EU-Betrugsbekämpfer bekommen Rekordzahl an Hinweisen

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EU-Betrugsbekämpfer bekommen Rekordzahl an Hinweisen . beck-aktuell, 02.06.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/192851)
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) hat 2014 von Behörden und Privatpersonen 1417 Hinweise auf vermuteten Betrug erhalten, wie Amtschef Giovanni Kessler am 02.06.2015 in Brüssel berichtete. Dies sei Rekord.
Rekordzahl bedeutet nicht zwingend mehr Betrugsdelikte
234 Ermittlungsverfahren wurden neu eröffnet. «Wir haben uns auf die Fälle konzentriert, in denen der größte Handlungsbedarf bestand und bei denen wir mit unserem Eingreifen wirklich etwas bewegen konnten», kommentierte Kessler. Dies seien Untersuchungen in Bereichen wie Zigarettenschmuggel, Strukturfonds, Zoll, Außenhandel und Außenhilfe gewesen. Olaf betonte, dass die Rekordzahl an Hinweisen nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer steigenden Zahl von Betrugsdelikten in Europa sei. Sie könne vielmehr auch Ausdruck des gestiegenen Vertrauens in die Untersuchungskapazitäten des Amtes sein, hieß es.
Olaf empfahl 2014 Rückforderung von 901 Millionen Euro
Das Amt empfahl nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr, 901 Millionen Euro zurückzufordern. Das Geld soll in den EU-Haushalt zurückfließen. Insgesamt sprachen die EU-Betrugsbekämpfer im vergangenen Jahr 397 Handlungsempfehlungen aus - zum Beispiel für nationale Strafverfolgungsbehörden. Olaf kann selbst keine Sanktionen verhängen. Dies ist Einrichtungen wie Gerichten überlassen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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