Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt
Ruhmsucht als Motiv

Terrorpläne für Taylor-Swift-Konzert

An einem großen Gebäude ist eine Girlande befestigt mit der Aufschrift "TAYLOR SWIFT THE ERAS TOUR".
In Wien fanden 2024 keine Taylor-Swift-Konzerte statt, aber in Toronto. © SockaGPhoto / Adobe Stock

Eine Bombe, Messer, ein Lkw – der angeklagte IS-Anhänger träumte von einem möglichst verheerenden Anschlag auf die Swifties. Auch das Konzertgelände wollte er dafür inspizieren.

Im Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Konzerte von US-Star Taylor Swift in Wien hat sich der Hauptverdächtige zu seinen Motiven geäußert. "Ich wollte mich so stark wie möglich bewaffnen, damit ich groß rauskomme", sagte der 21-Jährige laut Nachrichtenagentur APA vor dem Landesgericht Wiener Neustadt zu seinen Anschlagsplänen. Er habe vor der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) wie ein Held dastehen und berühmt werden wollen. "Die größte Idee wäre, mit einem Lkw, bewaffnet, mit Bomben und Messern."

Schon Wochen vor der dreitägigen Konzert-Serie, die Anfang August 2024 im Happel-Stadion über die Bühne hätte gehen sollen, hatte Beran A. nach eigenen Worten Kontakt mit einer Security-Firma aufgenommen, um sich als Sicherheitsmitarbeiter einzuschleusen und die Örtlichkeit in Augenschein nehmen zu können. Davon habe er aber wieder Abstand genommen.

Hohe Haftstrafe möglich

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln bei seiner Festnahme eine Schrapnell-Bombe fast fertiggestellt. Ziel waren nach bisherigen Ermittlungen die Swift-Fans vor dem Konzertgelände. Der Terrorakt sollte am 9. August 2024 erfolgen, dem Datum des zweiten von drei Swift-Konzerten im Ernst-Happel-Stadion.

Nach damaliger Darstellung der Regierung war die Bedrohungslage "sehr ernst". Sicherheitshalber wurden alle drei Konzerte in Wien mit erwarteten 200.000 Besuchern vom Veranstalter abgesagt.

Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft. Am 28. Mai könnte ein Urteil fallen.