Polizeigewerkschaft fordert Gesetzesänderung und mehr Personal

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Polizeigewerkschaft fordert Gesetzesänderung und mehr Personal. beck-aktuell, 09.12.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/166096)
Für eine höhere Aufklärungsquote von Einbrüchen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Gesetzesänderung und mehr Personal gefordert. Nach Ansicht der Gewerkschaft sollte aufgrund des zunehmend professionellen Vorgehens von organisierten Banden Einbruch als Raub bestraft werden und mehr Polizeipräsenz bestehen.
Polizeigewerkschaft plädiert für Einstufung von Einbrüchen als Raub
Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ am 29.10.2016: “Es ist längst überfällig, Einbruch als Raub einzustufen.“ Die meisten Einbrüche würden inzwischen von organisierten Banden, vor allem aus Osteuropa, verübt, und nicht mehr von Gelegenheitstätern oder Jugendlichen. “Wir brauchen deshalb mehr Möglichkeiten, Täter zu verfolgen, etwa mit Telefonüberwachung“, sagte Radek. Dafür müsse der Straftatbestand geändert, also Einbruch als Raub gewertet werden. Dieser Vorstoß des Bundesinnenministeriums müsse schnell Gesetz werden.
Mehr Beamte könnten Zahl der Einbrüche senken
Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen liegt derzeit bei etwa 15%. Selbst die Bundesregierung hatte diese Quote in ihrem Abschlussbericht zum Bürgerdialog “Gutes Leben in Deutschland“ als “unbefriedigend“ beklagt. Zudem klagte der GdP-Vize über Personalknappheit. “Mit mehr Beamten könnten wir bei Einbrüchen deutlich mehr bewirken, wir könnten Streifen in Wohngebiete schicken und schneller ermitteln.“ Dort, wo die Polizei etwa mit Sonderkommissionen und neuer Software besonders aktiv sei wie in Hamburg und Nordrhein-Westfalen sehe man, dass die Prävention Früchte trage.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Polizeigewerkschaft fordert Gesetzesänderung und mehr Personal. beck-aktuell, 09.12.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/166096)



