie Zeitunglesen als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Die Entschließung wird nun der Bundesregierung zugeleitet. Diese entscheidet, ob sie das Anliegen der Länder aufgreifen möchte. Feste Fristen für die Behandlung innerhalb der Bundesregierung gibt es nicht.