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Bürokratieabbau

Antragsloses Kindergeld kommt

Ein Antrag auf Kindergeld und eine Hand mit einem Stift, die zum Ausfüllen des Antrags ansetzt.
Der Kindergeldantrag: Soll bald Geschichte sein. © Dan Race / Adobe Stock

Kindergeld ohne Antrag: das soll es künftig geben. Der Bundestag beschloss ein Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Junge Familien sollen beim Kindergeld von Bürokratie entlastet werden. Das Gesetz soll Anfang Januar 2027 in Kraft treten. Geplant sind zwei Schritte. Die erste Ausbaustufe umfasst laut Gesetzentwurf Geburten ab dem zweiten Kind, da die Familienkasse bekannte Daten für erstgeborene Kinder weiterverwenden könne. In der zweiten Ausbaustufe soll das Verfahren auf erstgeborene Kinder ausgeweitet werden.

Der SPD-Politiker Parsa Marvi sagte im Bundestag, Leistungen sollten schnell, unkompliziert und ohne unnötige Bürokratie bei den Menschen ankommen. Er sprach von einem Schritt hin zum modernen Staat, der den Menschen das Leben einfacher mache.

Die CDU-Politikerin Anne König sagte: "Mit dem antragslosen Kindergeld bauen wir Bürokratie spürbar ab und entlasten Familien in den ersten Wochen nach der Geburt." Die Union habe sich dafür eingesetzt, dass das Kindergeld grundsätzlich an die Mutter ausgezahlt wird.

Das Kindergeld beträgt unabhängig vom Einkommen aktuell 259 Euro pro Monat und Kind. Es wird an die Person ausgezahlt, die das Kind regelmäßig versorgt.