Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt
Griechenland

Eisenbahner und Rechtsanwälte streiken wegen geplanter Rentenreform

Carl von Ossietzky

Aus Protest gegen geplante Renten-Einsparungen und Privatisierungspläne haben am 12.01.2016 griechische Eisenbahner und Rechtsanwälte ihre Arbeit niedergelegt. Der Eisenbahnverkehr wurde massiv durch die dreistündigen Streiks gestört. Die Rechtsanwälte traten sogar in einen dreitägigen Streik. Aus diesem Grund fielen fast alle Gerichtsverhandlungen aus, berichtete das griechische Fernsehen.

Reformpläne mit schmerzhaften Einschnitten

Auch andere Gewerkschaften laufen gegen die Reformpläne Sturm. “Wir werden mit unseren Traktoren in den kommenden Tagen die Autobahnen und die Grenzübergänge blockieren“, drohten Bauern aus Nordgriechenland im Fernsehen. Der Hintergrund: Die Regierung in Athen hat eine Rentenreform mit schmerzhaften Einschnitten den internationalen Geldgebern zur Genehmigung vorgelegt.

Vorschläge sehen Rentenkürzungen und Beitragserhöhungen vor

Der Vorschlag beinhaltet Kürzungen von im Durchschnitt 15% für alle neuen Renten sowie Erhöhungen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. Zudem werden die Rentenbeiträge der Freischaffenden - darunter der Rechtsanwälte und der Bauern - deutlich erhöht. Außerdem sollen die griechischen staatlichen Eisenbahnen privatisiert werden. Die Reformen sind Voraussetzung für weitere Hilfen der Geldgeber.