Verbraucherschützer mahnen Datenschutzerklärung von Google erneut ab

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Verbraucherschützer mahnen Datenschutzerklärung von Google erneut ab. beck-aktuell, 07.01.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/182681)
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Google erneut wegen seiner Datenschutzerklärung abgemahnt. Dies teilte der Verband am 06.01.2015 mit. Es gehe um zwei Klauseln der überarbeiteten Datenschutzerklärung: Zum einen lasse sich Google das Recht einräumen, die E-Mails seiner Nutzer ohne deren gesonderte Einwilligung automatisiert zu analysieren, um personalisierte Werbung zu platzieren. Zum anderen soll nur für die Weitergabe "sensibler Kategorien" von personenbezogenen Daten eine ausdrückliche Einwilligungserklärung notwendig sein.
vzbv: Spezifische Einwilligung für E-Mail-Auswertung zu Werbezwecken erforderlich
Der vzbv sieht durch beide Klauseln die Verbraucherrechte unzulässig eingeschränkt. Viele E-Mails enthielten sehr private Informationen wie etwa höchstpersönliche Daten. Diese müssen nicht immer nur vom Nutzer selbst stammen, sondern können auch von Dritten, die eine E-Mail an den Nutzer senden, übermittelt werden. Für die Auswertung der E-Mails sei eine spezifische Einwilligung erforderlich. Daran fehle es. Eine rechtskonforme Einwilligung in die Nutzung personenbezogener Daten sei nicht dadurch gegeben, dass Verbraucher der Datenschutzerklärung insgesamt zustimmen. Hinsichtlich der zweiten Klausel, wonach nur für die Weitergabe "sensibler Kategorien" von personenbezogenen Daten eine ausdrückliche Einwilligungserklärung notwendig sei, rügt der Verband, dass eine Unterscheidung zwischen "sensiblen" und anderen personenbezogenen Daten mit den deutschen Datenschutzvorschriften nicht vereinbar sei.
- Redaktion beck-aktuell
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Verbraucherschützer mahnen Datenschutzerklärung von Google erneut ab. beck-aktuell, 07.01.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/182681)



