Bundesrat gibt grünes Licht für Hilfefonds zugunsten von DDR-Dopingopfern

Zitiervorschlag
Bundesrat gibt grünes Licht für Hilfefonds zugunsten von DDR-Dopingopfern. beck-aktuell, 22.04.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/177331)
Die Länderkammer erhob in ihrer Sitzung am 22.04.2016 keine Einwendungen gegen einen Regierungsentwurf zu finanziellen Hilfen für Dopingopfer der ehemaligen DDR. Damals wurden Hochleistungssportler systematisch im staatlichen Auftrag gedopt - in der Regel mit Anabolika. Etliche dieser Sportlerinnen und Sportler erlitten dadurch teils erhebliche gesundheitliche Schäden.
Erstes Dopingopfergesetz ermöglichte bis 2007 Zahlungen
Ein erstes Dopingopfer-Hilfegesetz sei Ende 2007 nach Zahlungen von insgesamt zwei Millionen Euro außer Kraft getreten, so der Bundesrat. Daraus hatten DDR-Dopingopfer eine finanzielle Unterstützung von jeweils rund 10.500 Euro als einmalige Hilfe erhalten.
Über zehn Millionen Euro stehen für weitere Opfer bereit
Zwischenzeitlich seien viele Opfer bekannt, die nach damaligen Kriterien einen Anspruch auf eine entsprechende Hilfe gehabt hätten, aber nicht berücksichtigt werden konnten. So habe sich beispielsweise gezeigt, dass einige schwere Gesundheitsschäden infolge des Dopings erst jetzt zu Tage treten. Diese Personen sollten nun nach denselben Kriterien, in gleicher Verfahrensweise und in entsprechender Höhe einmalige Zahlungen erhalten.Hierzu werde mit dem geplanten zweiten Dopingopfer-Hilfegesetz erneut ein Fonds eingerichtet, der ausgehend von etwa 1.000 Anspruchsberechtigten mit 10,5 Millionen Euro ausgestattet werden soll.
- Redaktion beck-aktuell
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Bundesrat gibt grünes Licht für Hilfefonds zugunsten von DDR-Dopingopfern. beck-aktuell, 22.04.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/177331)



