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Ausländer- und Asylrecht

Rechtsprechung, Gesetzgebung und Praxis zum Ausländer- und Asylrecht: Aufenthaltsrecht, Asylverfahren, Flüchtlingsschutz, Einreise und Abschiebung – aktuell und eingeordnet.

Gefühlsecht
Glosse

Gefühlsecht

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und vor allem kühler, und aus den Regalen der Supermärkte locken bereits Lebkuchen, Stollen & Co.

Fluchtabsichten müssen eindeutig sein
BGH zur Abschiebungshaft

Fluchtabsichten müssen eindeutig sein

Wann darf ein Ausländer in Abschiebungshaft genommen werden? Der BGH stellt klare Anforderungen an den Nachweis einer Fluchtabsicht.

EU diskutiert Spielraum bei Asylrecht
Migration als Waffe?

EU diskutiert Spielraum bei Asylrecht

Die Bilder von der Migrationskrise in Ceuta setzten die EU unter Druck. Deutschland und andere wollen für solche Fälle mehr Flexibilität. Wie weit sollen Ausnahmen gehen - und welche gibt es bereits?

Asylanträge müssen geprüft werden
Trotz vorübergehenden Schutzes

Asylanträge müssen geprüft werden

Ein Mitgliedstaat darf die Prüfung des Asylantrags einer Person, die vorübergehenden Schutz genießt, nicht automatisch bis zum Ablauf dieses Schutzes aussetzen. Das stellt der EuGH auf eine Vorlage aus den Niederlanden klar.

Supreme Court erlaubt Abschiebungen in Drittländer
Trumps Migrationskurs

Supreme Court erlaubt Abschiebungen in Drittländer

Die Trump-Regierung schob Menschen in Länder ab, die nicht ihre Heimat sind – ohne die Chance auf Einwände. Gerichte blockierten die Praxis. Der Supreme Court erlaubt das nun – jedoch nur vorerst.

Kein subsidiärer Schutz für jungen Afghanen mehr
Machtübernahme durch Taliban

Kein subsidiärer Schutz für jungen Afghanen mehr

Trotz der schwierigen Lage in Afghanistan bekommt ein Mann weder einen Flüchtlingsstatus noch einen subsidiären Schutzstatus zugesprochen. Der Konflikt sei schließlich vorbei, meint der VGH Hessen.

Anstieg bei den Schnellverfahren
EU-Asylverfahren

Anstieg bei den Schnellverfahren

Eine erste Statistik zeigt: Seitdem die neuen Asylregeln der Europäischen Union gelten, wird über die Mehrheit der Anträge auf Schutz in Deutschland in Schnellverfahren entschieden.

Juristen bieten Hilfe bei möglichen Diskriminierungen
AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt

Juristen bieten Hilfe bei möglichen Diskriminierungen

Sonderklassen und Umzug in Massenunterkünfte? Eine von Juristinnen und Juristen bereitgestellte Materialsammlung verrät, wie Betroffene gegen mögliche diskriminierende Pläne einer neuen Landesregierung vorgehen können.

Weniger Anträge, aber eine höhere Schutzquote
Asylverfahren in Deutschland

Weniger Anträge, aber eine höhere Schutzquote

Immer mehr der Menschen, die Asyl beantragen, erhalten einen Schutzstatus. Dabei spielt ein EuGH-Urteil eine wichtige Rolle. Wenig Bedeutung entfaltet dagegen eine neue Regelung im Strafrecht.

Zentral zuständig heißt nicht allein zuständig
Abschiebung in Mecklenburg-Vorpommern

Zentral zuständig heißt nicht allein zuständig

Eine Ausländerbehörde will eine Wohnung durchsuchen, um einen Ausreisepflichtigen zu ergreifen. Das OLG Rostock hält sie dafür nicht für zuständig – Abschiebungen müssten zentral vollzogen werden. Der BGH sieht das anders.

10-Jahres-Sperrfrist nur in laufenden Verfahren erlaubt
Täuschung bei Einbürgerung

10-Jahres-Sperrfrist nur in laufenden Verfahren erlaubt

Als ein irakischer Staatsangehöriger die Einbürgerung beantragte, verhängte die Behörde eine zehnjährige Sperre: Der Mann hatte bei seinem ersten Versuch vor vier Jahren gefälschte Dokumente vorgelegt. Das VG Lüneburg korrigiert.

Offener Brief gegen pauschale Ablehnungen
Afghanische Schutzsuchende

Offener Brief gegen pauschale Ablehnungen

Juristenverbände und die Initiative Kabul Luftbrücke werfen der Bundesregierung vor, bei afghanischen Schutzsuchenden mit Aufnahmezusage die vom BVerfG geforderte Einzelfallprüfung zu unterlaufen. In einem offenen Brief fordern sie, individuelle Gefährdungen ernsthaft zu berücksichtigen.

Wer nicht unterschreibt, bleibt Person mit ungeklärter Identität
Ausreiseerklärung

Wer nicht unterschreibt, bleibt Person mit ungeklärter Identität

Wer eine für eine Abschiebung erforderliche Erklärung zur "freiwilligen" Ausreise verweigert, kann weiter als "Person mit ungeklärter Identität" geduldet werden. Das gilt laut BVerwG auch dann, wenn die Erklärung nicht dem tatsächlichen Willen entspräche.

Rechts-Check zum AfD-Wahlprogramm im Asylrecht
Geht das überhaupt?

Rechts-Check zum AfD-Wahlprogramm im Asylrecht

Im Kapitel "Einwanderung und Remigration" ihres Wahlprogramms fordert die AfD eine migrationspolitische Kehrtwende und ein stimmiges Gesamtkonzept für Sachsen-Anhalt. Ob ihre Ideen dafür rechtlich überhaupt möglich wären, prüft Constantin Hruschka.

Behörde schob Türken trotz Gerichtsbeschluss ab
Abschiebe-Skandal in Schleswig-Holstein

Behörde schob Türken trotz Gerichtsbeschluss ab

Im Kreis Herzogtum Lauenburg hat sich eine Ausländerbehörde über einen Gerichtsbeschluss hinweggesetzt und einen türkischen Staatsbürger wohl rechtswidrig abgeschoben. Das VG Schleswig erklärt der Behörde daraufhin nochmal die Grundlagen des Rechtsstaats.

Queeren Menschen droht in Ghana Verfolgung
Kein sicherer Herkunftsstaat

Queeren Menschen droht in Ghana Verfolgung

Das VG Berlin hat entschieden, dass Ghana aufgrund der Verfolgung queerer Menschen nicht mehr als sicherer Herkunftsstaat gelten darf. Spätestens mit dem bereits verabschiedeten "Anti-LGBTIQ"-Gesetz könnte sich die Situation dort sogar noch verschärfen.

Nach dem Urteil folgt die Ausreise
Befristete Visa für Nebenkläger

Nach dem Urteil folgt die Ausreise

Für ihre Rolle als Nebenkläger durften die Brüder des von der Polizei getöteten Mouhamed Dramé nach Deutschland einreisen. Nach dem Ende des Strafprozesses sehen die Gerichte keinen Grund mehr für ihren weiteren Aufenthalt.

Reicht die alte Abschiebungsandrohung aus?
Asylfolgeantrag nach Wiedereinreise

Reicht die alte Abschiebungsandrohung aus?

Darf eine frühere Abschiebungsandrohung nach einer zwischenzeitlichen Ausreise und späteren Wiedereinreise eines Asylbewerbers weiterhin vollzogen werden? Dies möge der EuGH klären, bittet das BVerwG.

Gutachten sieht Kollisionskurs mit EU-Asylrecht
Leistungsausschluss für Dublin-Fälle

Gutachten sieht Kollisionskurs mit EU-Asylrecht

Wer auf seine Dublin-Überstellung wartet, erhält kaum noch Sozialleistungen. Ein Bundestags-Gutachten hält das für unionsrechtswidrig – auch unter der neuen GEAS-Aufnahmerichtlinie bestehe eine grundrechtliche Untergrenze.

Immer mehr Syrer verlieren ihren Schutzstatus
Asylrecht

Immer mehr Syrer verlieren ihren Schutzstatus

Die Bundesregierung meldet einen deutlichen Anstieg bei Widerrufen des Schutzstatus für Syrer. Auf welche Gruppen das Bamf seine Asylentscheidungen und Überprüfungen in diesem Sommer ausgeweitet hat.

"Das ist für den europäischen Zusammenhalt brandgefährlich"
5 Fragen an Migrationsrechtler zu Ceuta

"Das ist für den europäischen Zusammenhalt brandgefährlich"

Der Ansturm von zehntausenden Geflüchteten auf die spanische Exklave Ceuta ist vorbei, doch die Fragen bleiben: Warum kamen plötzlich so viele Menschen? Ist am Ende die spanische Justiz schuld? Fünf Fragen an Migrationsrechtler Constantin Hruschka.

Syrer muss nach Angriff auf Polizisten das Land verlassen
VG Gelsenkirchen bestätigt Ausweisung

Syrer muss nach Angriff auf Polizisten das Land verlassen

Ein Syrer, der einen Polizeibeamten bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt hatte, darf vorerst ausgewiesen werden. Das VG Gelsenkirchen sah die Verfügung der Stadt als voraussichtlich rechtmäßig an.

Kabinett will KI-Einsatz bei Antragsbearbeitung ermöglichen
Asylverfahren

Kabinett will KI-Einsatz bei Antragsbearbeitung ermöglichen

Künstliche Intelligenz soll künftig die Bearbeitung von Asylanträgen unterstützen. Die letzte Entscheidung bleibt aber weiterhin beim Menschen.

Connections zur salafistischen Szene sind Grund genug
Elektronische Fußfessel

Connections zur salafistischen Szene sind Grund genug

Ein ausreisepflichtiger Afghane sollte wegen Terrorismusverdachts eine elektronische Fußfessel tragen, doch das OLG Frankfurt stellte sich quer. Nun erklärte der BGH, dass die Schwelle für eine "erhebliche Gefahr" niedriger ist als gedacht.

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden
BVerfG kippt Aufnahmestopp für Afghanen

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden

Die Bundesregierung durfte gemachte Aufnahmezusagen für afghanische Flüchtlinge nicht pauschal aufheben, sagt das BVerfG. Die Betroffenen hätten Anspruch auf eine individuelle Entscheidung. Viel Hoffnungen sollten sie sich aber wohl nicht machen.