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Italien

Menschenschmuggler nach Tod hunderter Flüchtlinge zu Haftstrafen verurteilt

Rentenrebellen

Sechs Menschenschmuggler sind in Italien nach dem Tod Hunderter Menschen beim Untergang eines Flüchtlingsbootes im Mittelmeer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hätten zu einem Menschenschmugglerring gehört, der im Oktober 2013 die Überfahrt von Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia von Libyen aus nach Italien organisiert habe, meldete die Nachrichtenagentur Ansa am 08.02.2016. Beim Untergang des Bootes vor Lampedusa starben 366 Menschen.

Erstes Urteil gegen Schleuserring in Italien

Das Gericht in Palermo sprach die aus Eritrea stammenden Angeklagten der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung für den Menschenschmuggel schuldig und verhängte Haftstrafen zwischen zwei und sechs Jahren und vier Monaten. Es war das erste Urteil in Italien gegen ein kriminelles Netzwerk von Menschenschleusern. Drei weitere Mitglieder der Bande, darunter der mutmaßliche Drahtzieher des Menschenschmuggels Richtung Italien, werden in Libyen vermutet.