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Teurer Hochsicherheitssaal im Münchener Gefängnis Stadelheim kurz nach Eröffnung wieder geschlossen

Vollzeit mit der Brechstange?

Gerade erst ist der neue Hochsicherheitssaal im Münchener Gefängnis Stadelheim eröffnet worden – da wird er auch schon wieder geschlossen. Nach nur einem Verhandlungstag kann der 17 Millionen Euro teure Gerichtssaal nicht mehr genutzt werden, "bis auf weiteres", teilte das Oberlandesgericht München am 16.11.2016 mit. Hintergrund seien "Unzulänglichkeiten im Sanitärbereich, deren Nachbesserung geprüft werden muss". Wie lange der Saal nicht nutzbar ist, blieb offen: "Über die Dauer etwaiger Nachbesserungsmaßnahmen können derzeit keine Prognosen abgegeben werden."

Eklat wegen fehlender Toiletten-Abtrennung

Am ersten Verhandlungstag am 14.11.2016 hatte es im Hochsicherheitssaal einen Eklat gegeben – unter anderem, weil die Toilette in einer Zelle in der Nähe des Saals für die Angeklagten keine Abtrennung hatte. Einen vergleichbaren Saal gibt es sonst nur in Düsseldorf. Nach Angaben des Justizministeriums in München war der neue Saal nötig geworden, weil die Zahl der Strafprozesse gegen internationalen Terrorismus, in Staatsschutzsachen und gegen Mitglieder der Organisierten Kriminalität immer weiter zunimmt.