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Bericht

 Koalition einigt sich auf zehn Euro höheren Kinderzuschlag

Produkthaftung 2026

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) haben sich nach "Bild"-Informationen auf eine Anhebung des Kinderzuschlags um zehn Euro geeinigt. Der Zuschlag für Geringverdiener solle zum Jahreswechsel auf 170 Euro steigen, berichtete die Zeitung am 06.10.2016 unter Berufung auf Koalitionskreise. Auch die von Schäuble angekündigte Erhöhung des Kindergelds um zwei Euro sowie eine leichte Anhebung von Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag seien vereinbart worden.

Verbänden und Opposition reicht Erhöhung nicht aus

Zum 01.07.2016 war der Kinderzuschlag bereits um 20 Euro auf maximal 160 Euro monatlich gestiegen. Kindergeld und Kinderfreibetrag waren zu Beginn 2016 erhöht worden. Verbände und Opposition kritisierten die Anfang September 2016 von Schäuble in Aussicht gestellte Erhöhung des Kindergelds um zwei Euro als unzureichend. So bezeichnete der Paritätische Wohlfahrtsverband die Pläne der Koalition als "unglaubliche Farce". Es sei familien- und armutspolitisch nicht vermittelbar, dass Kinder von Spitzenverdienern auch weiterhin deutlich höher gefördert würden als Kinder von Normalverdienern und Hartz-IV-Bezieher beim Kindergeld sogar ganz leer ausgingen, kritisierte der Verband in einer Mitteilung vom 06.10.2016. Bereits heute liege die monatliche Nettoentlastung durch die steuerlichen Kinderfreibeträge für Spitzenverdiener um rund 100 Euro höher als das Kindergeld, das Normalverdiener erhielten. Familien im Hartz-IV-Bezug gingen ganz leer aus, da das Kindergeld nach aktueller Rechtslage komplett auf den – nach Ansicht des Verbandes deutlich zu niedrigen und nicht bedarfsgerechten – Regelsatz angerechnet werde, so der Verband.