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Beteiligung an LGBT-Bewegung

Russisches Gericht verurteilt Barbetreiber wegen Extremismus

Zwei Männer reden in einer Bar miteinander, während sich ihre Hände berühren.
Russland stift die LGBT-Bewegung als extremistisch ein. © Oleg / Adobe Stock

Die russische Justiz geht hart gegen die queere Community vor. Ein Gericht in der russischen Stadt Orenburg hat drei Mitarbeiter einer Bar wegen Beteiligung an der als extremistisch eingestuften LGBT-Bewegung zu langen Haftstrafen verurteilt.

Demnach müssen der künstlerische Leiter, die Geschäftsführerin und der Inhaber zwischen zwei Jahren und drei Monaten und sieben Jahren in eine Strafkolonie, wie russische Medien unter Berufung auf das Gericht meldeten.

Den drei Beschuldigten wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, trotz Kenntnis des Verbots der sogenannten internationalen LGBT-Bewegung in Russland Veranstaltungen organisiert zu haben, um die Aktivitäten dieser angeblichen Organisation fortzusetzen. Medienberichten zufolge waren die drei bereits im März 2024 nach einer Razzia in der Bar festgenommen worden. Das Gericht sprach jetzt von dem russlandweit ersten Strafverfahren nach der neuen Gesetzeslage von 2023.

Russland geht massiv gegen die LGBTQI+-Szene vor. Der Oberste Gerichtshof des flächenmäßig größten Landes der Erde hatte 2023 entschieden, "die internationale öffentliche LGBT-Bewegung als extremistische Organisation anzuerkennen und ihre Aktivitäten in Russland zu verbieten". Schon seit 2013 gilt in Russland ein Verbot für die "Propaganda von LGBT". Viele Betroffene haben Russland aus Angst um ihr Leben verlassen.

Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen – und das Pluszeichen ist ein Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.