Digitaler „Wumms“ aus Brüssel

Zitiervorschlag
Prof. Dr. Gerald Spindler: Digitaler „Wumms“ aus Brüssel. beck-aktuell, 14.01.2021 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/11066)
Noch rechtzeitig vor Jahresschluss hat die EU-Kommission die Vorschläge zum Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA) als Eckpfeiler eines ihrer wichtigsten Vorhaben, der Plattformregulierung, veröffentlicht. Beide Verordnungen überlappen sich, indem sie vor allem die großen IT-Player in den Blick nehmen – aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Beide beziehen sich auch auf die Anbieter mit Sitz außerhalb der EU, verfolgen daher einen der DS-GVO vergleichbaren Ansatz. Der DSA fokussiert sich auf die Fortentwicklung der Verantwortlichkeitsregelungen der E-Commerce-RL, während sich der DMA (un)fairen Wettbewerbspraktiken von beherrschenden Plattformen (Gatekeeper) widmet.
Sowohl der DSA als auch der DMA sind mutige Schritte nach vorn. Für den einen oder anderen wird das Glas halb leer oder halb voll sein; der Kommission ist jedoch zu attestieren, dass sie tatsächlich weltweit wohl wie bei der DS-GVO wichtige Ansätze präsentiert hat, die der weiteren Diskussion bedürfen. •
Zitiervorschlag
Prof. Dr. Gerald Spindler: Digitaler „Wumms“ aus Brüssel. beck-aktuell, 14.01.2021 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/11066)



