EU-Kommission will Schengen-Raum ohne Binnengrenzkontrollen bis Dezember 2016 wiederherstellen

Zitiervorschlag
EU-Kommission will Schengen-Raum ohne Binnengrenzkontrollen bis Dezember 2016 wiederherstellen. beck-aktuell, 07.03.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/179621)
Die Europäische Kommission will alle Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum bis spätestens Dezember 2016 wieder aufheben und hat dazu am 04.03.2016 einen detaillierten Fahrplan vorgelegt. Insbesondere sollen die Außengrenzen wirksamer geschützt und dazu die geplante europäische Grenz- und Küstenwache zügig einsatzbereit gemacht werden.
Praxis des "Durchwinkens" und Alleingänge bei Grenzkontrollen beenden
Laut Kommission setzt die Wiederherstellung des Schengen-Systems voraus, dass die Außengrenzen effektiver gesichert werden und die Praxis des "Durchwinkens" von Flüchtlingen beendet wird. Außerdem müssten die EU-Staaten bei vorübergehenden Grenzkontrollen gemeinsam vorgehen statt Alleingänge zu wählen. Außerdem müsse weiter mit der Türkei kooperiert werden, um den Zustrom von Flüchtlingen deutlich zu reduzieren.
Kommission: Grenzkontrollen verursachen immense Kosten für die Wirtschaft
Die Kommission weist auf die immensen Kosten hin, die eine Abkehr vom Schengen-System für die EU-Wirtschaft verursachen würde. Sie schätzt die Kosten auf 5 bis 18 Milliarden Euro jährlich (0,05 bis 0,13 Prozent des BIP). So kämen etwa auf EU-Staaten wie Polen, die Niederlande oder Deutschland zusätzliche Kosten in Höhe von über 500 Millionen für den Güterverkehr auf der Straße zu.
- Redaktion beck-aktuell
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EU-Kommission will Schengen-Raum ohne Binnengrenzkontrollen bis Dezember 2016 wiederherstellen. beck-aktuell, 07.03.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/179621)



