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Nutzung von Inhalten für KI-Systeme

Großbritannien weist Google in die Schranken

Ein Mann googelt etwas auf seinem Handy.
Im Vereinigten Königreich sollen Verlage ihre Inhalte aus Googles KI-Produkten heraushalten können. © Confidence / Adobe Stock

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Google angewiesen, Verlagen und Content-Erstellern mehr Kontrolle darüber zu geben, wie der Konzern ihre Inhalte in seinen KI-Systemen nutzt. Zumindest müsse möglich sein, die Nutzung eigener Inhalte zu verbieten.

Hintergrund ist vor allem die neue Generation KI-basierter Zusammenfassungen, die immer häufiger ganz oben in Google Suchergebnissen auftauchen – und damit den klassischen Klick auf die Quelle überflüssig machen.

Wie Courthouse News berichtet, beobachteten viele Website-Betreiber sinkende Nutzerzahlen, seit Google Antworten direkt auf der Suchseite ausspielt. Die sogenannten AI Overviews erreichen laut Google inzwischen mehr als 2,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Für diese Zusammenfassungen greife Google auf Inhalte unzähliger Websites zurück – bislang, ohne dass die Betreiber ein Mitspracherecht darüber hätten, wie ihre Daten genutzt werden.

Die CMA kritisiert, die Betreiber von Webseiten könnten weder nachvollziehen, welche ihrer Inhalte in KI-Antworten auftauchten, noch wie diese dort verarbeitet würden. Auch die Quellenangaben seien oft unzureichend; die Originalquellen würden in den "AI Overviews" nicht angemessen sichtbar. 

Konkrete Forderungen an Google

Deshalb verlangt die britische Behörde nun, dass Google Verlagen klare Kontrollmöglichkeiten an die Hand gibt: Zum einen sollen sie die Nutzung ihrer Inhalte für KI-Antworten unterbinden können – ohne dabei aus den Suchergebnissen zu verschwinden. 

Zusätzlich soll Google verpflichtet werden, den Kreatoren klare Informationen darüber zu liefern, wie (und wofür) deren Inhalte genau verwendet werden, einschließlich detaillierter Nutzungsmetriken. Schließlich müsse Google sicherstellen, dass sämtliche in KI-Antworten verwendete Quellen eindeutig gekennzeichnet seien und die Nutzer leicht zu den Originalseiten gelangen könnten. 

Mit diesen Maßnahmen will die Wettbewerbsbehörde die Verhandlungsposition der Website-Betreiber gegenüber Google stärken. Durch die Möglichkeit, ihre Inhalte für KI zu sperren, ohne dabei aus der Suche zu verschwinden, könnten Verlage möglicherweise bessere Lizenz- und Vergütungsmodelle für die Nutzung ihrer Inhalte aushandeln. 

Parallel dazu kündigte Google an, in Großbritannien ein neues Search-Console-Feature zu testen, mit dem Website-Betreiber selbst festlegen könnten, ob ihre Inhalte in KI-Suchfunktionen erscheinen und zur Generierung von Antworten beitragen dürfen.