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Neues Gesicht beim BGH

Annett Schulze zieht in den Bankensenat ein

Vor einem ausschnittweise zu sehenden weißen Gebäude aus Stein und Glas im Hintergrund verläuft ein hoher schwarzer Zaun, davor eine bronzefarbene Tafel mit der Aufschrift Bundesgerichtshof
Der neue Dienstsitz von Annett Schulze © Ardan Fuessmann / Adobe Stock

Vom AG Bad Freienwalde über einen Zwischenstopp am OLG Brandenburg an die Spitze der deutschen Zivilgerichte. Annett Schulze ist neue Richterin am BGH – sie verstärkt den XI. Zivilsenat, den Bankrecht-Senat.

Annett Schulze ist neue Richterin am BGH. Wie der BGH am Montag mitteilte, hat der Bundespräsident die bisherige Richterin am Brandenburgischen OLG zur Bundesrichterin ernannt. Das Präsidium wies sie dem XI. Zivilsenat zu. Dieser ist vornehmlich für Bank- und Börsenrecht zuständig – vor ihm landen unter anderem Streitigkeiten rund um Anlageberatung, Darlehensverträge und Kapitalmarktgeschäfte.

Schulze ist 53 Jahre alt. Ihre Karriere im höheren Justizdienst des Landes Brandenburg begann im Mai 2000. Während der Proberichterzeit durchlief sie das LG Frankfurt (Oder) und mehrere Amtsgerichte der Region: Fürstenwalde/Spree, Eberswalde und Bernau. Am AG Bernau erhielt sie im März 2005 die Ernennung zur Richterin auf Lebenszeit.

Über Brandenburgs Amtsgerichte nach Karlsruhe

Von Bernau aus übernahm Schulze ab 2009 die Vertretung des Amtsgerichtsdirektors. Zwischenzeitlich war sie ans LG Potsdam abgeordnet. 2016 stieg sie zur Direktorin des AG Bad Freienwalde (Oder) auf und leitete das Gericht mehrere Jahre lang. Für einige Monate verschlug es sie auch ins Brandenburgische Justizministerium.

Am Brandenburgischen OLG gehörte Schulze seit August 2022 einem Zivilsenat an. Gut vier Jahre später führt ihr Weg nun nach Karlsruhe. Über zwei Jahrzehnte hat sie in der märkischen Justiz verbracht, an Gerichten ganz unterschiedlicher Größe – vom AG an der Oder bis zum OLG  in Brandenburg an der Havel.

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