FBI-Chef will 250 Millionen Dollar wegen Verleumdung

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FBI-Chef will 250 Millionen Dollar wegen Verleumdung. beck-aktuell, 21.04.2026 (abgerufen am: 22.04.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/196646)
Nach einem Artikel über seinen Alkoholkonsum und seine schlechte Amtsführung verklagt FBI-Direktor Kash Patel das US-Magazin "The Atlantic". Sollte er Erfolg haben, könnte es für das Magazin teuer werden.
Patel will von dem Magazin und der Journalistin Sarah Fitzpatrick wegen Verleumdung 250 Millionen US-Dollar (212 Millionen Euro) Schadenersatz. Das geht aus einer am Montag in Washington eingereichten Klage hervor. Patel wirft dem Magazin demnach vor, einen Artikel mit "falschen und offensichtlich erfundenen Behauptungen" veröffentlicht zu haben, um seinen Ruf zu zerstören.
Das Magazin hatte am Freitag berichtet, Patel habe Kollegen mit Phasen übermäßigen Alkoholkonsums und unerklärlichen Abwesenheiten beunruhigt. Dem Bericht zufolge stützte sich das Magazin dabei auf mehr als zwei Dutzend anonyme Quellen.
In der Klageschrift weist Patel die Vorwürfe entschieden zurück. Wörtlich heißt es dort, "Patel trinkt weder in diesen Lokalen noch sonst irgendwo übermäßig", und das sei auch nie Anlass zur Sorge innerhalb der Regierung gewesen. Zudem heißt es zu weiteren im Artikel geschilderten Vorfällen: "Keines dieser Ereignisse hat stattgefunden."
Vorwürfe "zu fast 100 % falsch"
Patels Anwälte hatten The Atlantic nach eigenen Angaben bereits vor Veröffentlichung in einem Schreiben gewarnt. Darin bezeichneten sie die Vorwürfe als "kategorisch falsche und verleumderische Behauptungen". Außerdem zitierten sie eine Antwort aus dem FBI-Pressebüro, wonach die Vorwürfe "zu fast 100% falsch" seien. The Atlantic habe dem FBI weniger als zwei Stunden Zeit für eine Stellungnahme zu 19 Punkten gegeben und den Beitrag trotz ausdrücklicher Warnungen veröffentlicht.
Auch Patel selbst drohte schon vor Einreichung der Klage öffentlich mit rechtlichen Schritten. In einem Beitrag auf X schrieb er: "Wir sehen uns mit euch und eurem gesamten Gefolge an Falschberichterstattung vor Gericht". Weiter bezog er sich auf den in den USA für Verleumdungsklagen gegen öffentliche Personen besonders hohen rechtlichen Maßstab. Danach müssen Kläger nachweisen, dass Medien wissentlich falsche Angaben gemacht oder die Wahrheit bewusst ignoriert haben. Dieser Standard sei inzwischen eine leicht zu nehmende Hürde.
The Atlantic wies die Vorwürfe zurück. Das Magazin erklärte nach Berichten mehrerer US-Medien: "Wir stehen zu unserer Berichterstattung über Kash Patel und werden The Atlantic und unsere Journalistinnen und Journalisten gegen diese unbegründete Klage mit aller Kraft verteidigen." Autorin Fitzpatrick sagte laut Wall Street Journal, sie stehe zu jedem Wort ihres Berichts.
- Redaktion beck-aktuell, kw
- dpa
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FBI-Chef will 250 Millionen Dollar wegen Verleumdung. beck-aktuell, 21.04.2026 (abgerufen am: 22.04.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/196646)



