Bergbaukonzern Vale wegen Dammbruchs zu Schadenersatz in Milliardenhöhe verurteilt

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Bergbaukonzern Vale wegen Dammbruchs zu Schadenersatz in Milliardenhöhe verurteilt. beck-aktuell, 10.07.2019 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/121231)
Rund fünfeinhalb Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien ist der Bergbaukonzern Vale erstmals zur Wiedergutmachung verurteilt worden. Das Unternehmen müsse alle entstandenen Schäden beheben, ordnete ein Richter in Belo Horizonte am 09.07.2019 an.
Dammbruch forderte 248 Todesopfer
Bei dem Unglück war der Damm an der Mine Córrego do Feijão gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Mindestens 248 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 22 weitere werden noch immer vermisst. Kurz vor dem Unglück hatten Mitarbeiter der brasilianischen Tochter des TÜV Süd die Rückhaltebecken geprüft und für sicher befunden.
Vermögenswerte von Vale bereits für Schadenersatzzahlungen blockiert
Eine genaue Summe legte der Richter laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 nicht fest. Er stellte allerdings fest, dass zu den Schäden neben den vielen Todesopfern auch negative Folgen für die Umwelt und lokale Wirtschaft zählten. Für etwaige Schadenersatzzahlungen hat die Justiz bereits Vermögenswerte von Vale in Höhe von elf Milliarden Reais (2,5 Milliarden Euro) blockiert.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Bergbaukonzern Vale wegen Dammbruchs zu Schadenersatz in Milliardenhöhe verurteilt. beck-aktuell, 10.07.2019 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/121231)



