Arzt soll nach Organspendeskandal 1,1 Millionen Euro erhalten

Zitiervorschlag
Arzt soll nach Organspendeskandal 1,1 Millionen Euro erhalten. beck-aktuell, 13.09.2019 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/118421)
Ein im Göttinger Transplantationsskandal freigesprochener Chirurg soll mit mehr als einer Million Euro vom Land Niedersachsen entschädigt werden. Das entschied das Landgericht Braunschweig am 13.09.2019 in einem Zivilverfahren. Das Land müsse dem Mediziner rund 1,1 Millionen Euro zahlen, sagte der Richter. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige einen Verdienstausfall wegen der Untersuchungshaft erlitten hat. Gegen das Urteil ist Berufung möglich (Az.: 7 O 3677/18).
Gut dotierte Stelle in Jordanien konnte nicht angetreten werden
Der Mediziner forderte Schadenersatz, weil er wegen der knapp einjährigen U-Haft eine gut dotierte Stelle in Jordanien mit einem Gehalt von 50.000 Dollar pro Monat nicht hatte antreten können. In einem bundesweit aufsehenerregenden Prozess hatte das LG Göttingen den Arzt 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
- LG Braunschweig
- Urteil vom 13.09.2019
- 7 O 3677/18
Zitiervorschlag
Arzt soll nach Organspendeskandal 1,1 Millionen Euro erhalten. beck-aktuell, 13.09.2019 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/118421)



