BMI veröffentlicht neue Höchststände

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BMI veröffentlicht neue Höchststände. beck-aktuell, 09.06.2026 (abgerufen am: 09.06.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/199496)
Die Zahl politisch motivierter Straftaten hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Besonders auffällig: der Anstieg linksmotivierter Gewalt.
Straftaten, die aus einer politischen Motivation heraus begangen werden, werden im „Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität“ (KPMD-PMK) registriert. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland mit 85.837 Delikten so viele politische Straftaten wie nie zuvor registriert. Mit diesem Anstieg um 2 Prozent erreicht die Statistik ihren Höchststand seit ihrer Einführung im Jahr 2001, so das Bundesinnenministerium. Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten; um 1,2 Prozent auf 4.156 Delikte.
Der Anstieg der Gesamtstraftaten ist laut dem Bundesministerium des Innern (BMI), das die Zahlen am Dienstag vorstellte, vor allem auf die Zunahme der registrierten Straftaten im Phänomenbereich links zurückzuführen. Es wurden 13.490 Delikte registriert; ein Anstieg um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Anzahl der Gewaltdelikte ist angestiegen, sogar um 42 Prozent.
Trotz des Anstiegs der Straftaten aus dem linken Bereich bleibt der Phänomenbereich rechts mit etwa der Hälfte aller erfassten Straftaten der mit Abstand fallzahlenstärkste Bereich. Die Zahlen zeigten, dass von der linken Szene eine wachsende Bedrohung ausgehe, so Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Jedoch gehe aktuell die größte Gefahr vom Rechtsextremismus aus.
Hasskriminalität weiter auf hohem Niveau
Wie schon in den Jahren zuvor bleiben die Straftaten im Bereich der Hasskriminalität mit 22.159 Fällen auf einem hohen Niveau. Bei der Hasskriminalität handelt es sich um Straftaten, die durch gruppenbezogene Vorurteile motiviert sind. Knapp ein Drittel dieser Straftaten wird im Internet begangen. Wesentliche Treiber von gesellschaftlicher Polarisierung seien Soziale Medien, über die Hass, Hetze und Propaganda verbreitet würden, so der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch. Das beschleunige Radikalisierungsprozesse und führe so im schlimmsten Fall zu Straftaten im analogen Raum.
Verantwortlich für die hohen Zahlen im Bereich der Hasskriminalität ist die anhaltend hohe Zahl fremdenfeindlicher Straftaten; 73,7 Prozent davon werden dem Phänomenbereich rechts zugeordnet. Auch in den anderen Bereichen der Hasskriminalität lassen sich Anstiege verzeichnen: Die antisemitischen Straftaten stiegen 2025 um 5 Prozent auf 6.548 Fälle. Bei den frauenfeindlichen Straftaten ist mit einem Zuwachs von 46,8 Prozent ein neuer Höchstwert erreicht worden. Auch die queerfeindlichen Straftaten sind um 12,8 Prozent auf 2.377 Fälle angestiegen.
Mit dieser Entwicklung setze sich ein Trend der vergangenen Jahre fort. Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger bleiben trotz eines leichten Rückgangs mit 5.797 Fällen auf einem hohen Niveau, wobei laut dem Ministerium von einer hohen Dunkelziffer auszugehen sei.
- Redaktion beck-aktuell, kw
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BMI veröffentlicht neue Höchststände. beck-aktuell, 09.06.2026 (abgerufen am: 09.06.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/199496)



