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Nord-Stream-Anschlag

Gutachter analysiert Folgen für die Schifffahrt

Gas-Pipeline und Verbindungsteile an einer Anlandestation
Die Anlandestation der Nord Stream-2-Pipeline in Lubmin, Mecklenburg-Vorpommern © fotowunsch / Adobe Stock

Vier Lecks, massive Schäden am Meeresgrund: Ein Gutachter soll im Nord-Stream-Prozess untersuchen, welche Folgen die Explosionen für Schiffe in der Ostsee hatten. Was zeigt seine Analyse?

Der dritte Prozesstag im Verfahren um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines steht im Zeichen der Explosionsfolgen für die Schifffahrt in der Ostsee. Nach Angaben des Gerichts ist für Mittwoch um 9.30 Uhr ein Professor der Bundeswehruniversität Hamburg als Sachverständiger geladen, der eine entsprechende Analyse abgeben soll. Nach der Mittagspause soll dann ein Beamter des Bundeskriminalamts als Zeuge berichten, wie die Ermittler auf die Spur der Segeljacht "Andromeda" gekommen sind.

Staatsschutzsenat hat Einstellung des Verfahrens abgelehnt

Beim zweiten Verhandlungstag hatte die Verteidigung des Angeklagten Serhij Kusnjezow vergeblich eine Einstellung des Verfahrens verlangt. Der Staatsschutzsenat des Hanseatischen OLG lehnte einen entsprechenden Antrag ab. Zudem hatte der BGH am 1. Oktober beschlossen, dass der Angeklagte in Untersuchungshaft bleiben muss. Dort befindet er sich seit November 2025.

Am 26. September 2022 waren am Grund der Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm in etwa 80 Metern Tiefe mehrere Sprengsätze detoniert. Die beiden Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 wurden massiv beschädigt. Insgesamt gab es vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen.

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Bundesanwaltschaft wirft Kusnjezow Kriegsverbrechen vor

Der Vertreter des Generalbundesanwalts wirft dem 50 Jahre alten Angeklagten - einem früheren Offizier einer Spezialeinheit des ukrainischen Militärs - vor, der Drahtzieher hinter der Sprengung der Ostsee-Gaspipelines gewesen zu sein. Kusnjezow soll die Explosionen gemeinsam mit sechs weiteren Tätern verursacht haben.

Wegen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung durch einen Angriff gegen zivile Objekte lautet die Anklage auf Kriegsverbrechen. Außerdem wird der 50-Jährige beschuldigt, eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt, Bauwerke zerstört und öffentliche Betriebe gestört zu haben.