Friedensnobelpreisträger Bjaljazki muss zehn Jahre in Haft

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Friedensnobelpreisträger Bjaljazki muss zehn Jahre in Haft. beck-aktuell, 03.03.2023 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/60066)
Ein Gericht in Belarus hat den Friedensnobelpreisträger und Bürgerrechtler Ales Bjaljazki zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bjaljazki sei des organisierten Schmuggels und der Finanzierung öffentlicher Unruhen schuldig gesprochen worden, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Belta am Freitag mit. Neben dem 60-Jährigen wurden drei weitere belarussische Bürgerrechtler zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt, einer davon in Abwesenheit.
Demonstranten bei der Suche nach Anwälten geholfen
Bei den Präsidentenwahlen 2020 ließ sich Amtsinhaber Alexander Lukaschenko zum Sieger erklären. International wurde die Wahl nicht anerkannt. Im Land brachen Massenproteste aus, die die Obrigkeit mit Gewalt niederschlagen ließ. Das von Bjaljazki 1996 gegründete Zentrum "Wjasna" registrierte dabei zahlreiche Fälle von Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen vonseiten der Polizei. Es half Demonstranten bei der Suche nach Anwälten und bei deren Bezahlung.
Bjaljazki gilt international als politischer Gefangener
Daraufhin geriet auch "Wjasna" ins Visier der Behörden. Nach Hausdurchsuchungen wurden der Leiter Bjaljazki und andere Mitarbeiter des Menschenrechtszentrums im Juli 2021 verhaftet. Bjaljazki konnte auch den ihm 2022 verliehenen Nobelpreis nicht entgegennehmen. Zunächst wurde der promovierte Literaturwissenschaftler wegen angeblicher Steuerhinterziehung festgenommen. Erst später wurden die Anklagepunkte geändert. International gilt Bjaljazki als politischer Gefangener.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Friedensnobelpreisträger Bjaljazki muss zehn Jahre in Haft. beck-aktuell, 03.03.2023 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/60066)



