Verbraucherzentrale mahnt WhatsApp wegen geplanter Daten-Weitergabe an Facebook ab

Zitiervorschlag
Verbraucherzentrale mahnt WhatsApp wegen geplanter Daten-Weitergabe an Facebook ab. beck-aktuell, 19.09.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/170211)
Das Marktwächter-Team des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hat WhatsApp abgemahnt. Die Marktwächter kritisieren, dass das Unternehmen persönliche Daten wie Telefonnummern an seinen Mutterkonzern Facebook weiterreichen will. Neue Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen machten dies möglich. WhatsApp bleibe bis zum 21.09.2016 Zeit eine Unterlassungserklärung abzugeben.
Verbraucher in Vertrauen auf Unabhängigkeit von WhatsApp enttäuscht
Bei der Übernahme 2014 von WhatsApp habe Facebook öffentlich bekundet, dass der Dienst von WhatsApp unabhängig bleiben solle, betont vzbv-Vorstand Klaus Müller. Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen sei enttäuscht worden. Der vzbv habe bereits in seiner Abmahnung von Facebook Anfang 2015 erste Anzeichen für einen Datenaustausch kritisiert.
Verbraucherzentrale sieht Privatsphäre der Verbraucher in Gefahr
Nach Ansicht des vzbv ist ein schleichender Trend dahin zu beobachten, dass Verbraucher nach und nach die Hoheit über ihre Daten verlieren und dadurch ihre Privatsphäre in Gefahr gerät. Vor diesem Hintergrund sei die erweiterte Verbandsklagebefugnis für Verbraucherverbände ein wichtiges Instrument, um Verbraucher und Daten zu schützen.
- Redaktion beck-aktuell
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Verbraucherzentrale mahnt WhatsApp wegen geplanter Daten-Weitergabe an Facebook ab. beck-aktuell, 19.09.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/170211)



